Am Einlass aufgeflogen

Köln: Ärzte wollten sich Corona-Impfung in Neuss erschwindeln – Fall soll ohne Konsequenzen bleiben

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Medizinisches Personal bereitet eine Corona-Impfung vor. (Symbolbild)
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Weil sie in den eigentlich zuständigen Corona-Impfzentren keine Termine bekommen haben, wollten sich Ärzte aus Köln und Viersen eine Impfung in Neuss erschwindeln.

Neuss – Dutzende Ärzte haben versucht, sich unberechtigterweise im Impfzentrum des Rhein-Kreises Neuss gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Es handele sich um etwa 40 Personen, die zwar grundsätzlich impfberechtigt seien – jedoch nicht im Rhein-Kreis Neuss. „Weder wohnen noch arbeiten sie hier“, sagte ein Kreissprecher am Donnerstag. Wahrscheinlich hätten sie in den für sie zuständigen Impfzentren noch keinen Termin bekommen. Zuvor hatte die „Westdeutsche Zeitung“ berichtet.

Dabei bleiben etliche Dosen des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca im Impfzentrum Köln liegen, weil viele Impfberechtigte ihre Termine absagen. Hintergrund sind vermehrt Berichte über Nebenwirkungen nach der Impfung mit Astrazeneca.

Ärzte wollen sich in Neuss Corona-Impfung erschwindeln: Terminplattform überarbeitet

Nach Angaben des Sprechers hatten die Ärzte von einer noch unbekannten Person einen Zugangscode erhalten und sich über das Internet für einen Impftermin am Dienstag angemeldet. Derselbe Code habe mehrmals genutzt werden können, weil er für das gesamte Team einer Praxis gelte, die in Pflegeeinrichtungen tätig sei. Am Einlass zum Impfzentrum sei der Schwindel jedoch aufgeflogen. Konsequenzen drohten den Ärzten, die unter anderem aus Köln und Viersen kamen, jedoch nicht, sagte der Sprecher.

Um Ähnliches in Zukunft zu verhindern, sei die Terminplattform nun überarbeitet worden. So müssten jetzt zum Beispiel konkrete Daten zum Arbeitgeber eingegeben werden.

Ärger um Corona-Impfung in NRW: Lehrer sollen Polizisten vorgezogen werden  

Am Dienstag hatte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) angekündigt, dass es ab März vorgezogene Corona-Impfungen für Lehrkräfte und Kita-Personal geben wird. Im gleichen Atemzug wies Laumann darauf hin, dass Lehrer und Polizisten in NRW aber nicht gleichzeitig geimpft werden könnten. Das sorgt für massive Kritik von der Polizeigewerkschaft, die darin eine Zurücksetzung und Vernachlässigung der Polizei-Beamten sah.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet reagierte auf Vorwürfe der Polizei und wies diese zurück. NRW werde in wenigen Monaten so viel Impfstoff haben, „dass es zu keinen Kollisionen kommt“, sagte Laschet am Dienstag in Düsseldorf.

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