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Leverkusen: Kindesmissbrauch – Feuerwehrmann muss für viereinhalb Jahre ins Gefängnis

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Eingang am Kölner Landgericht an der Luxemburger Straße.
Der Prozess gegen den Feuerwehrmann aus Leverkusen endete am Dienstag vor dem Landgericht in Köln (Symbolbild). © Christoph Hardt / Future Image / Imago

Jahrelang hatte ein Feuerwehrmann in Leverkusen in seiner Funktion Kinder missbraucht. In Köln wurde er nun zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt.

Köln – Im Prozess um sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen bei der freiwilligen Feuerwehr in Leverkusen hat das Landgericht in Köln am Dienstag einen 45-Jährigen schuldig gesprochen. Der Mann wurde wegen elf Fällen von sexuellen Missbrauchs von Kindern und Schutzbefohlenen zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt. Ferner erging das Urteil wegen Besitz und Verbreitung von Kinder- und Jugendpornografie. „Therapeutische Arbeit an Ihren pädophilen Neigungen ist bitter nötig“, sagte die Vorsitzende dem angeklagten Deutschen am Ende der Urteilsbegründung.

Landgericht Köln: Feuerwehrmann missbrauchte Kind in Ferienlager

Ab Mitte der 1990er Jahre war der 45-Jährige knapp 20 Jahre aktiv bei der freiwilligen Feuerwehr in Leverkusen. Dabei engagierte er sich in der Kinder- und Jugendarbeit, wo er seinen Schützlingen „praktische und theoretische Kenntnisse bezüglich der Tätigkeit eines Feuerwehrmanns vermittelt“ hatte, wie es in der Anklageschrift hieß. Zudem war der Mann bei Freizeitaktivitäten und Ferienlagern als Betreuer tätig. Bei einem Zeltlager war es laut Urteil zu „einem massiven Missbrauchsgeschehen“ an einem Jungen unter 14 Jahren gekommen.

Gericht in Köln: Elf Missbrauchsfälle waren schon verjährt

Der Angeklagte hatte in nichtöffentlicher Sitzung ein „von Reue und Einsicht getragenes Geständnis“ abgelegt, wie die Vorsitzende sagte. Damit habe der Angeklagte den Opfern Aussagen vor Gericht erspart, was strafmildernd gewertet wurde. Elf weitere Missbrauchsfälle zulasten von Kindern und Jugendlichen in der Zeit zwischen 2002 und 2004 mussten hingegen wegen Verjährung eingestellt werden.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig, Verteidigung und Staatsanwaltschaft können Revision einlegen. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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