1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

Explosion in Leverkusen: Letzter Vermisster tot geborgen – „nochmal ein trauriger Tag für uns alle“

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Nina Büchs, Oliver Schmitz

Nach der Explosion im Leverkusener Chempark sind am Gebäude Schäden zu erkennen.
Nach der Explosion im Chempark Leverkusen hat die Polizei aus Köln die Ermittlungen aufgenommen. © David Young/dpa

Im Chempark in Leverkusen ist es am 27. Juli zu einer Explosion gekommen. Inzwischen wurden alle zuvor vermissten Personen tot geborgen.

Update, 13. August, 14:35 Uhr: Kurz nach der Bekanntgabe durch die Polizei hat sich auch Chempark-Betreiber Currenta zu dem Fund des letzten Vermissten zu Wort gemeldet. „Dies ist noch einmal ein trauriger Tag für uns alle. Denn er bringt die Gewissheit mit sich, dass sieben Menschen bei diesem Unglück ihr Leben verloren haben. Wir sind in Gedanken bei den Familien und Freunden, die jetzt von geliebten Menschen Abschied nehmen müssen. Bedanken möchte ich mich bei allen Einsatz- und Bergungskräften, die weiterhin unermüdlich noch immer die Unfallstelle sichern. Ihr umsichtiges Handeln war auch bei der Bergung von entscheidender Bedeutung“, sagte Geschäftsführer Frank Hyldmar.

Update, 13. August, 13:17 Uhr: Nun ist es traurige Gewissheit: Auch der letzte vermisste Chempark-Mitarbeiter ist bei der Explosion in der Müllverbrennungsanlage in Leverkusen ums Leben gekommen. Die Polizei und Feuerwehr haben einen 50-jährigen Mann tot geborgen, wie ein Polizeisprecher am Freitag bekannt gab. Er konnte auch bereits identifiziert werden. Damit ist die Suche nach den Vermissten mit einem schlimmen Ergebnis abgeschlossen worden: Alle sieben nach der Explosion vermissten Personen kamen ums Leben. Die Aufräumarbeiten und Spurensicherung der Brandermittler am Explosionsort gehen aber weiter.

Explosion in Leverkusen: Details zu Tankflüssigkeiten bekannt – Umweltamt gibt Entwarnung

Update, 11. August, 14:00 Uhr: Chemwerk-Betreiber Currenta hat weitere Details zu den Flüssigkeiten bekannt gegeben, die sich bei der Explosion in den Tanks befanden. In einem Behälter waren demnach „schwefel- und phosphorhaltige Reststoffe“, die offenbar bei der Produktion von Pflanzenschutzmitteln entstehen. In allen anderen Tanks waren „lösemittelhaltige Produktionsrückstände, die unterschiedliche Konzentrationen von Halogenen, Alkaloiden und Schwefel enthielten“, erklärte das Unternehmen.

Update, 5. August, 17:10 Uhr: Das Landesumweltamt(Lanuv) und die Betreiberfirma Currenta haben Entwarnung im Hinblick auf mögliche Schadstoffe nach der Explosion gegeben. Bei offiziellen Analysen wurden keine Schadstoffe gefunden, teilten Lanuv und Currenta mit. Es seien Proben von Pflanzen und dem Boden genommen worden. Dabei seien keine „bedenklichen Rückstände von Chemikalien aus der Landwirtschaft“ entdeckt worden. Auch Analysen zu anderen chemischen Rückständen fielen negativ aus. Das Lanuv empfiehlt daher, die bislang noch bestehenden Vorsichtsmaßnahmen, zum Beispiel kein Obst oder Gemüse aus dem Garten zu essen, weitgehend aufzuheben.

Update, 5. August, 17:05 Uhr: „Der Explosionsort im engeren Sinne ist immer noch nicht begehbar“, erklärte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Köln mit Verweis auf schwer einzuschätzende Gefahren. Es gebe aber ein Bergungskonzept. Außerdem sei ein Sachverständigen-Team mit Spezialisten für Brände und Explosionen eingesetzt worden. Ein Mensch gilt weiterhin als vermisst.

