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Leverkusen: Erneute Explosion im Chempark – übler Geruch über der Stadt

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Die Feuerwehr ist nach einer Explosion im Chempark Leverkusen im Einsatz - vorn die Feuerwehr Leverkusen, der Wasserschleier im Hintergrund entstand bei den Löscharbeiten der Werksfeuerwehr. Verletzt wurde bei der Explosion niemand, wie ein Sprecher der Feuerwehrleitstelle sagte.
Im Chempark Leverkusen ist es zuletzt häufiger zu Epxlosionen gekommen. © Uwe Miserius/dpa

Zweiter Vorfall in kurzer Zeit: Im Chempark in Leverkusen ist es am Mittwochabend schon wieder zu einer Explosion gekommen. Die Gefahr hielt sich diesmal in Grenzen.

Leverkusen – Und plötzlich machte er wieder Knall: Am Mittwochabend (9. Februar) hat es im Chempark in Leverkusen hat es am Mittwochabend mal wieder eine Explosion gegeben. Diesmal wurde aber niemand verletzt, wie ein Sprecher der Feuerwehrleitstelle sagte. Auch die Nina-Warn-App hatte ausgelöst.

Chempark Leverkusen
Adresse:Kaiser-Wilhelm-Allee 101-103, 51373 Leverkusen

Explosion in Leverkusen: Alte Rohre im Chempark schuld – keine Verletzten und keine Gefahr

Mehrere Anwohner hatten den Vorfall per Notruf gemeldet. Zuvor sollen sie laut Feuerwehr einen Knall gehört haben. Zudem sei weißer Rauch und eine Geruchsbelästigung entstanden. Vor letzterem wurde kurzzeitig auch in der näheren Umgebung gewarn worden.

Die Werksfeuerwehr hatte vor Ort dann festgestellt, dass es an einer Rohrbrücke – also an weit über der Erde hängenden Rohren – zu einer kleinen Explosion gekommen sei. Es sei kurzzeitig ein Produkt ausgetreten, unklar war jedoch welches – die betroffenen Rohre seien seit Jahren nicht mehr benutzt worden. Der Austritt habe von selbst aufgehört. Außerhalb des Werkes habe zu keiner Zeit Gefahr bestanden. Auch auf dem Werksgelände gab es keine Verletzten.

Chempark Leverkusen

Der Chempark ist einer größten industriellen Chemieparks in ganz Europa. Neben dem Standort in Leverkusen gehören noch Fabriken und Gebäude in den nahegelegenen Dormagen sowie Krefeld-Uerdingen zu dem Komplex. Ende 2016 waren im Chempark insgesamt rund 48.000 Personen bei den ca. 70 dort angesiedelten Unternehmen angestellt.

Insgesamt findet rund ein Drittel der gesamten Chemieproduktion von Nordrhein-Westfalen hier statt. Betreibergesellschaft ist das Chemie-Unternehmen Currenta, welches bis Ende 2019 größtenteils zur Bayer AG gehörte. Auf dem Gelände der Müllentsporgungsanlage werden nach Angaben der Betreiberfirma unter anderem Sondermüll und giftige Stoffe entsorgt.

Erst Ende Januar waren bei einer Verpuffung in einem Gebäude des Chemparks vier Personen verletzt worden. Bei dem Vorfall waren nach Angaben des Unternehmens Nitrosegase freigesetzt worden, dabei sei eine gelbe Wolke zu sehen gewesen. (os mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln und NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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