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Trotz hoher Infektionszahlen: Die Schulen im Kreis Düren öffnen wieder – „Wir bedauern das“

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Dürens Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) bei einer Pressekonferenz.
Dürens Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) erwägt den Distanzunterricht in seinem Kreis um 14 Tage zu verlängern (Archivbild). © Deutzmann/Eibner-Pressefoto EP

Am kommenden Montag soll es weitere Öffnungsschritte bei den Schulen in NRW geben. Nun hat das Schulministerium entschieden, dass auch die Einrichtungen im Kreis Düren öffnen.

Update vom 12. März, 19:30 Uhr: Da das Schulministerium den Antrag des Kreises Düren abgelehnt hatte, werden nun ab Montag die weiterführenden Schulen im Kreis – wie die in anderen Landesteilen von Nordrhein-Westfalen auch – öffnen.

Das Schulministerium habe den Antrag abgelehnt, da es aus seiner Sicht derzeit keine Hinweise darauf gebe, dass Schulen in den betroffenen Kommunen in besonderem Maß für das Infektionsgeschehen verantwortlich seien, teilte der Kreis mit. Schulschließungen oder die Einschränkung des Schulbetriebes kämen erst als letztes Mittel in der Pandemiebekämpfung infrage, habe das Ministerium erklärt. (dpa/lnw)

Trotz hoher Infektionszahlen: Die Schulen im Kreis Düren öffnen wieder – „Wir bedauern das“

Update vom 12. März, 16:32 Uhr: Das NRW-Schulministerium hat nach Angaben des Kreises Düren einen Antrag auf Aussetzen der weiteren Schulöffnungen bis zu den Osterferien abgelehnt. „Die Entscheidung ist gefallen. Das Schulministerium hat das abgelehnt“, sagte ein Sprecher des Kreises Düren am Freitagnachmittag auf Anfrage der dpa. Die weiterführenden Schulen im Kreis Düren würden nun ab Montag genauso öffnen für die Schüler wie die in anderen Landesteilen von Nordrhein-Westfalen auch. Vom Schulministerium war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

„Wir bedauern das, weil es gute Gründe gibt für den Antrag“, erklärte der Sprecher des Kreises mit Verweis auf viele Corona-Neuinfektionen. Nach den Daten des RKI vom Freitag liegt die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen im Kreis Düren bei 138,3. Etwa zwei Drittel der Corona-Neuinfektionen gehen nach Angaben des Kreises Düren hier bereits auf die zuerst in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Variante zurück, die als noch ansteckender gilt. (dpa/lnw)

Hohe Infektionszahlen: Bleiben Schulen im Kreis Düren von weiteren Öffnungen ausgeschlossen?

Düren – Werden die Schulen im Kreis Düren von dem weiteren landesweiten Öffnungsschritt an diesem Montag wegen der deutlich steigenden Corona-Infektionen vorerst ausgenommen? Der Kreis Düren wartet auf eine Entscheidung des NRW-Schulministeriums zu einem entsprechenden Antrag, der in dieser Woche gestellt wurde, wie ein Sprecher des Kreises am Freitag auf Anfrage sagte. Etwa zwei Drittel der Corona-Neuinfektionen gingen bereits auf die in Großbritannien entdeckte Virusvariante zurück, die als noch ansteckender gilt.

Dürens Landrat fordert: 14 weitere Tage Distanzunterricht an weiterführenden Schulen

In NRW kehren nach der Ankündigung der Landesregierung ab Montag viele weitere Schüler zumindest tageweise in die Klassenräume zurück. Den Anfang hatten jüngere Schüler und Abschlussjahrgänge am 22. Februar gemacht. Ab dem 15. März sollen nun alle Schüler der weiterführenden Schulen im Wechselmodell in die Schulen zurück. Mithilfe strenger und erneut angepasster Vorgaben zum Hygiene- und Infektionsschutz sollen alle am Schulleben Beteiligten bestmöglich geschützt werden. Ziel ist, wieder mehr Präsenzunterricht anzubieten.

Dürens Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) hatte in einer Videobotschaft erklärt, dass 14 weitere Tage des Distanzunterrichts an den weiterführenden Schulen helfen könnten in der aktuellen Lage und dabei, Lösungen in den Schulen vor Ort zu finden. Die Ausweitung des Präsenzunterrichts bedeute deutlich mehr Kontakte auf dem Weg zur Schule. Die Aachener Nachrichten hatten über den Antrag berichtet. (bs/dpa/lnw)

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