Die Aufräumarbeiten gehen laut dem Chempark-Betreiber Currenta weiter. Es gebe noch massive Trümmerteile, die zum Teil ineinander verkeilt lägen, schilderte ein Sprecher. Die Einsatzkräfte würden unter anderem auch mögliche Chemikalienrückstände abpumpen. Die Einsatzkräfte würden ärztlich überwacht. Das geschehe mit Hilfe kleiner Geräte an der Kleidung. Daneben fänden Untersuchungen statt, zu denen Urinproben gehörten. Die Ergebnisse in dem Prüfprogramm zum Gesundheitsschutz der Einsatzkräfte seien bisher unauffällig. (dpa)

Explosion in Leverkusen: Sechstes Todesopfer gefunden

Update, 4. August, 20 Uhr:  Gut eine Woche nach der Explosion in Leverkusen sollen die Resultate der Schadstoffprüfung bekannt gemacht werden. „Die Ergebnisse erwarten wir für Donnerstag“, sagte Nordrhein-Westfalens Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) der Rheinischen Post. Das Ergebnis soll den Anwohnern Klarheit bringen, ob giftige Stoffe freigesetzt wurden. (dpa)

Update, 3. August, 18:05 Uhr: Eine Woche nach der Explosion im Chempark Leverkusen ist ein weiterer Toter gefunden worden. Das Opfer sei identifiziert worden, bestätigte am Dienstag eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Köln. Durch die gewaltige Detonation kamen damit mindestens sechs Menschen ums Leben – nach Angaben der Kölner Polizei gilt ein Mensch noch als vermisst. (dpa)

Explosion in Leverkusen: Abfälle kamen aus Chemie-Produktion für Landwirtschaft

Update, 31. Juli, 16:30 Uhr: Nach wie vor ist unklar, ob durch die Explosion unverbrannte, gesundheitsgefährdende Stoffe freigesetzt wurden, die sich in der Umgebung verteilt haben könnten. Die Bezirksregierung Köln teilt am Samstag mit, dass deshalb weitere Untersuchungen des Umweltamtes und von Currenta durchgeführt werden. Diese würden „auch Proben aus der Umgebung einschließen“.

Bei den Abfällen aus dem explodierten Tank handelte es sich einer Pressemitteilung zufolge um „flüssige Reststoffe aus der Produktion von Chemikalien für die Landwirtschaft.“ Deren Hauptbestandstandteil seien phosphor- und schwefelhaltige Chemikalien. Der genaue Inhalt der Tanks in der Sondermüllverbrennungsanlage war zuvor nicht öffentlich bekannt gewesen. Bei einer Pressekonferenz am Freitag hatte der Betreiber Currenta darauf verwiesen, es handle sich um einen Gegenstand in einem Ermittlungsverfahren. Das Unternehmen selbst wisse natürlich, was sich in den Tanks befunden habe. „Bis weitere Erkenntnisse vorliegen bestehen weiterhin die vorsorglichen Empfehlungen, auf den Verzehr von Obst und Gemüse zu verzichten, verunreinigte Flächen nicht anzufassen und auch nicht selber zu reinigen.“ (sk mit dpa)

Explosion in Leverkusen: Hoffnung, Vermisste lebend zu finden ist gering

Update, 31. Juli, 14:05 Uhr: NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser hat die Unglücksstelle in Leverkusen besucht und sich bei der Feuerwehr bedankt. Heinen-Esser fordert Aufklärung und Aufarbeitung des Unglücks.

Update, 30. Juli, 06:40 Uhr: Auch drei Tage nach der Explosion in Chempark Leverkusen sind zwei Menschen weiter vermisst. „Die Suche geht heute weiter“, sagte ein Polizeisprecher am Freitagmorgen. Jedoch ist die Hoffnung, die letzten Vermissten doch noch lebend zu finden, äußerst gering. Bisher starben insgesamt fünf Menschen durch das Unglück in einer Müllverbrennungsanlage. Viele Anwohner warten zudem weiter gespannt auf das Ergebnis der Analyse, welche Stoffe in der Rauchwolke vorhanden waren. (os mit dpa)

