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Siegen-Wittgenstein: Impfstudie kann nicht im Impfzentrum stattfinden – wegen „diverser Auflagen“

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Ein Hinweisschild im Impfzentrum Siegen
Für die Studie mit Kindern ab 12 soll das Impfzentrum Siegen genutzt werden (Archivbild). © Rene Traut/dpa

Die Impfstudie im Kreis Siegen-Wittgenstein bekam am Dienstag zunächst grünes Licht vom Land. Doch jetzt können die Impfungen nicht mehr im Impfzentrum stattfinden.

Updaten vom 13. Juli, 22:30 Uhr: Erst sollte sie am Dienstag starten, dann wurde die Impfstudie verschoben, bis das Land am Abend dann doch grünes Licht gab. Doch jetzt teilte der Kreis wiederum mit, die Studie könne doch nicht im Impfzentrum in Siegen stattfinden.

Als Hintergrund nannte er einen Erlass des NRW-Gesundheitsministeriums, der am Abend „diverse Auflagen“ gemacht habe. Dazu zählten abgetrennte Bereiche mit „separatem Zugang zum Impfzentrum“ und auch die Absage, „das ärztliche und medizinische Personal der Kassenärztlichen Vereinigung Impfungen im Rahmen der Studie durchführen zu lassen“.

Impfstudie in Siegen: Zukunft des Projekts unklar

„Im Ergebnis müsste eine vollständige örtliche, organisatorische, finanzielle und personelle Trennung zwischen Impfzentrum und der Impfung im Rahmen der Studie erfolgen“, so der Kreis. Wegen der Auflagen könnten die Strukturen des Impfzentrums nun nicht für die Impfung von Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren zur Verfügung gestellt werden.

Was das für die Zukunft des Forschungsvorhabens genau bedeutet, war zunächst allerdings unklar. „Wir werden nun innerhalb der Projektpartner über die weiteren Schritte beraten“, erklärte die am Projekt beteiligte Universität Siegen in der Mitteilung des Kreises. (dpa)

Kreis Siegen-Wittgenstein: Impfstudie kann starten – Kinder ab 12 sollen geimpft werden

Erstmeldung vom 13. Juli, 19:50 Uhr: Siegen/Düsseldorf – Die kurzfristig verschobene Corona-Impfstudie zu jungen Menschen im Kreis Siegen-Wittgenstein kann nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums starten – unter bestimmten Bedingungen. Eine entsprechende Prüfung sei abgeschlossen, teilte das Haus von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Dienstagabend mit. Die Ergebnisse seien dem Kreis in einem Sondererlass mitgeteilt worden. Wann die Studie nun tatsächlich beginnt, war allerdings zunächst noch unklar. Dieser regele, dass die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) zu berücksichtigen seien. Bei einem „individuellem Wunsch und Risikoakzeptanz“ der Kinder und Jugendlichen bezüglich der Impfung habe eine ärztliche Aufklärung durch einen Kinder- oder Jugendarzt zu erfolgen.

Im Kreis Siegen-Wittgenstein sollen wissenschaftlich begleitet rund 30.000 Schüler ab zwölf Jahren und Studierende bevorzugt geimpft werden. Der Start war für Dienstag geplant gewesen. Am Montagnachmittag hatte die Kreisverwaltung ihn aber wieder abgesagt. Man habe den angekündigten Sondererlass des Gesundheitsministeriums bislang nicht in schriftlicher Form erhalten, hieß es.

Impfstudie: Darum war die Zustimmung des Landes nötig

Das Gesundheitsministerium erklärte, es habe erst in der vergangenen Woche erfahren, dass am Dienstag mit der Studie begonnen werden solle. Die notwendigen Informationen zur Prüfung seien erst am Wochenende eingegangen. Grundsätzlich brauche es zur Durchführung von Studien auch keine Zustimmung des Ministeriums. In diesem Fall solle jedoch die Infrastruktur des Impfzentrums des Landes genutzt werden. „Daher ist eine Abstimmung mit dem Land erforderlich.“

Zum Hintergrund: Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren werden nach Angaben des Ministeriums normalerweise nicht in den NRW-Impfzentren geimpft, da das Land der Auffassung sei, dass dies „eine fundierte medizinische Aufklärung und Beratung“ durch den Kinder- oder Hausarzt erfordere. Sie könnten sich an ihre niedergelassenen Ärzte wenden. Bei der Studie sollten nun aber im Impfzentrum 12- bis 15-Jährige eine Impfung erhalten.

Impfstudie bei Kindern: Forscher untersuchen Auswirkung auf Infektionsgeschehen

Die Forschenden der Universität des Saarlands und der Universitätskinderklinik Bochum wollen mit der vergleichenden Untersuchung herausfinden, wie sich die Impfung der jüngeren Altersgruppen auf das Infektionsgeschehen auswirkt. In einer Befragung wollen sie zudem Erkenntnisse über die Impfbereitschaft sammeln. Aus Sicht der beteiligten Mediziner überwiegt der Nutzen einer Corona-Impfung auch in der jüngeren Altersgruppe das Risiko schwerer Nebenwirkungen. Immer mehr Leute sollen geimpft werden – und das am besten schnell und unkompliziert. Köln setzt darum auf Sonderimpfaktionen im gesamten Stadtgebiet. (dpa/lnw)

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