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Lippstadt: Krankenhaus muss wegen Hackerangriff Patienten-Aufnahme stoppen – auch OPs abgesagt

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Evangelisches Krankenhaus Lippstadt
Eine Schadsoftware hat die EDV vom Evangelischen Krankenhaus in Lippstadt lahmgelegt. (Archivfoto) © Caroline Seidel/dpa

Externe Schadsoftware hat am Dienstag die EDV vom Evangelischen Krankenhaus in Lippstadt lahmgelegt. Deswegen muss die Klinik auch geplante Operationen absagen.

Lippstadt – Einen Tag nach dem Hackerangriff auf das Evangelische Krankenhaus Lippstadt kann die Klinik weiter keine neuen Patienten aufnehmen. Alle planbaren Operationen sind abgesagt. Das sagte eine Krankenhaussprecherin am Mittwoch. Die Krankenhausleitung hatte den Aufnahmestopp – ausgenommen die Geburtshilfe, Entbindungs- und Frühgeborenenstation – unmittelbar nach der Attacke am Dienstag verhängt.

Dass Operationen aufgeschoben werden müssen, kam auch in anderen Kliniken, unter anderem in Köln vor. Grund ist aber die aktuelle Corona-Lage.

Hackerangriff auf Krankenhaus Lippstadt: Schadsoftware legt Patienten-Dokumentation lahm

Der Angriff mit externer Schadsoftware habe die gesamte EDV des Hauses einschließlich der Programme für die Patientendokumentation zum Erliegen gebracht.

Notfallpatienten würden erstversorgt und dann weiterverlegt, teilte das Krankenhaus mit. Das Krankenhaus habe Anzeige erstattet und arbeite mit einem spezialisierten externen Dienstleister mit Hochdruck an einer Lösung, hieß es.

Das Evangelische Krankenhaus Lippstadt ist mit 328 Betten und knapp 17 000 stationären Patienten im Jahr eines der größten Akutkrankenhäuser im Kreis Soest. Es beschäftigt fast 800 Menschen.

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