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Kreis Lippe: Polizei zerschlägt Drogenring – mehrere Festnahmen

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90 Kilogramm Marihuana im Wert von ca. 1.000.000 Euro liegen auf einem Tisch. Dahinter ist ein Schild der Polizei.
Die Polizei Bielefeld konnte dank Chatprotokollen einen Drogenring festnehmen (Symbolbild) © Polizei Oberhausen/Imago

Die Polizei Bielefeld schnappte am Mittwoch einen Drogenring in NRW. Dank Auswertungen von verschlüsselten Handys konnten sechs Personen festgenommen werden.

Detmold – Bei Einsätzen gegen die organisierte Kriminalität hat die Polizei Bielefeld am Mittwoch zehn Objekte in den Kreisen Lippe und Hameln-Pyrmont in Niedersachsen durchsucht. Vorausgegangen war die Auswertung verschlüsselter Chats krimineller Banden. Die Beamten waren in Detmold, Oerlinghausen und Aerzen unterwegs. Laut gemeinsamer Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft Detmold wurden dabei sechs Personen festgenommen und Bargeld sowie Drogen sichergestellt.

Kreis Lippe: Festnahme mehrerer Personen – Ermittlungen von Polizei und Europol

Die Ermittlungen nach der Auswertung von sogenannten Encrochat-Daten durch Europol und das Bundeskriminalamt aus dem Jahr 2020 konzentrierten sich auf eine Tätergruppe, die im großen Stil mit Betäubungsmitteln in der Region handelte. Als Köpfe konnten laut Mitteilung ein 29-jähriger und ein 38-jähriger Tatverdächtiger ermittelt werden. Fünf Untersuchungshaftbefehle wurden bei der Aktion am Morgen in Wohnungen vollstreckt. Eine weitere Tatverdächtige wurde vorläufig festgenommen.

Auch in Bonn und Aachen konnten zuletzt Drogenringe zerschlagen werden. In Bonn beschlagnahmten Beamte bei der Durchsuchung rund 1,5 Kilogramm Kokain, 130.000 Euro Bargeld, 15 hochwertige Armbanduhren und elf Fahrzeuge. In Aachen fanden die Beamten unter anderem mehrere Kilogramm Crystal Meth, 60.000 Euro Bargeld sowie Datenträger und Dokumente. Diese sollen nun ausgewertet werden.

Kreis Lippe: Polizei zerschlägt Drogenring – Chatprotokolle haben bei Ermittlungen geholfen

Französische und niederländische Ermittler hatten Chatprotokolle des im Untergrund agierenden Krypto-Handy-Anbieters Encrochat sichergestellt. Allein in Deutschland folgten mehr als 2.250 Ermittlungsverfahren. Die Bande im Kreis Lippe setzte laut Mitteilung den Drogenhandel bis heute fort, obwohl der Handyanbieter seine Kunden aufgefordert hatte, die Smartphones zu vernichten. Ob die Handys weiter benutzt wurden, ist nach Angaben einer Polizeisprecherin noch Teil der laufenden Ermittlungen. (ots/dpa)

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