Explosion in Leverkusen: Drei weitere Vermisste tot in Trümmern gefunden

Update, 29. Juli, 15:55 Uhr: Drei der zuvor fünf vermissten Chempark-Mitarbeiter sind am Donnerstag tot aufgefunden worden. Die Leichname wurden am Donnerstag von der Feuerwehr und Polizei aus den Trümmern der Unfallstelle geborgen, wie ein Polizeisprecher am Nachmittag erklärte. Das Alter der Toten wird bis zur finalen Identifizierung nicht bekannt gegeben. (os)

Explosion in Leverkusen: Polizei ermittelt wegen Ursache und rechnet mit „Puzzlearbeit“

Update, 29. Juli, 10:13 Uhr: Ermittler der Polizei Köln begutachten am Donnerstag den Brandort, den nun begehbar sei. Voraussichtlich würden die Beamten den ganzen Tag vor Ort sein. Ein Polizeisprecher aus Köln sagte, es sei unwahrscheinlich, dass die Ursache für die schwere Explosion sofort herausgefunden werde. Er rechne mit einer „Puzzlearbeit“. Die Polizei ist mit zwei Teams vor Ort. Eines dokumentiere die Entwicklungen vor Ort und solle eventuell gemeinsam mit der Feuerwehr Leichen bergen.

Auch Sachverständige des Unternehmens Currenta und des Landeskriminalamts sowie Vertreter von Umweltbehörden sind mit vor Ort. Auch Drohnen werden von der Polizei für die Ermittlungen eingesetzt. Ob alle Bereiche bereits begangen werden können, ist hingegen noch unklar. Laut der Polizei bestehe in einigen Teilen noch Einsturzgefahr, andere seien kontaminiert. (bs mit dpa)

Explosion in Leverkusen: Vermisstensuche läuft trotz Aufräumarbeiten weiter

Update, 29. Juli, 08:35 Uhr: Ein Sprecher der Betreiberfirma Currenta betonte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstagmorgen, dass die Vermisstensuche auch im Zuge der Aufräum- und Bergungsarbeiten weiterlaufe. Zuvor hatten einige Medien berichtet, dass die Suche nach den Überlebenden eingestellt wurde.

Update, 29. Juli, 07:54 Uhr: Die Betreiberfirma Currenta und die Einsatzkräfte vor Ort konzentrieren sich nun auf die Aufräum- und Bergungsarbeiten nach der schweren Explosion im Chempark Leverkusen. Das gab das Unternehmen bekannt. Weiterhin werden fünf Menschen vermisst, für die laut Currenta keine Hoffnung mehr bestehe. „Wir müssen davon ausgehen, dass wir die fünf Vermissten nicht mehr lebend finden“, sagte Frank Hyldmar, CEO von Currenta, am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Leverkusen.

Explosion in Leverkusen: Polizei Köln hat Ermittlungen aufgenommen

Update, 28. Juli, 17:10 Uhr: Die Polizei Köln hat die Ermittlungen nach der schweren Explosion im Chempark Leverkusen übernommen. Wie ein Polizeisprecher am Mittwochnachmittag mitteilte, ermittelt eine Gruppe innerhalb der Polizei nun wegen „fahrlässigen Herbeiführens eine Sprengstoffexplosion und fahrlässiger Tötung“. Zunächst wird gegen Unbekannt ermittelt. Die Staatsanwaltschaft habe zudem eine Obduktion der beiden bislang durch die Explosion verstorbenen Mitarbeiter angeordnet. Die Unfallursache ist weiterhin unklar.

Explosion in Leverkusen: Rauchwolke enthielt Dioxin – und trug es in Wohngebiete

Update, 28. Juli, 15:35 Uhr: Nach der Explosion im Chempark Leverkusen geht das LANUV davon aus, dass „Dioxin,- PCB- und Furanverbindungen“ von der Rauchwolke in umliegende Wohngebiete getragen wurden. Derzeit werde noch untersucht, in welcher Konzentration dies tatsächlich geschehen sei. Die betroffenen Tanks haben unter anderem auch chlorierte Lösungsmittel gelagert, so ein Sprecher des LANUV am Mittwoch.

