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Kreis Euskirchen stoppt Astrazeneca-Impfung von Frauen – Frau (47) stirbt nach Impfung

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Eine Ampulle mit fünf Milliliter Corona-Impfstoff von Astrazeneca.
Der Impfstoff des Herstellers Astrazeneca (Symbolbild). © Admir Buljubasic/dpa

Im Kreis Euskirchen ist eine 47-jährige Frau gestorben, die zuvor eine Corona-Impfung mit Astrazeneca erhalten hat. Auch die Uniklinik Köln zieht Konsequenzen.

Update vom 30. März, 06:34 Uhr: Einem Bild-Bericht zufolge empfiehlt das Uniklinikum Köln Astrazeneca nicht für Frauen unter 55: „Unseren weiblichen Beschäftigten unter 55 Jahren empfehlen wir aktuell keine Impfung mit Astrazeneca“, habe das Klinikum auf Bild-Anfrage mitgeteilt. Aktuell werde bei einer Patientin der Zusammenhang einer Thrombose-Behandlung mit der Astrazeneca-Impfung geprüft. „Zu einer Häufung von Fällen ist es dort aber nicht gekommen“, sagte der Sprecher der Klinik demnach. (os mit dpa)

Frau (47) stirbt nach Corona-Impfung: Kreis Euskirchen stoppt Astrazeneca-Impfung von Frauen unter 55

Update vom 29. März, 16:27 Uhr: „Da aktuell nicht ausgeschlossen werden kann, dass Tatsachen vorliegen, die gegen eine alters- und geschlechtsübergreifende Verimpfung des „COVID-19 Vaccine Astrazeneca“ sprechen, hat sich der Krisenstab des Kreises Euskirchen dazu entschlossen, die Impfung mit diesem Impfstoff bei Frauen unter 55 auszusetzen“, teilte der Kreis nun mit. Diese Entscheidung habe der Krisenstab nach fachlicher Beratung durch den Leiter des Gesundheitsamtes und den leitenden Impfarzt gefällt. Bei der Aussetzung der Impfung handelt es sich um eine vorsorgliche Maßnahme, bis die zuständigen Fachdienststellen zu einer endgültigen Bewertung gekommen sind“, hieß es in einer Mitteilung.

Nachdem eine geimpfte Frau (47) vergangene Woche gestorben war, sei dem Kreis nun der Verdacht auf „eine schwerwiegende Erkrankung“ einer 28-Jährigen nach der Impfung mit Astrazeneca gemeldet worden. Beide hatten laut Kreis eine Sinusvenenthrombose erlitten.

Kreis Euskirchen: Todesfall einer Frau (47) nach Corona-Impfung wirft Rätsel auf

Euskirchen – Der Kreis Euskirchen hat nach dem Tod einer 47 Jahre alten Frau den Fall dem Paul-Ehrlich-Institut gemeldet, um einen möglichen Zusammenhang mit der Corona-Impfung der Frau untersuchen zu lassen. Wie ein Sprecher der Kreisverwaltung am Montag sagte, war die Frau mit dem Wirkstoff von Astrazeneca geimpft worden. Zu weiteren Details ihres Todes machte er keine Angaben. Auch das Paul-Ehrlich-Institut machte keine weiteren Angaben. Das Institut könne keine Informationen zu einzelnen Fallmeldungen geben, erklärte eine Sprecherin.

Todesfall von Frau (47) im Kreis Euskirchen soll „rasch und lückenlos“ aufgeklärt werden

Der Fall war dem Gesundheitsamt laut Kreis am vergangenen Freitag durch den verantwortlichen Arzt des regionalen Impfzentrums gemeldet worden, der die Informationen von der behandelnden Klinik erhalten hatte. Daraufhin seien sofort Ermittlungen eingeleitet und die zuständigen Landes- und Bundesbehörden informiert worden.

Landrat Markus Ramers (SPD) steht laut der Mitteilung des Kreises in Kontakt zu den Angehörigen. „Unabhängig vom behördlichen Ermittlungsverfahren“ habe Ramers am Samstag auch mit NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) telefoniert, „um die rasche und lückenlose Aufklärung voranzutreiben.“

Kreis Euskirchen: Impfungen werden fortgesetzt – nichts deute auf Verunreinigung hin

Erste Ergebnisse machten nach Angaben der Kreisverwaltung eine Sperrung der kompletten Impfstoffcharge nicht erforderlich, da nichts auf eine Verunreinigung oder fehlerhafte Zusammensetzung des Impfstoffs hindeute. Es gebe auch keinen Verdacht auf eine fehlerhafte Anwendung. Die Impfungen im Kreis werden fortgesetzt.

Der Impfstoff des Herstellers Astrazeneca macht seit Wochen immer wieder Schlagzeilen. Erst am Freitag musste Köln bekannt geben, dass die Stadt im April keinen Nachschub des Impfstoffs bekommt. (bs/dpa/lnw)

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