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Explosion in Leverkusen: Chempark zeigt die ersten Fotos der Katastrophe

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Von: Oliver Schmitz

Die Schadensstelle nach der Explosion in der Entsorgungsanlage Chempark Leverkusen.
Die Explosion hat für verheerende Schäden in der Entsorgungsanlage im Chempark Leverkusen gesorgt. © Chempark

Es sind die ersten Bilder nach der gewaltigen Explosion in Leverkusen: Sie zeigen das Ausmaß der Katastrophe im Chempark. Vom Tanklager ist nicht mehr viel übrig.

Leverkusen – Am Dienstagmorgen bebte in Leverkusen die Erde: Im Chempark war es zu einer großen Explosion im Entsorgungsanlager Bürrig gekommen. Ein Tanklager geriet in Brand. Einen Tag später veröffentlicht der Betreiber des Chemie-Parks die ersten Fotos, die das Ausmaß der Zerstörung zeigen.

Explosion im Chempark Leverkusen – Fotos zeigen Ausmaß der Katastrophe

Die Feuerwehr ist nach der Explosion im Tanklager im Chempark Leverkusen im Einsatz.
Die Feuerwehr ist auch am Mittwoch noch mit Nachlöscharbeiten am Chempark Leverkusen beschäftigt. © Chempark

Schaut man sich die Bilder an, wird schnell klar, dass von dem einstigen Tanklager nicht mehr viel übrig geblieben ist. Im direkten Umkreis wurde alles zerstört. Die Feuerwehr ist auch am Mittwoch noch mit Nachlöscharbeiten beschäftigt. Das liegt unter anderem daran, dass in den Tank sogenannte „organische Lösungsmittel“ gelagert waren, die auch mit gefährlichen Chemikalien vergleichbar sind. Genau diese brennen nun immer wieder nach, weshalb der Einsatz länger andauert.

Die Feuerwehr Leverkusen hatte am Mittwochmorgen angekündigt, dass die Löschungen noch etwas andauern werden: „Es ist die ganze Nacht gesucht worden und nachgelöscht worden und das wird heute im Laufe des Tages fortgesetzt“, sagte der Leiter Hermann Greven. Immerhin gehe nun keine Gefahr mehr von der Einsatzstelle aus.

Explosion im Chempark Leverkusen: Zwei Menschen verstorben, fünf weitere vermisst

Nach der Explosion hatte es bisher zwei Todefälle gegeben. 31 weitere Menschen wurden verletzt und fünf Personen werden noch vermisst. Jedoch sind die Überlebens-Chancen der Vermissten laut Lars Friedrich eher gering. Komplette Gewissheit wird man aber wohl nicht so bald haben, denn die Suche gestaltet sich aufgrund der weiteren Arbeiten schwierig. Wegen des Löschschaums sei der Unfall-Bereich sehr unübersichtlich, erklärte ein Sprecher des Chempark-Betreibers Currenta. Auch die Feuerwehr bestätigte am Mittwochmorgen, dass die Suche nicht zeitnah abgeschlossen werden wird: „Bis da endgültig Klarheit herrscht, wird es noch dauern“. (os)

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