Direkter Nachbar: Die Niederlande 

Kreis Kleve: Die wichtigsten Informationen zum Kreis an der holländischen Grenze 

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Ein Kettenkarusell dreht sich im Freizeitpark Wunderland Kalkar im ehemaligen Schnellen Brüter

Der Kreis Kleve überzeugt mit historischen Städten, herrlichen Schlössern und einem Freizeitpark auf dem Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Kalkar. 

Der Kreis Kleve gehört zum Regierungsbezirk Düsseldorf und liegt am unteren Niederrhein im Nordwesten des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Seine westliche Grenze ist zugleich die deutsche Staatsgrenze zu den Niederlanden. Der Sitz der Verwaltung befindet sich in der Kreisstadt Kleve. Am 31. Dezember 2019 waren im Kreis Kleve insgesamt 312.465 Einwohner gemeldet, die in den insgesamt 16 Gemeinden des Landkreises leben. Diese gliedern sich in die acht Städte Emmerich am Rhein, Geldern, Goch, Kalkar, Kevelaer, Kleve, Rees und Straelen sowie in weitere acht Gemeinden.

Fahrzeuge, die hier zugelassen sind, zeigen auf ihren Autokennzeichen die beiden Kennzeichenkürzel „KLE“ und „GEL“. Mit der A 3, der A 40 und der A 57 kreuzen drei Bundesautobahnen den Landkreis, ergänzt werden diese um acht Bundesstraßen. Über zwei Regionalbahnlinien besteht zudem Anschluss an das deutsche Schienennetz. Der nächste internationale Flughafen befindet sich in Düsseldorf. Teile des Kreises Kleve liegen auf dem Gebiet des Naturparks Maas-Schwalm-Nette, der sich durch seine landwirtschaftliche Vielfalt auszeichnet und als Naherholungsgebiet für die Ballungszentren von Rhein und Ruhr von größter Bedeutung ist.

Der Landkreis Kleve ging aus dem Herzogtum Kleve hervor

Bis zum Jahr 1794 gehörten weite Teile des heutigen Kreisgebietes dem Herzogtum Kleve an. 1798 fiel das Gebiet an Frankreich und wurde ab 1801 zum Arrondissement Kleve. Mit dem Jahr 1816 wurde der Landkreis preußisch, nach vereinzelten Gebietsänderungen im Jahr 1817 blieb er bis 1975 von weiteren Veränderungen unberührt. In diesem Jahr entschied sich Nordrhein-Westfalen für eine kommunale Neuordnung, die zur Vereinigung mit dem Kreis Geldern führte. Ergänzt um die Gemeinde Rheurdt und den nordwestlichen Teil des ehemaligen Kreises Rees entstand der Kreis Kleve in seiner gegenwärtigen Form. Haupterwerbszweige sind die Landwirtschaft und die Lebensmittelindustrie. Namhafte Konsumgütermarken haben ihre Hauptsitze im Kreis Kleve, darunter

  • die Firma Bofrost mit Hauptsitz in Straelen (Tiefkühlkost & Speiseeis),
  • die Brauerei Diebels in Issum,
  • die Firma Katjes in Emmerich am Rhein (Lakritz & Fruchtgummi) sowie
  • die Firma Kühne mit Werk in Straelen (Essig & Feinkost).

Mit dem Wintersemester 2009 öffnete die Hochschule Rhein-Waal in Kleve erstmals ihren Türen für Studierende. Unter dem Motto „Innovativ, Interdisziplinär und International“ präsentiert sie sich weltoffen. Der Schwerpunkt ihrer vier Fakultäten liegt auf den sogenannten MINT-Fächern, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Der Kreis Kleve bietet seinen Gästen viel Sehenswertes

Die Kreisstadt Kleve besitzt eine schöne Altstadt und wird überragt von der Schwanenburg. Von ihrem Turm aus bietet sich ein herrlicher Panoramablick über die Stadt und das Umland. Ebenfalls bekannt ist Kleve für seine historischen Garten- und Parkanlagen, die hier ab dem Jahr 1647 angelegt wurden. Der Wallfahrtsort Kevelaer mit einem historischen Stadtbild ist ebenfalls ein beliebtest Ziel für Besucher. Gnadenkapelle, Marienbasilika und Kerzenkapelle sind außerdem jährlich das Ziel von rund einer Million Pilger.

Zu den schönsten Sehenswürdigkeiten im Kreis Kleve zählt ebenfalls das Wasserschloss Moyland. Sein Erscheinungsbild erinnert an das eines Märchenschlosses, ebenso wie der Schlossgarten, der zu einem Spaziergang durch gepflegte Gärten und alten Eichenbestand einlädt. Für Abwechslung sorgen im Kreis Kleve diverse Museen, der Tiergarten Kleve oder das Irrland in Kevelaer. Eine echte Besonderheit ist das Wunderland, ein Freizeitpark im ehemaligen Kernkraftwerk. Einst gab die Stadt Kalkar dem Kernkraftwerk seinen Namen. Wo einst im „Schnellen Brüter“ Atomenergie gewonnen werden sollte, befindet sich seit 1995 ein Hotel- und Freizeitzentrum. Besucher dürfen sich hier auf 40 Attraktionen freuen, darunter das Kettenkarussell Vertical Swing im Inneren des Kühlturms, das mit einer Höhe von 58 Metern über den Rand des Turmes hinausragt.

Von Gabi Knapp

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