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Sarkasmus pur: Mann räkelt sich auf Streifenwagen – User feiern Krefelder Polizei für Facebook-Post

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Von: Stefanie Knupp

Polizeifahrzeuge vor einer Wache
Für einen Mann in Krefeld war die Motorhaube eines Streifenwagens so verlockend, dass er darauf posierte (Symbolfoto). © imago images / Jan Huebner

Ein Mann nutzte die Motorhaube eines Streifenwagens für ein Fotoshooting. Die Polizei Krefeld fand das gar nicht lustig. Umso lustiger erzählt sie die Geschichte am nächsten Tag auf Facebook.

Krefeld – Selten liest man in den sozialen Medien einen so witzigen Post einer Behörde. Da sind sich zumindest die User in der Kommentarspalte sicher. Sie feiern die Polizei Krefeld für einen Bericht der außergewöhnlichen Art. Die Polizei kann in diesem speziellen Fall den Sarkasmus nicht zurückhalten.

Angefangen hat alles mit einem männlichen „Model“, das sich am Donnerstagabend (25. Februar) ein ganz besonderes Set für ein Fotoshooting ausgesucht hat. Er räkelte sich auf der Motorhaube eines geparkten Streifenwagens der Krefelder Polizei und posierte vor der Kamera seines Kumpels.

Polizei Krefeld bietet Übernachtungsmöglichkeit im „Chambre séparée“ an

„Wir wissen ja, dass unsere Polizeiautos ziemlich sexy sind“, schreibt die Polizei in einem Facebook-Post. Doch bei der Aktion des Models, „war es selbst bei unserer an Kunstverständnis reichen Kollegin vorbei mit dem Sinn für die schönen Künste.“ Eine intakte Motorhaube sei eben auch etwas Schönes.

Der Mann hingegen war allerdings anderer Meinung und wurde angriffslustig, heißt es weiter. „Wir haben ihm eine Übernachtungsmöglichkeit in unserem Chambre séparée angeboten und drücken ihm die Daumen, dass er die Sache heute etwas nüchterner sieht.“

Polizei Krefeld: User feiern den unterhaltsamen Post in den Kommentaren

Die Arrestzelle als Hotelzimmer – die User sind begeistert, haben aber auch Bedenken: „Auf dessen Google-Rezension bin ich gespannt“, schreibt jemand. Die Polizei weiß offenbar um die Schwächen ihrer Unterkunft: „Den fehlenden Blick aufs Meer wird der ein oder andere wohl bemängeln.“

Der sarkastische Ton des Polizeiberichts kommt bei den Usern richtig gut an. „Vor Lachen wäre mein Kaffee fast aus der Hand gefallen“, schreibt eine Userin. „Made my day“, heißt es von anderen. Und das Model? „Hoffentlich sind die Fotos wenigstens was geworden und der ganze Ärger hat sich für ihn gelohnt“, findet jemand.

Häufig bekommt es die Polizei mit Widerstand zu tun. Besonders kindisch versuchten vor Kurzem Partygäste der Polizei Krefeld zu entkommen. Sie versteckten sich unter Decken und in Wandschränken. Alles andere als lustig ist es, wenn Einsatzkräfte angegriffen werden. Eine Festnahme durch die Polizei in führte im Dezember zu Ausschreitungen von über 100 Jugendlichen in Düsseldorf, von denen 50 sogar ein Polizeiauto angriffen. (sk)

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