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Krefeld: 17-Jährige stirbt an Tuberkulose – mehr als 50 Kontaktpersonen müssen zum Bluttest

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Lungen-Aufnahme eines an Tuberkulose Erkrankten
Röntgenbild einer Lunge eines Tuberkulose-Erkrankten. In Krefeld ist eine Schülerin an Tuberkulose gestorben. (Symbolbild) © Gregor Fischer/dpa

In Krefeld ist eine 17-Jährige an den Folgen einer Tuberkuloseinfektion gestorben. Bei mehr als 50 ihrer Kontaktpersonen wird nun untersucht, ob sie sich angesteckt haben.

Krefeld – Eine 17-jährige Schülerin aus Krefeld ist nach einer Tuberkulose-Infektion gestorben. Das hat die Stadt am Donnerstag mitgeteilt. Die Kontaktpersonen des Mädchens, darunter 50 Mitschüler und Lehrer, wurden ermittelt. Sie müssen sich einem Bluttest und als Erwachsene zusätzlich einer Röntgenaufnahme der Lunge unterziehen.

Tuberkulose-Fall in Krefeld: Ansteckung erfolgt über Tröpfcheninfektion

Die Ansteckung mit Tuberkulose erfolgt in der Regel als Tröpfchen-Infektion. Tuberkulose ist eine bakterielle Infektionskrankheit und befällt beim Menschen vorrangig die Lunge. Charakteristische Symptome einer Lungentuberkulose sind laut Lungeninformationsdienst Husten, niedriges Fieber, Gewichtsverlust und seltener Bluthusten.

In Deutschland gab es 2019 nach Angaben des Robert Koch-Instituts 129 Tuberkulose-Todesfälle.

Übertragung durch Tröpfchen: Auch Coronavirus kann Lunge stark schädigen

Auch das Coronavirus wird per Tröpfcheninfektion übertragen und kann laut Lungeninformationsdienst die Lunge schädigen und in schweren Fällen zu einem Lungenversagen führen. Weil eine Arzthelferin in Düsseldorf trotz Corona-Symptomen in einer Arztpraxis in Düsseldorf-Pempelfort weiter gearbeitet hat, müssen mehr als 600 Kontaktpersonen getestet werden. Die Arzthelferin war mit der hochansteckenden britischen Corona-Mutation infiziert.

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