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Drogen in Hasch-Muffins: Die etwas andere Weihnachtsbäckerei bringt sechs Personen ins Krankenhaus 

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Von: Benjamin Stroka

Blaulicht auf einem Polizeifahrzeug.
Die Polizei leitete ein Strafverfahren gegen den „Bäcker“ ein (Symbolfoto). © Hendrik Schmidt/dpa

Sechs Personen aus Langenfeld mussten nach dem Verzehr von Hasch-Muffins mit einer Drogenvergiftung ins Krankenhaus. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Langenfeld – Eine private Weihnachtsbäckerei mit besonderen „Leckereien“ rief in der Nacht zum Montag (14. Dezember 2020) die Polizei sowie Rettungskräfte der Feuerwehr in ein Wohngebiet in Langenfeld (bei Düsseldorf). Dort befanden sich sechs Menschen, die nach dem Verzehr selbstgebackener Haschisch-Muffins an einer Drogenvergiftung litten.

Polizei Langenfeld: „An mehreren Stellen lag Erbrochenes auf dem Boden“

Gegen 1.15 Uhr soll sich ein 36-jähriger Langenfelder telefonisch bei der Rettungsleitstelle gemeldet habe. „Der Mann gab an, er und seine Freunde hätten selbst gebackenen ‚Cannabis-Kuchen‘ gegessen. Nun gehe es ihm und seinen Freunden so schlecht, dass sie ärztliche Behandlung benötigten“, gab die Polizei bekannt.

Sanitäter der Feuerwehr und Polizeibeamte trafen kurze Zeit später an der Wohnung in einem Mehrfamilienhaus an der Goethestraße in Langenfeld ein. Dort trafen sie auf drei Männer und drei Frauen im Alter von 28 bis 64 Jahren. „Einige von ihnen schrien zusammenhangslos herum oder lagen benommen auf einem Sofa. An mehreren Stellen in der Wohnung lag Erbrochenes auf dem Boden“, berichten die Ermittler.

Gegen den „Bäcker“ aus Langenfeld leitete die Polizei ein Strafverfahren ein

Die Personen wurden sofort medizinisch versorgt und in umliegende Krankenhäuser gebracht. Zwei von ihnen konnten das Krankenhaus nach einer ambulanten Behandlung wieder verlassen. Bei den anderen vier Personen stellte sich die Vergiftung durch die Drogen als so stark heraus, dass sie weiterhin im Krankenhaus behandelt werden müssen.

Die Polizei nahm in der Zwischenzeit die Ermittlungen in der besagten Wohnung auf. Ersten Erkenntnissen zufolge habe der 37-jährige Wohnungsinhaber Muffins mit Cannabis gebacken. Bei einem Urintest habe man THC (Tetrahydrocannabinol; Wirkstoff im Cannabis, der hauptverantwortlich für die berauschende Wirkung ist) bei ihm gefunden. Drogen sollen in der Wohnung allerdings nicht sichergestellt worden sein. Gegen den 37-Jährigen wurde nun ein Strafverfahren eingeleitet.

Weihnachten sei zwar die Zeit des Plätzchenbackens, aber bitte nicht so, betonte die Polizei Mettmann auf ihrer Facebookseite. (bs)

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