1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

Wie gut funktionieren „Lolli-Tests“ bei Kindern?

Erstellt:

Ein Schüler macht einen Lollitest
Die sogenannten „Lolli-Tests“ stoßen an Schulen und bei Jugendlichen auf eine hohe Akzeptanz. © Fleig/Eibner/Imago

Eine Studie zeigt: „Lolli-Tests“ eignen sich zur Ermittlung einer Coronavirus-Erkrankung bei Kindern bestens – und werden auch in hohem Maße akzeptiert.

Köln – Den Schulbetrieb auch in Zeiten der Corona-Pandemie aufrechterhalten – seit Ausbruch des Virus eine ganz besondere Herausforderung. Bei Kindern und Jugendlichen wird zur Ermittlung einer möglichen Erkrankung zumeist die sogenannten „Lolli-Tests“ verwendet. Dabei entnehmen Kinder selbstständig einen Abstrich aus dem Mundraum, der im Anschluss im Labor analysiert wird.

Der Vorteil: Für Kinder und Jugendliche ist dies deutlich angenehmer als die auch als „Bürgertest“ bekannte Variante, bei der zudem ein Abstrich aus der Nase entnommen wird. Über die Wirksamkeit der „Lolli-Tests“ war länger diskutiert worden, mittlerweile hat sie sich jedoch flächendeckend durchgesetzt. Das beweisen auch die Ergebnisse einer neuen Studie, die nun in enger Zusammenarbeit der beteiligten Universitäten in Köln, Düsseldorf, Heidelberg, Homburg und München entstanden ist.

Corona: So funktioniert bei Kindern ein „Lolli-Test“

„Die Studie zeigt deutlich, dass der „Lolli-Test“ durch seine unkomplizierte Art der Probengewinnung eine hohe Akzeptanz an Schulen und Kitas genießt. Nur 0,5 Prozent der Teilnehmenden beendeten die Studie vorzeitig. Insgesamt wurden 36 Fälle von SARS-CoV-2 detektiert, die „Lolli-Tests“ zeigten sich gleichwertig zu konventionellen PCR-Rachenabstrichen“, heißt es in einer Mitteilung der Uniklinik Köln. Basierend auf der nun publizierten Studie werden seit Mai 2021 in Nordrhein-Westfalen alle 700.000 Grund- und Förderschülerinnen und -schüler nach dem „Lolli-Prinzip“ getestet.

Studie zu „Lolli-Tests“ in ganz Deutschland: Über 4000 Probanden

Über 4000 Schülerinnen und Schüler sowie Jugendliche hatten an der Studie teilgenommen, hinzu kam auch das Personal der Kitas und Schulen an fünf Standorten in Deutschland. Der Testzeitraum dauerte bis zu zehn Wochen an. „Wir gehen davon aus, dass wir mit der hier vorgestellten Methode eine höhere Sensitivität als mit den vielerorts angewendeten Antigen-Schnelltests erzielen“, so die Uniklinik in einer Mitteilung.

Und weiter: „Zudem wird den Schülerinnen und Schülern sowie dem Schulpersonal das eigentliche Testen und die Testauswertung abgenommen und in zertifizierten Laboren durchgeführt“, erklärt Dr. Alexander Joachim, Mitarbeiter der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin an der Uniklinik Köln und Erstautor der Studie. (mo) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant