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Langenfeld: LKW-Fahrer (54) „besonders entspannt“ unterwegs – Polizist riecht sofort Lunte

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Polizisten vor LKW
In Langenfeld hat ein verdächtiger Geruch einen 54-jährigen LKW-Fahrer verraten (Symbolbild). © Sebastian Kahnert/dpa

Ein 54-jähriger LKW-Fahrer aus Siegen ist am Mittwoch von der Polizei angehalten worden – die sofort einen verdächten Geruch aus dem Führerhaus bemerkten.

Langenfeld – Eine entspannte Fahrt wünscht man wohl jedem LKW-Fahrer – ein 54-Jähriger aus Siegen-Wittgenstein interpretierte diese Entspannung jedoch etwas anders als gedacht. Am Mittwochmittag des 1. Dezember 2021, gegen 11:50 Uhr, führten die LKW-Spezialisten vom Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde gezielte LKW-Kontrollen im Bereich der Kreuzung Schneiderstraße/Hardt in Langenfeld (Kreis Mettmann) durch, um dort wieder einmal das Einhalten der vorgeschriebenen Fahrtrichtung für LKW über 3,5 Tonnen zu kontrollieren.

Langenfeld: 54-jähriger LKW-Fahrer angehalten – Besitz von „Joints“ eingeräumt

Dabei mussten sie einen 40-Tonner anhalten und kontrollieren, dessen 54-jähriger Fahrer sich nicht an das Verkehrsverbot gehalten hatte. Hierfür wäre ein Verwarnungsgeld in Höhe von 10,- Euro „fällig“ gewesen. Der einschreitende Beamte hielt daher den Sattelzug an, öffnete die Beifahrertür und kletterte ins Führerhaus zum Fahrzeugführer hinauf. Dort angekommen erweiterte er sofort den ersten Tatvorwurf. Denn im Führerhaus roch es extrem („Zitat des Beamten: „Trotz meiner FFP2-Maske deutlich wahrnehmbar !“) nach Cannabisprodukten.

Cannabis am Steuer – welche Strafen gibt es?

Wer in eine Polizeikontrolle gerät und sich des Fahrens unter Einfluss von Cannabis schuldig macht, wird dafür bestraft. Der erste Verstoß wird mit zwei Punkten in Flensburg, 500 Euro Geldbuße und einem Monat Fahrverbot geahndet. Die zweite Ordnungswidrigkeit schlägt mit ebenfalls zwei Punkten, 1.000 Euro Geldbuße und drei Monaten Fahrverbot zu Buche. Bei der dritten Auffälligkeit sind es zwei Punkte, 1.500 Euro und drei Monate Fahrverbot.

Der Verdacht eines aktuellen Drogenkonsums bestätigte sich dann auch sehr schnell, als der 54-jährige Berufskraftfahrer den erst kurz zuvor stattgefundenen Konsum, wie auch auch den Besitz eines weiteren „Joints“ einräumte. Zusammen mit dem LKW-Fahrer wurde daraufhin die Polizeiwache Langenfeld aufgesucht, um dort zur Beweisführung die ärztliche Entnahme einer Blutprobe anzuordnen und eine solche entnehmen zu lassen.

Langenfeld: 54-jähriger LKW-Fahrer unter Drogeneinfluss – 500 Euro Bußgeld

Den 54-jährigen Kraftfahrer erwartet nun eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige, wegen des Fahrens unter Drogeneinfluss, welche beim ersten Verstoß eine Geldbuße in Höhe von 500,- Euro sowie die anfallenden Verfahrenskosten zur Folge haben wird. Hinzu kommt aber auch noch eine Strafanzeige wegen des Besitz des sichergestellten „Joints“, da der Besitz von solchen Betäubungsmitteln aktuell noch immer strafbar ist. Die aktuelle Weiterfahrt des 54-Jährigen wurde selbstverständlich bis auf weiteres untersagt. Ein angeforderter Ersatz-Fahrer der Spedition musste den 40-Tonnen-Sattelzug übernehmen. (ots) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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