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Langenfeld: Polizei zieht getunten Ford Mustang aus dem Verkehr – Konsequenzen für den Fahrer

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Von: Stefanie Knupp

Die Polizei zog diesen Ford Mustang GT aus dem Straßenverkehr.

Die Polizei holte diesen Ford Mustang GT wegen illegalen Tunings von der Straße © Polizei Mettmann

Die Mettmanner Polizei hat in Langenfeld ein illegal getuntes Auto von der Straße geholt. Den Fahrer des Ford Mustang GTs erwartet nun eine deftige Strafe.

Langenfeld/Mettmann – Die Polizei Mettmann hat am Dienstag (26. Januar) einen auffälligen Ford Mustang GT kontrolliert. Gegen 16:10 Uhr stoppten die Beamten den Fahrer des Mustangs aus dem Rhein-Bergischen-Kreis in Langenfeld auf der Hardt im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle. Immerhin hatte der Fahrer keinen Unfall gebaut. Ganz anders ein Fahrer, der in Langenfeld einen Jungen angefahren hatte und dann eiskalt abhaute.

Schon auf den ersten Blick konnten die Tuning-Spezialisten des Verkehrsdienstes erkennen, dass an dem Ford diverse Umbaumaßnahmen vollzogen worden waren, berichtete die Polizei. So waren an dem auffällig folierten Wagen Frontspoiler, die Motorhaube, ein offener Luftfilterkasten, Heckspoiler, Heckdiffusor und seitliche Anbauteile angebracht beziehungsweise technisch verändert worden. Außerdem waren die Blinker und Rückleuchten extrem verdunkelt worden.

Mettmann: Ford Mustang ist umgebauter Unfallwagen aus den USA

Das Problem: Keine dieser Umbaumaßnahmen war ordnungsgemäß von einem Sachverständigen beim TÜV überprüft und anschließend in die Fahrzeugpapiere des Mustangs eingetragen worden. Lediglich Dokumente zur umgebauten Gasanlage konnte der Fahrzeugführer vorweisen.

Es stellte sich außerdem heraus, dass es sich bei dem Mustang um einen umgebauten Unfallwagen aus den USA handelt. Solche Fahrzeuge dürfen zwar mit einer Ausnahmegenehmigung geführt werden, diese erlischt aber, wenn Veränderungen an dem Auto vorgenommen werden. Und das waren im Fall des in Langenfeld kontrollierten Wagens so einige.

Mettmann: Tuning grundsätzlich erlaubt, aber es gibt Regeln

Auf den Fahrer des getunten Ford Mustang GT kommt jetzt einiges zu. Ihn erwarten ein Bußgeld und ein Punkt in Flensburg. Nach der Polizeikontrolle musste der Mann zusammen mit den Beamten noch eine örtliche Prüfstelle aufsuchen. Anschließend wurde dem Fahrer die Weiterfahrt erst nach Beseitigung der festgestellten Mängel gestattet. Die Polizei hält insgesamt fest: „Tuning ist erlaubt – wenn man sich an gewisse Spielregeln hält.“ Fahrzeuge müssten so gebaut und ausgerüstet sein, dass bei der Teilnahme am Straßenverkehr keine erhöhte Betriebsgefahr bestehe und das Insassen optimal vor Unfällen geschützt seien. (sk/ots)

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