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Kreis Düren will sich umbenennen – so soll die Region nun heißen

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Von: Johanna Werning

Ein Schild auf dem „Düren“ durchgestrichen ist.
Der Kreis Düren soll in Rurkreis Düren-Jülich umbenannt werden (Symbolbild) © Rolf Vennenbernd/dpa

Der Kreis Düren will einen neuen Namen. Bereits 2022 soll die Region Rurkreis Düren-Jülich heißen. Der Kreistag stimmte nun mit großer Mehrheit dafür.

Düren – Der Kreis Düren* zwischen Aachen* und Köln* soll umbenannt werden und künftig den Namen „Rurkreis Düren-Jülich“ tragen. Der Kreistag stimmte am Dienstag mit großer Mehrheit dafür. Nun muss nur noch das Kommunalministerium zustimmen, damit die Namensänderung gültig wird. Ein Überblick, was es mit der Umbenennung auf sich hat.

Nordrhein-Westfalen: Landkreis will sich umbenennen – das steckt dahinter

Bereits seit 1972 gibt es den Kreis Düren in seiner jetzigen Form. Pünktlich zum 50. Geburtstag soll dann der neue Name her. Aus „Kreis Düren“ soll dann „Rurkreis Düren-Jülich“ werden. „Mit der Erweiterung des Namens um ‚Rur‘ und ‚Jülich‘ wird sehr viel deutlicher, aus welchen Gebieten der Kreis besteht – und wofür er steht“, erklärt der Landrat Wolfgang Spelthahn.

Immerhin fließt die Rur durch den gesamten Kreis, Jülich ist nach Düren* die größte Stadt. Außerdem können sich die Bürgerinnen und Bürger so mit dem Landkreis besser identifizieren. „Bis heute gibt es teilweise ein Identifikationsdefizit, da sich die Stadt Jülich nicht im Namen wiederfindet“, so der Landrat. Das soll nun geändert werden.

Das ist der Kreis Düren

Der Kreis Düren liegt im Westen von NRW* und gehört zum Regierungsbezirk Köln. Im Kreis leben rund 265.000 Menschen. Insgesamt gehören 15 Kommunen zum Kreis Düren. Der heutige Kreis entstand 1972. Wolfgang Spelthahn ist seit 1999 der Landrat.

Aus Kreis Düren soll Rurkreis Düren-Jülich werden

Doch nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger sollen der Landkreis umbenannt werden. Die CDU verspricht sich vom Rurkreis Düren-Jülich auch einen höheren landschaftlichen und touristischen Reiz. „Die Rur steht beispielsweise mit dem Rur-Ufer-Radweg für einen hohen Freizeitwert und außerdem für die lange Industriegeschichte des Kreises“, heißt es weiter.

Und auch wirtschaftlich gesehen soll es einen Mehrwert geben. „Der neue Name wird uns durch seine identifikations- und imagesteigernde Wirkung auch bei der Wachstumsoffensive helfen“, sagte der Landrat. Der Kreis baue seine Bekanntheit deutlich aus und mache damit potenzielle Neubürger auf sich aufmerksam.

Aus Kreis Düren soll Rurkreis Düren-Jülich werden – Umbenennung kostet über 25.000 Euro

Schon im Vorfeld zur Abstimmung waren alle Kreistag-Fraktionen für die geplante Umbenennung des Kreises. Die Rede ist von „wichtiger Änderung“, „Zusammen wachsen. Zusammenwachsen“ und die „Behebung des Geburtsfehlers“. Einen entsprechenden Anlass zur Namensänderung gibt es auch schon: Das 50-jährige Jubiläum des Kreises, das nächstes Jahr ansteht.

Die Kosten für die Namensänderung bezifferte der Landrat auf 25.000 bis 35.000 Euro.

Kreis Düren will sich umbenennen – auch andere Kreise in NRW änderten bereits ihren Namen

Der neue Name für den Kreis Düren ist nun, nachdem der Kreistag dafür gestimmt hat, so gut wie sicher. Mit der Namensänderung ist der Kreis Düren übrigens nicht alleine. Denn auch andere Orte in NRW haben sich bereits in der Vergangenheit für einen neuen Namen entschieden. Der frühere Kreis Neuss benannte sich zum Beispiel in Rhein-Kreis Neuss* um. Und auch der einstige Erft-Kreis heißt seit 2003 Rhein-Erft-Kreis*.*24RHEIN ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Update-Hinweis: Der Text wurde zuletzt am 7. Dezember aktualisiert. Neuerung: Kreistag stimmte mit großer Mehrheit für Namensänderung.

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