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Trans-idente Nyke Slawik aus Leverkusen zieht in den Bundestag ein

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Nyke Slawik bei einer Wahlkampfveranstaltung von Bündnis 90/Die Grünen auf dem Wilhelmplatz.
Mit Nyke Slawik wird erstmals eine trans-idente Person in den deutschen Bundestag einziehen. © Christoph Hardt / Future Image / Imago

Bundestagswahl 2021: Erstmals ziehen zwei trans-idente Personen in den Deutschen Bundestag ein. Eine von ihnen ist Grünen-Politikerin Nyke Slawik aus Leverkusen.

Köln/Leverkusen – Bei der Bundestagswahl 2021 wurde Geschichte geschrieben. Erstmals werden zwei trans-idente Personen in den Deutschen Bundestag einziehen. Eine von ihnen ist die 27-jährige Grünen-Politikerin Nyke Slawik aus Leverkusen.

Trans-idente Nyke Slawik zieht in Bundestag ein – „bin immer noch überwältigt“

„Ich bin noch immer überwältigt, dass meine Kandidatur ein so großes Echo in den Medien erzeugt hat und freue mich über die vielen positiven Reaktionen aus der queeren Community und darüber hinaus“, sagte Slawik voller Freude am Wahlabend. Sie hofft, dass ihr Einzug ein „Türöffner sein wird für alle, die sich von der Politik nicht gesehen und gehört fühlen“. Slawik verpasste zwar das Direktmandat im Wahlkreis Leverkusen – Köln IV, sie landete hier hinter Karl Lauterbach (SPD) und Serap Güler (CDU) mit 13,79 Prozent der Erststimmen auf Platz drei, zieht aber über die NRW-Landesliste in den Bundestag ein. Dort stand die Leverkusenerin auf Platz 11.

„Vor zehn Jahren, als ich mich geoutet habe, kannte man Transpersonen ausschließlich aus sensationsträchtigen Boulevardberichten, viele Leute machen sich über uns lustig und noch immer sind Transpersonen häufig von Mobbing, Verlust des Arbeitsplatzes oder sogar Gewalt bedroht. Dass heute ‚eine von uns‘ in den Bundestag einzieht, ist ein wichtiger Schritt nach vorne und wird hoffentlich helfen, Vorurteile abzubauen“, so Slawik weiter.

Bundestagswahl: Nyke Slawik will „diskriminierende Gesetze“ abschaffen

Im Bundestag wolle sie sich entsprechend dafür einsetzen „diskriminierende Gesetze wie das Abstammungsrecht, das Blutspendeverbot für schwule, bisexuelle Männer und trans Personen oder das Transsexuellengesetz, zu ändern oder abzuschaffen“. Außerdem ist Slawik in der Sozial- und Klimapolitik aktiv. Sie steht unter anderem für einen höheren Mindestlohn, bezahlbare Mieten, erneuerbare Energie und eine Kindergrundsicherung.

Slawik ist eine von zwei transgeschlechtlichen Abgeordneten, die in den nächsten Bundestag einziehen werden. Die zweite ist Tessa Ganserer, ebenfalls von den Grünen, aus Bayern. Auch Ganserer zieht über die entsprechende Landesliste in Bayern in den Bundestag ein. Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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