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Lohmar: Taxifahrer bewahrt Rentner vor 86.000-Euro-Betrug – sie fuhren schon zur Bank

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Taxi-Schild auf einem Taxi.
Eigentlich wollte der Rentner mit dem Taxi zur Bank, um Geld für den Betrüger abzuheben. Doch der Taxifahrer verhinderte das (Symbolbild). © Eduard Bopp / Imago

Ein 87-jähriger Rentner aus Lohmar wäre von einem Telefonbetrüger beinahe um 86.000 Euro geprellt worden. Doch ein aufmerksamer Taxifahrer verhinderte das.

Lohmar – Ein Taxifahrer hat einen 87-Jährigen aus Lohmar im Rhein-Sieg-Kreis vor einem Telefonbetrug bewahrt. Nach Angaben der Kreispolizei Rhein-Sieg vom Mittwoch hatte ein Unbekannter den Rentner angerufen und behauptet, dass dessen Tochter einen Verkehrsunfall verursacht habe.

Lohmar: Betrüger fordert 86.000 Euro von Rentner – doch ein Taxifahrer passt auf

Der Betrüger forderte den Mann dazu auf, 86.000 Euro als Kaution abzuheben und bestellte ihm dafür ein Taxi zu der Bank. Unterwegs erzählte der Senior dem Taxifahrer die Geschichte. Dieser informierte die Bankangestellten über den Betrugsverdacht, die daraufhin kein Geld an den 87-Jährigen auszahlten.

Laut Polizei im Rhein-Sieg-Kreis komme es wöchentlich zu drei bis fünf Anzeigen wegen ähnlicher Betrugsmaschen. „Die Täter finden ihre Opfer oftmals über das Telefonbuch, indem nach Vornamen und kurzen Telefonnummern gesucht wird, die auf ältere Menschen schließen lassen. Die Täter versuchen dann häufig, bei den Opfern eine Emotionalität – häufig durch das Vortäuschen einer Notlage eines Angehörigen – zu erwecken und persönliche Daten und Barvermögen zu erfragen“, erklärt ein Polizeisprecher.

Telefonbetrug: Polizei Rhein-Sieg-Kreis gibt Tipps zum richtigen Verhalten

Dann versuchen die Täter, ihr Opfer dazu zu bringen, Bargeld an einen Boten zu übergeben, oder einen Betrag zu überweisen – häufig sogar ins Ausland. Die Polizei rät, in einem solchen Fall immer den Anruf eigenständig und aktiv durch Auflegen zu beenden, niemals persönliche Daten am Telefon preiszugeben, niemals Geld an Fremde zu übergeben oder zu überweisen und sich an eine Vertrauensperson und/oder die örtliche Polizei zu wenden. (bs/dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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