Die Frage nach der Konzentration ist entscheidend. „Dioxin,- PCB- und Furanverbindungen werden durchaus in Zusammenhang gebracht mit Missbildungen bei Neugeborenen von Tieren, weniger beim Menschen, als Umweltöstrogene oder auch Krebs erregende Substanzen beim Menschen“, sagte Daniel Dietrich, Leiter der Arbeitsgruppe Human- und Umwelttoxikologie an der Universität Konstanz. „Aber – und das ist das große Aber – nur in hohen Konzentrationen. Und die liegen nicht vor, wenn das entsprechende Gebiet im Laufe der Zeit gereinigt und dekontaminiert wird.“

Leverkusen: Bürger sollen weiterhin wegen niedergegangenen Rußpartikeln vorsichtig sein

Update, 28. Juli, 14:50 Uhr: Bürger sollen auch am Tag nach der Explosion weiter wegen niedergegangenen Rußpartikeln vorsichtig sein, so die Stadt Leverkusen. Die Empfehlung vom Vortag, in Bürrig zum Beispiel kein Obst oder Gemüse aus dem Garten zu verzehren, gelte nach wie vor, so eine Sprecherin. Noch gebe es keine genauen Analyseergebnisse des Landesumweltamtes (LANUV) zu den beobachteten Stoffen. Erst am Donnerstag könnten Ergebnisse vorliegen. Spielplätze nahe dem Explosionsort in den Stadtteilen Bürrig und Opladen bleiben deshalb weiterhin gesperrt. Fenster können jedoch wieder geöffnet werden.

Chempark Leverkusen: „Keine Hoffnung mehr“ für fünf Vermisste

Update, 28. Juli, 14:13 Uhr: Für die fünf Vermissten nach der Explosion im Chempark Leverkusen besteht nach Aussagen der Betreiberfirma Currenta „keine Hoffnung mehr“. Das sagte Frank Hyldmar, CEO der Currenta, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Leverkusen. „Wir müssen davon ausgehen, dass wir die fünf Vermissten nicht mehr lebend finden“, sagte Hyldmar. Bei den Vermissten handle es sich um vier Currenta-Mitarbeiter und einen weiteren Mitarbeiter aus einer externen Firma. „Es ist noch nicht bestätigt, aber wir möchten unser Beileid den Angehörigen aussprechen. Unsere Gedanken sind bei den Familien und Angehörigen“, so Hyldmar weiter.

Explosion im Chempark Leverkusen: „Bis Klarheit herrscht, wird es noch dauern“

Update, 28. Juli, 10:18 Uhr: Nach der schweren Explosion im Chempark Leverkusen mit zwei Toten werden noch fünf Menschen vermisst. Und die Suche nach den Vermissten kann noch länger dauern. „Es ist die ganze Nacht gesucht worden und nachgelöscht worden und das wird heute im Laufe des Tages fortgesetzt. Bis da endgültig Klarheit herrscht, wird es noch dauern“, sagte Hermann Greven, Leiter der Feuerwehr in Leverkusen am Mittwochmorgen bei WDR2. Aktuell gehe von der Einsatzstelle aber keine Gefahr mehr aus.

Explosion im Chempark Leverkusen: Immer noch fünf Menschen vermisst

Update 28. Juli, 06:11 Uhr: Auch am Mittwochmorgen wird nach der Explosion im Chempark Leverkusen weiter nach Vermissten gesucht. Nach aktuellem Stand werden noch fünf Menschen vermisst, wie ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am frühen Mittwochmorgen mitteilte. Auch die Nachlöscharbeiten dauern weiter an. „Da gibt es keine neue Entwicklung“, erklärte der Sprecher. Es seien immer noch Feuerwehrleute vor Ort.

Bei dem Unglück am Vortag waren nach Angaben von Chempark-Leiter Lars Friedrich vom Dienstagabend mindestens zwei Menschen gestorben. Die Zahl der Verletzten betrug demnach 31. Davon schwebte ein Mensch den Angaben zufolge in Lebensgefahr. Neuere Angaben zu den Verletzten lagen am Mittwochmorgen zunächst nicht vor.

