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Kreis Heinsberg: Damm der Rur gebrochen – Wassenberg-Ophoven steht unter Wasser

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Von: Benjamin Stroka

Die Straßen in Ophoven, einem Stadtteil von Wassenberg, sind überflutet.
Die Straßen in Ophoven, einem Stadtteil von Wassenberg, sind überflutet. © Thomas Banneyer/dpa

Im Kreis Heinsberg ist ein Damm der Rur gebrochen. Der Ortsteil Ophoven der Stadt Wassenberg wurde überflutet. 700 Menschen wurden evakuiert.

Update, 21:00 Uhr: Nach Angaben der Stadtverwaltung Wassenberg sinken die Pegelstände der Rur. Im Ortsteil Ophoven bestehe aber weiterhin die Gefahr von Dammbrüchen. Deswegen mahnt die Stadt ihre Bürgerinnen und Bürger zur Vorsicht - und zur Folgsamkeit: „Die Ophovener Bevölkerung wird weiterhin darum gebeten, den Weisungen und Empfehlungen der Einsatzkräfte zu folgen.“ Die Ortschaft Ohe ist weiterhin ohne Strom, jedoch wird dort „die Wiederherstellung der Stromversorgung vorbereitet“.

Update, 17:03 Uhr: Wie die Feuerwehr Heinsberg mitteilt, hat sich die Lage in Wassenberg-Ophoven am Samstagnachmittag nicht verändert. Die Pegelstände bleiben gleich und viele Bereiche sind aktuell ohne Strom. „Es besteht allerdings weiterhin die Gefahr von Deichbrüchen“, heißt es in einer neuen Warnung über die Warn-App NINA. Die Vorwarnung für eine mögliche Evakuierung der Ortsteile Effeld und Steinkirchen könne noch nicht erfolgen. „Die Wasserspiegel stagnieren dort ebenfalls unverändert“, so die Feuerwehr. Die Ortschaft Ohe ist weiterhin ohne Strom und darf nicht betreten werden.

Dafür sinken die Pegelstände am Umspannwerk am Forster Weg. „Eine Gefährdung der Stromversorgung besteht nach jetzigem Stand nicht“, so die Feuerwehr.

Diese Straßen in Ophoven dürfen zurzeit nicht betreten werden und haben keinen Strom

Private Hilfeleistungen aus der Bevölkerung seien „aus organisatorischen Gründen“ derzeit nicht erforderlich.

Damm der Rur im Kreis Heinsberg gebrochen – Wassenberg-Ophoven unter Wasser

Update, 10:51 Uhr: Der Wassenberger Stadtteil Ophoven steht nach einem Dammbruch der Rur teilweise unter Wasser, wie ein Feuerwehrsprecher am Samstagmorgen berichtete. 700 Menschen mussten in der Nacht zum Samstag evakuiert werden. Für die Bürger sei es nach wie vor gefährlich, sich in dem Gebiet aufzuhalten, so der Sprecher. „Durch hohe Wasserstände verursachte Gefährdungen können nicht ausgeschlossen werden“, teilte auch die Stadt mit. Wer nicht in der Lage sei, seine Wohnung selbstständig zu verlassen, solle über eine Hotline um Hilfe bitten.

Die Lage ist auch am Samstag noch sehr angespannt. Der Pegelstand des Wassers stagniere, teilte die Stadt mit. Weiterhin gefährdet sind die Stadtteile Effeld und Steinfeld. Die Vorwarnung einer möglichen Evakuierung bleibe dort bestehen. Wie groß der Schaden durch den Dammbruch ist, ist bislang noch nicht bekannt.

Kreis Heinsberg: Damm der Rur gebrochen – 700 Menschen werden evakuiert

Erstmeldung vom 16. Juli, 22:36 Uhr:

Wassenberg – Mehreren Ortsteilen in Wassenberg im Kreis Heinsberg droht die Überflutung. Im Ortsteil Ophoven ist ein Damm der Rur gebrochen. Das hat inzwischen auch die Bezirksregierung Köln bestätigt. Zuvor hatte die Warn-App Nina ausgelöst. 700 Menschen müssen evakuiert werden. Nur einige Kilometer entfernt, hatte auch Hückelhoven mit Überschwemmungen in Folge der starken Unwetter zu kämpfen.

Wassenberg
RegierungsbezirkKöln
KreisHeinsberg
Einwohner18.830
Fläche42,43 Quadratkilometer

Wassenberg liegt an der Rur, das Stadtgebiet teilweise im Tal der Rur. Östlich der Rur liegen die Wassenberger Ortsteile Ophoven, Steinkirchen Effeld. Schwere Unwetter sorgen seit Tagen in Nordrhein-Westfalen für Überschwemmungen und Überflutungen.

Dammbruch der Rur im Kreis Heinsberg: Warnung für Effeld und Steinkirchen

Inzwischen warnt der Kreis Heinsberg auch die Ortschaften Effeld und Steinkirchen. „Aufgrund der Hochwasserlage können Teile der Ortschaft Wassenberg/Effeld und Steinkirchen überflutet werden“, heißt es in der Warnung. Die Orte werden noch nicht evakuiert, „allerdings ist die Lage so dramatisch und unvorhersehbar, dass wir die weitere Entwicklung nicht einschätzen können“, so der Kreis Heinsberg. Menschen werden gebeten, sich in den Ortschaften Effeld und Steinkirchen auf eine kurzfristige Evakuierung vorzubereiten.

Dammbruch der Rur bei Wassenberg-Ophoven: Ursache in den Niederlanden?

Die Ursache für den Dammbruch soll laut dem WDR in den Niederlanden liegen. Wassenbergs Bürgermeister Marcel Maurer sage demnach, dass hinter der niederländischen Grenze, dort wo die Rur in die Maas fließt, Schleusenklappen geschlossen wurden. Daher komme es aktuell zu einem Rückstau. Maurer wolle die Niederländer kontaktieren, damit sie dort die Schleusen wieder öffnen.

Ein banger Blick ging in den vergangenen Tagen und Stunden immer wieder auf verschiedene Talsperren: So bedrohte die vollgelaufene Steinbachtalsperre mehre Orte, die evakuiert wurden. Doch auch die Rurtalsperre im Südwesten von NRW bereitete infolge der starken Niederschläge Sorge. Die Rurtalsperre staut die Rur im Grenzgebiet zwischen der Städteregion Aachen und dem Kreis Düren – und lief bereits am Donnerstagabend über.

Dammbruch der Rur bei Wassenberg-Ophoven: Notunterkunft eingerichtet

Als Notunterkunft für die evakuierten Menschen wurde die Grundschule Birgelen bereitgestellt, wie die Aachener Zeitung berichtet. Personen ohne eigenes Auto werden mit Bussen evakuiert. Wer sein Haus nicht selbstständig verlassen kann, soll sich unter der Rufnummer 02432/4900823 melden. Die Feuerwehr kommt dann zur Hilfe. Neben den regionalen Einsätzen sind auch Kräfte aus Bochum und Herne im Einsatz.

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