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Bauer vor Gericht in Krefeld: Hatte er zu viele Rinder im Stall?

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Jungrind beim Fressen von Trockenfutter
Hat ein Milchbauer in Krefeld mehr Rinder gehalten als genehmigt? (Symbolbild) © Guenter Hofer/Imago

Ein Milchbauer wehrt sich vor Gericht in Krefeld. Ihm wird unter anderem vorgeworfen, mehr Rinder als genehmigt gehalten zu haben.

Krefeld – Weil er mehr Rinder als erlaubt gehalten haben soll, steht ein Landwirt in Krefeld vor dem Amtsgericht. Laut Anklage hatte die Bezirksregierung Düsseldorf dem Milchbauern 2010 genehmigt, 1400 Rinder zu halten. Doch neun Jahre später wurden bei einer Kontrolle 2185 Tiere gezählt. Laut Anklage soll der Mann aus Nettetal auch die Jahre zuvor genehmigte Biogasanlage auf dem Hof ohne Erlaubnis der Behörden verändert haben. Da der Landwirt Einspruch gegen zwei Strafbefehle über insgesamt 23.000 Euro eingelegt hatte, musste der Fall vor Gericht verhandelt werden.

Krefeld: Milchbauer weist Vorwürfe von sich

Dort wies der 70-Jährige am Mittwoch das Ergebnis der Zählung zurück. Die Kontrolleure hätten ihm Tiere aus dem angrenzenden Betrieb seines Sohnes zugerechnet, sagte er. Der Junior ist ebenfalls Milchbauer und soll knapp 900 Tiere halten. Außerdem, so der angeklagte Landwirt, sei laut Verordnung nicht die Anzahl der Rinder, sondern die „Tierplatz-Zahl“ entscheidend, bei der Kälber nicht mitgezählt werden, solange sie bei der Mutterkuh bleiben. Ein als Zeuge gehörter Mitarbeiter der Bezirksregierung beteuerte dagegen: „Wir haben die Kälber nicht mitgezählt.“

Die Richterin will nun weitere Unterlagen von Behörden und aus anderen Verfahren hinzuziehen sowie ein Gutachten einholen.(dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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