Explosion im Chempark Leverkusen: Zweites Todesopfer gefunden – „Hoffnung schwindet“

Update, 19:35 Uhr: Nach der Explosion im Chempark Leverkusen wurde ein zweites Todesopfer gefunden. Das teilte der Betreiber Currenta am Dienstagabend mit. „Meine Gedanken sind bei den Verletzten und Angehörigen. Die Suche nach den Vermissten läuft weiter auf Hochdruck. Leider schwindet die Hoffnung, sie lebend zu finden zusehends”, erklärte Chempark-Leiter Lars Friedrich.

Explosion im Chempark Leverkusen: Entwarnung für Bürrig

Update, 19:17 Uhr: Inzwischen hat die Stadt Leverkusen auch für den besonders betroffenen Stadtteil Bürrig Entwarnung gegeben. „Im gesamten Stadtgebiet wurden von der Feuerwehr Leverkusen und dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) Luftmessungen vorgenommen“, erklärt die Stadt auf Facebook. Diese Messungen seien unauffällig geblieben. „Das heißt, auch für den Stadtteil Bürrig gilt jetzt die Entwarnung: Fenster und Türen können wieder geöffnet werden.“

Explosion im Chempark Leverkusen: Zweiter Tank drohte zu explodieren

Update, 18:55 Uhr: Nach Angaben von NRW-Innenminister Herbert Reul drohte im Chempark Leverkusen sogar noch ein zweiter Tank zu explodieren. Wie Reul am Dienstag bei einem Termin in Kreuzau in der Eifel sagte, hätte der zweite Tank 100.000 Liter hochentzündliche, giftige Abfallstoffe enthalten. Die Feuerwehr konnte die Gefahr aber bannen. Laut Reul seien rund 300 Feuerwehrleute im Einsatz gewesen.

Explosion im Chempark Leverkusen: Laschet dankt Helfern

Update, 18:25 Uhr: Der Chempark Leverkusen hat sein Logo nach der schweren Explosion mit einem Toten und vielen Verletzten am Dienstagnachmittag zur Trauer schwarz gefärbt. „Heute ist ein schwarzer Tag für den Chempark und für Currenta. Wir alle sind in tiefer Trauer und in Gedanken bei den Angehörigen“, heißt es auf der Facebook-Seite.

In der Zwischenzeit hat sich auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet zu Wort gemeldet. „Mein Mitgefühl gilt den Familien und allen Kolleginnen und Kollegen. Mein Dank gilt den Rettungskräften, die durch ihren mutigen Einsatz Schlimmeres verhindert haben und in diesen Minuten weiter unter Hochdruck nach den Vermissten suchen“, teilte die Staatskanzlei am Nachmittag mit.

Explosion im Chempark Leverkusen: „Immense Detonation“ – ein Mensch stirbt

Update, 17:05 Uhr: „Die Sirenen in Leverkusen geben Entwarnung zum Ereignis. Eine Minute Dauerton“, teilte der Chempark inzwischen auf Facebook mit.

Leverkusen: Ermittlungen zur Ursache der Explosion wurden noch nicht aufgenommen

Update, 16:55 Uhr: Wie die Polizei Köln mitteilt, dauern die Arbeiten im Gefahrenbereich noch an. Erst wenn diese abgeschlossen sind, werden die Brandspezialisten der Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Ursache der Explosion aufnehmen.

Update, 16:30 Uhr: „Im Stadtteil Bürrig sollen bis auf Weiteres zur Vorsicht weiterhin Fenster und Türen geschlossen bleiben.
Entwarnung: Für das übrige Stadtgebiet wird diese Warnung aufgehoben“, so die Stadt Leverkusen auf Facebook.

Explosion und Brand in Leverkusen: 31 Mitarbeiter verletzt, vier gelten noch als vermisst

Update, 16:22 Uhr: Die Polizei Köln hat neue Angaben zu den Verletzten und Vermissten gemacht. „Stand 16 Uhr werden 31 verletzte Mitarbeiter medizinisch versorgt, fünf von ihnen erlitten schwere Verletzungen und werden intensivmedizinisch versorgt. Vier weitere gelten aktuell als vermisst. Bislang wurde ein Mensch tot geborgen.“

Explosion in Leverkusen: Das müssen Anwohner nun wissen

Update, 16:08 Uhr: Nahrungsmittel aus dem Garten sollten vorsorglich wegen der Explosion im Chempark nicht verzehrt werden, teilte die Stadt Leverkusen auf Twitter mit. Zudem sollten bei Arbeiten im Garten ebenfalls vorsorglich Handschuhe getragen werden.

