1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

Köln und Düsseldorf wollen Alkoholverbot – diese Hotspots wären betroffen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Oliver Schmitz

Die Zeit des Verzichts beginnt. Viele Menschen verzichten in der Fastenzeit auf Alkohol. Der Effekt auf den Körper hat es in sich. (Symbolbild)
Bisher hatte es ein Alkoholverbot in den NRW-Städten nur in Ausnahmefällen gegeben. (Symbolbild) © Uwe Zucchi/dpa

Für Party-Hotspots in Köln und Düsseldorf könnte zukünftig der Verkauf und Konsum von Alkohol verboten werden. Die Städte planen einen Appell an die Landesregierung.

Köln/Düsseldorf – Die beiden größten Städte in Nordrhein-Westfalen machen gemeinsame Sache im Kampf gegen ausufernde Party-Exzesse. Laut übereinstimmenden Medienberichten möchten Köln und Düsseldorf in einem Brief an die NRW-Landesregierung ein Verkaufs- und Konsumverbot von Alkohol für beliebte Hotspots erwirken. Dadurch sollen Ruhestörungen, Sachschäden oder Gewalttaten vermindert werden. An diesen Orten könnte es in Zukunft zwischen 22 und 6 Uhr gelten.

Alkoholverbot in NRW: Diese Gegenden in Köln und Düsseldorf wären wohl betroffen

Köln und Düsseldorf für Alkoholverbot: Brief an NRW-Landesregierung in Arbeit – eine Ausnahme

„Ein gemeinsames Anschreiben der beiden Städte befindet sich derzeit in Abstimmung“, erklärte ein Sprecher der Stadt Düsseldorf der NRZ am Freitag (7. Januar). Kölns Stadtdirektorin  Andrea Blome sagte der Kölnischen Rundschau: „Den Kommunen müssen – auch rechtliche – Instrumente an die Hand gegeben werden, in bestimmten Stadtgebieten den Verkauf von alkoholischen Getränken oder deren Konsum mit Ausnahme in Bereichen der reglementierten Gastronomie zu untersagen.“

Somit wollen sowohl die Domstadt als auch die Landeshauptstadt, dass an bestimmten Brennpunkten weder Alkohol getrunken noch verkauft werden darf. Die einzige Ausnahme wären Außenterrassen von Restaurants, Kneipen oder Cafés. Dadurch sollen nächtliche Ruhestörungen, Belästigungen, Sachbeschädigungen, Verschmutzungen, Unfälle oder Gewaltdelikte verhindert werden. Diese kommen an den genannten Hotspots vor allem wegen erhöhtem Alkoholkonsum regelmäßig vor.

Alkoholverbot Köln/Düsseldorf: Gesetzesänderung nötig – NRW-Landtag zuständig

Sowohl in Köln als auch Düsseldorf hatte es aufgrund der Corona-Pandemie bereits zeitweise Alkoholverbote gegeben. Wenn es nach den Stadtverwaltungen geht, könnte diese in Zukunft auch dauerhaft eingeführt werden. Zumindest für die zuvor genannten Gegenden.

Doch die Umsetzung wäre nicht so einfach, da dafür das NRW-Landesrecht geändert werden müsst. Im Jahr 2018 hatte Duisburg bereits ein Alkoholverbot für einige Orte eingeführt. Dies wurde aber kurz danach durch ein Urteil des Verwaltungsgerichts Düsseldorf wieder gekippt. Damit Köln und Düsseldorf bessere Chancen haben, müsste der NRW-Landtag wohl eine entsprechende Gesetzesänderung einführen.

Dem ist sich auch Düsseldorfs Oberbürgermeister Stephan Keller bewusst. „Es geht nicht darum, dass das Land ein Alkoholverbot schaffen soll. Es geht darum, den Instrumentenkasten für große Städte zu füllen“, sagt er Bild und ergänzt: „Und das ist weniger eine Forderung an die Landesregierung, sondern vielmehr eine Aufforderung an den Landtag als Gesetzgeber.“ (os) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant