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Köln bringt Unwetteropfer aus Umland unter – Hilfe ist „selbstverständlich“

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Von: Nina Büchs

Trümmer eingestürzter Häuser liegen im Ortsteil Blessem.
Die Häuser von vielen Menschen im Umland von Köln wurden durch die Unwetter zerstört. © David Young/dpa

Menschen, die wegen der Unwetter-Katastrophe in Erftstadt in Sicherheit gebracht werden müssen, sollen unter anderem in einem Flüchtlingsheim in Köln untergebracht werden. 

Update vom 17. Juli 2021, 15:25 Uhr: Mittlerweile sind die ersten Einwohner aus dem Katastrophen-Gebiet im Kölner Umland* in der Domstadt angekommen. Nach Angaben der Feuerwehr Köln wurden 123 Menschen in städtischen Einrichten sowie Hotels untergebracht. 13 Pflegebürftigte aus dem Katastrophengebiet werden jetzt in und durch die SBK Sozialbetriebe Köln versorgt.

Stadt Köln stellt Unterkünfte für Opfer des Unwetters aus dem Umland

Köln – Die Stadt Köln* will freistehende Flüchtlingsheime nutzen, um diese als Notunterkünfte für Umweltopfer aus dem Umland bereitzustellen. Wie eine Stadtsprecherin gegenüber 24RHEIN mitteilt, sollen zum aktuellen Stand 80 Menschen aus Erftstadt nach Köln gebracht werden – und es könnten noch mehr werden. Insgesamt hätte die Stadt nämlich Platz für 250 Menschen, so die Stadtsprecherin.

Köln: Stadt will Notunterkünfte für Umweltopfer aus dem Umland bereitstellen

„Die Stadt Köln hat heute ein Hilfeersuchen der Bürgermeisterin von Erftstadt, Carolin Weitzel, erhalten. Aufgrund des Starkregens der vergangenen Tage und dem damit verbundenen Unwetter ist umgehende Hilfe für die besonders betroffenen Gebiete im Rhein-Erft-Kreis*– insbesondere aufgrund der fortschreitenden Ereignisse in der Stadt Erftstadt – notwendig. Es mussten einige Bewohner kurzfristig evakuiert werden“, teilte die Stadt mit. Auch mehrere Häuser sind in Erftstadt bereits eingestürzt*.

Die Stadt Köln verfügt bereits über entsprechende Unterbringungskapazitäten für einen solchen Katastrophenfall, heißt es. „Bei einem Großschadensereignis – wie beispielsweise Hochwasser – können diese Unterbringungsplätze kurzfristig aktiviert werden“, so die Stadt. In Absprache mit dem Krisenstab der Stadt Köln wurde nun entschieden, dass ein Objekt in der Sinnersdorfer Straße im Stadtteil Roggendorf/Thenhoven und ein weiteres Objekt in der Geisbergstraße in Klettenberg genutzt werden soll, um die Bewohner, die aus Erftstadt evakuiert werden, dort unterzubringen. „Sollten weitere Bewohner aus Erftstadt evakuiert werden müssen, so könnten diese auch noch in der Boltensterstraße in Riehl untergebracht werden.

Köln: Unterkünfte für Unwetter-Opfer aus dem Umland

Köln will Unterkünfte für Menschen aus Erftstadt bereitstellen – 250 Menschen hätten darin Platz

Insgesamt stehen bis zu 250 Plätze an allen drei genannten Standorten zur Verfügung“, so die Stadt Köln. Vor Ort würden die Bewohnerinnen und Bewohner aus Erftstadt dann vom Deutschen Kreuz (DRK) verpflegt. „Es ist selbstverständlich, dass wir besonders betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Nachbarkreis Rhein-Erft nach diesem Katastrophenfall auf schnellstem Wege helfen und sie unterstützen“, sagt Oberbürgermeisterin Henriette Reker*. (nb) *24RHEIN ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Dieser Artikel wurde am 16. Juli aktualisiert. Neuerung: Weitere Informationen der Stadt Köln eingefügt.

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