Leverkusen: Sperrung der Autobahnen sind aufgehoben

Update, 16:02 Uhr: Die Sperrung der Autobahnen wurde zwischenzeitlich wieder aufgehoben, gab die Stadt Leverkusen auf Facebook bekannt. Zudem schließt dort das Impfzentrum im Erholungshaus wegen des Unglücks kurzfristig für den heutigen Tag. „Impfwillige, die heute einen Termin gehabt hätten, können in den nächsten Tagen ohne Termin von 8 Uhr bis 20 Uhr die Impfung nachholen“, so die Stadt Leverkusen.

Mitarbeiter stirbt bei Explosion in Leverkusen: Chempark-Leiter spricht von „tragischem Moment“

Update, 14:14 Uhr: Es sei ein tragischer Moment für den Standort, sagte Chempark-Leiter Lars Friedrich bei einer Pressekonferenz nach der schweren Explosion in Leverkusen. „Ich habe die Hoffnung, dass die Vermissten noch lebend gefunden werden.“ Eine „immense Detonation sei im gesamten Stadtgebiet“ zu spüren gewesen.

Leverkusen: Mitarbeiter konnte nur noch tot geborgen werden

Update, 13:45 Uhr: Ein vermisster Mitarbeiter konnte von den Rettungskräften nur noch tot geborgen werden. „Wir sind tief betroffen über diesen tragischen Unfall und den Tod eines Mitarbeiters“, sagt Chemiepark-Leiter Lars Friedrich. Vier weitere Mitarbeiter gelten aktuell noch als vermisst.

Detonation in Leverkusen: Brand in Tanklager gelöscht

Update, 13:05 Uhr: „Der Brand nach der Explosion im Tanklager im Entsorgungszentrum Bürrig ist gelöscht. Die Rettungskräfte suchen weiter mit Hochdruck nach Vermissten“, teilte die Stadt Leverkusen mit. Fünf Mitarbeiter sind seit der Explosion weiterhin vermisst.

Explosion in Leverkusen: Ursache ist bislang noch nicht klar, Löscharbeiten haben begonnen

Leverkusen – Im Chempark Leverkusen ist es am Dienstagmorgen gegen 09:40 Uhr zu einer Explosion mit anschließendem Brand im Tanklager des Entsorgungszentrums Bürrig gekommen, teilte der Betreiber Currenta mit. In dem Tanklaster befanden sich Lösungsmittel, ergänzt die Stadt Leverkusen. Die Ursache für die Explosion im früheren Bayerwerk ist bislang noch unbekannt. In Leverkusen waren um 12:15 Uhr erneut Sirenen zu hören, berichtet eine Anwohnerin. Inzwischen haben auch die Löscharbeiten begonnen.

Explosion in Leverkusen: 16 Verletzte konnten geborgen werden – fünf Personen sind noch vermisst

Die Stadt Leverkusen teilte unterdessen mit, dass bislang vier Schwerverletzte und zwölf Verletzte geborgen wurden. Fünf Personen werden noch vermisst.

Für Betroffene wurde nun eine Hotline eingerichtet, die unter der Nummer 0214-2605 99333 zu erreichen ist. Die Stadt Leverkusen hat zudem nun einen Krisenstab eingerichtet.

Explosion in Leverkusen: Diese Stadtteile sind besonders betroffen

Wie die Stadt auf Facebook mitteilt, sind insbesondere die Stadtteile Bürrig, Rheindorf und Opladen betroffen. Die Anwohner wurden aufgefordert, sich in geschlossene Räume zu begeben und Fenster sowie Türen geschlossen zu halten.

Leverkusen: Explosion im Chempark als „extreme Gefahr“ eingestuft

Die Rauchwolke zieht offenbar Richtung Opladen, Lützenkirchen und Rheindorf. Der Bereich solle großräumig umfahren werden, empfiehlt die Polizei. Zudem wurde die Gefahrenwarnung nun auch auf das Stadtgebiet Solingen im Bereich Aufderhöhe und Ohligs erweitert.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe ordnete das Ereignis in die Warnstufe „Extreme Gefahr“ ein. Auch die Katwarn-App löste aus, zudem waren Sirenen zu hören.

