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Bauauftrag für Leverkusener Rheinbrücke nach Fax-Fiasko neu vergeben – Weiterbau soll schon bald beginnen

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Von: Oliver Schmitz

Neubau der Autobahnbrücke bei Leverkusen über den Rhein.
Der Weiterbau der Rheinbrücke bei Leverkusen steht seit April 2020 still. © imago images/biky

Der Bauauftrag für die Leverkusener Rheinbrücke wurde neu vergeben. Unter anderem durch ein fehlgeleitetes Fax hatte sich der Weiterbau zuvor verzögert.

Update vom 28. Januar, 14 Uhr: Die Autobahn GmbH des Bundes hat den Auftrag zum Neubau der Leverkusener Rheinbrücke an eine Bietergemeinschaft um die Unternehmen SEH Engineering, Hochtief und Max Bögl vergeben. Der Auftrag habe einen Wert von 216 Millionen Euro, teilte die Autobahn GmbH am Donnerstag mit. Die Unternehmen würden umgehend mit den Vorbereitungen beginnen, um im Frühjahr 2021 den Neubau fortsetzen zu können. Es sei weiterhin das Ziel, die erste der geplanten zwei neuen Brücken Ende 2023 fertigzustellen. Dafür enthalte der Bauvertrag unter anderem Bonusregelungen, die eine vorzeitige Fertigstellung ermöglichten.

Die Brückenbaustelle steht seit April 2020 still. Damals hatte der Landesbetrieb Straßen.NRW dem österreichischen Baukonzern Porr gekündigt. Der Grund dafür waren laut Straßen.NRW mangelhafte Stahlbauteile, die in China hergestellt worden waren. Porr wies die Vorwürfe zurück. Mittlerweile hat die Autobahn GmbH die Aufgaben von Straßen.NRW übernommen. (os mit dpa)

Leverkusener Rheinbrücke: Weiterbau verzögert sich – ein verirrtes Fax trägt Mitschuld

Erstmeldung vom 21. Januar 2021:

Leverkusen/Köln – Es klingt wie ein schlechter Scherz: Der Weiterbau der Leverkusener Rheinbrücke hat sich unter anderem aufgrund eines fehlgeleiteten Fax verzögert. Das bestätigte am Donnerstag eine Sprecherin der Bezirksregierung Köln.

Leverkusener Rheinbrücke: Wichtiges Fax geht an falsche Nummer – Bauverzögerung wegen Neuvergabe

Die zur Bezirksregierung gehörende Vergabekammer Rheinland hatte bei der Auftragsvergabe für den Weiterbau der Brücke noch Prüfungsbedarf und wollte in diesem Zusammenhang ein Fax an den Landesbetrieb Straßen.NRW versenden. Die Faxnummer sei aber anders als vorgeschrieben nicht auf der ersten Seite angegeben gewesen und deshalb übersehen worden, sagte die Sprecherin. Dadurch sei das Fax an eine falsche Nummer verschickt worden.

Weil das Fax somit die richtige Stelle nicht erreichte, vergab Straßen.NRW den Bauauftrag an den Stahlbauer SEH Engineering aus Hannover, musste dies jedoch bald darauf widerrufen. Bekannt geworden war bereits, dass sich das komplizierte Ausschreibungsverfahren für das Bauwerk noch weiter in die Länge zieht. SEH Engineering und der zweite Bewerber, ein Zusammenschluss von sechs mittelständischen deutschen Bauunternehmen, müssen nun noch einmal neue Preisangebote vorlegen.

Leverkusener Rheinbrücke: Baustelle steht seit April 2020 still

Die Brückenbaustelle steht seit April 2020 still. Damals hatte der Landesbetrieb Straßen.NRW dem österreichischen Baukonzern Porr gekündigt. Der Grund dafür waren laut Straßen.NRW mangelhafte Stahlbauteile, die in China hergestellt worden waren. Porr wies die jedoch Vorwürfe zurück.

Die Autobahnbrücke bei Leverkusen ist Teil des stauanfälligen Kölner Autobahnrings. Die derzeitige Brücke ist derart marode, dass Lastwagen sie schon seit Jahren nicht mehr befahren dürfen und große Umwege in Kauf nehmen müssen. Dabei handelt es sich aber nicht um einen Einzelfall. Die Wirtschaft im Rheinland kritisierte am Mittwoch den Zustand der Rheinbrücken. (os mit dpa)

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