Die Explosion ereignete sich im Stadtteil Wiesdorf. Im Süden liegt der Chempark. Westlich grenzt Wiesdorf an den Rhein.

Chempark Leverkusen

Der Chempark ist einer größten industriellen Chemieparks in ganz Europa. Neben dem Standort in Leverkusen gehören noch Fabriken und Gebäude in den nahegelegenen Dormagen sowie Krefeld-Uerdingen zu dem Komplex. Ende 2016 waren im Chempark insgesamt rund 48.000 Personen bei den ca. 70 dort angesiedelten Unternehmen angestellt.

Insgesamt findet rund ein Drittel der gesamten Chemieproduktion von Nordrhein-Westfalen hier statt. Betreibergesellschaft ist das Chemie-Unternehmen Currenta, welches bis Ende 2019 größtenteils zur Bayer AG gehörte. Auf dem Gelände der Müllentsporgungsanlage werden nach Angaben der Betreiberfirma unter anderem Sondermüll und giftige Stoffe entsorgt.

Explosion in Chempark in Leverkusen: Polizei und Feuerwehr im Großeinsatz

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr und Polizei sind im Großeinsatz vor Ort. Das Ausmaß des Schadens sei aktuell noch nicht bekannt. Autofahrer werden gebeten den Bereich großräumig zu umfahren. Wie die Polizei auf Twitter mitteilte, ist die Situation im ehemaligen Bayer-Werk noch immer unübersichtlich. Wir sind mit vielen Polizeikräften vor Ort und klären die Situation. Es gibt mehrere Verletzte“, so die Polizei.

Wiesdorf
StadtLeverkusen
Fläche9,86 km²
Einwohner18.174 (31. Mai 2013)
Höhe45 Meter
Vorwahl0214

Leverkusen: Explosion im Chempark – Anwohner berichtet von Situation vor Ort

Eine Anwohnerin aus Leverkusen schilderte gegenüber dem Express die Situation vor Ort. „Das war wie ein Erdbeben. Das ganze Haus hat gewackelt. Wir haben Angst. Ich wohne in Wiesdorf 200 Meter Luft Linie entfernt“.

Explosion im ehemaligen Bayerwerk Leverkusen: A1 und andere Straßen gesperrt

Die Explosion hat auch Auswirkungen auf den Verkehr. Folgende Autobahnen und Straßen sind aktuell gesperrt:

Explosion in Leverkusen: Stadt Köln noch nicht betroffen – Feuerwehr führt Luftmessung durch

Köln ist bisher von der Explosion noch nicht betroffen, teilte die Stadt am Vormittag auf Twitter mit. Laut den Warn-Apps „KARTWARN“ und „NINA“ führte die Feuerwehr in den angrenzenden Stadtteilen vorsorglich Luftmessungen durch. Inzwischen gibt es jedoch Entwarnung: „Die fortgesetzten Messungen durch die Umweltschutzeinheiten der Feuerwehr Köln
auf dem Kölner Stadtgebiet haben keine Auffälligkeiten ergeben. Die Intensität der Rauchentwicklung hat sich indes deutlich reduziert“, twitterte nun die Feuerwehr Köln. Die Messungen sollen jedoch vorsorglich fortgeführt werden.

Explosion im Chempark Leverkusen: Anwohner sollen Fenster und Türen geschlossen halten

Leverkusen
Höhe60 Meter
Fläche78,85 km²
Bevölkerung163.838 (2019)
BundeslandNordrhein-Westfalen

„Aus bisher unbekannter Ursache kam es zu einer Explosion im Chempark Leverkusen. Werkfeuerwehr und Luftmesswagen im Einsatz. Anwohner bitte geschlossene Räume aufsuchen sowie Türen und Fenster geschlossen zu halten“, erklärte der Chempark auf Facebook. Erst vor kurzem ereignete sich ebenfalls im Bereich einer Müllsortierungsanlage im Rhein-Erft-Kreis ein Brand, der eine Rauchwolke nach sich zog.

Weiter Informationen folgen. Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln und NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant