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18-jähriger Mercedes-Fahrer überschätzt sein Können – jetzt geht er zu Fuß

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Bei dem missglückten Manöver wurde der 17 Jahre alte Mercedes CLK erheblich beschädigt.
Bei dem missglückten Manöver wurde der 17 Jahre alte Mercedes CLK erheblich beschädigt. © Polizei MK

Ein 18 Jahre alter Fahranfänger wollte in Lüdenscheid sein Fahrkönnen unter Beweis stellen. Dabei baute er einen Unfall. Sein Führerschein ist futsch.

Lüdenscheid – Mit dem Auto driftend Kreise ziehen, sogenannte Donuts, ist vor allem bei Motorsport-Shows sehr beliebt. Hin und wieder wollen aber auch Autofahrer im Straßenverkehr ihr Können beweisen und greifen zu dem Manöver. Aber: Driften ist auf öffentlichen Straßen verboten.

In Lüdenscheid (NRW) ließ sich ein 18-jähriger Fahranfänger davon nicht abbringen. Am späten Montagabend wollte er mit seinem Mercedes CLK offenbar sein Drift-Können zeigen – und landete auf einer Verkehrsinsel und in einem Laternenmast. Die Polizei war schnell vor Ort.

Lüdenscheid: 18-jähriger Mercedes-Fahrer dreht „Donuts“ und baut Unfall

Der 18-Jährige war am Montag (25. Juli) gegen 23:30 Uhr auf der Heedfelder Straße in Höhe des Kreishauses in Lüdenscheid unterwegs. Ein Polizeibeamter, der in seiner Freizeit zufällig vor Ort war, beobachtete, wie der Mercedes auf eine Kreuzung fuhr. Obwohl dort auch noch andere Fahrzeuge standen, drehte der 18-Jährige mit dem CLK drei „Donuts“ auf der Kreuzung.

„Dann fuhr der Mercedes ab, um kurz darauf auf der Heedfelder Straße erneut mit quietschenden Reifen zu drehen und davonzufahren. Kurz darauf hörte der Zeuge Reifenquietschen und einen Knall“, teilt die Polizei im Märkischen Kreis mit. Der Polizist außer Dienst ging hinterher und sah, wie der 18-Jährige den ziemlich ramponierten Mercedes wieder ins Kreishaus-Parkhaus steuerte. Dort wurde er von der Polizei gestoppt. Zuvor hatte der Fahranfänger mit seinem Auto eine Verkehrsinsel und einen Laternenmast gerammt.

Lüdenscheid: 18-Jähriger baut leichtsinnig Unfall – Mercedes ist wirtschaftlicher Totalschaden

Der 18-Jährige selbst tischte den Beamten eine andere Geschichte auf. „Der Unfallfahrer erklärte seine Wendemanöver damit, dass er sein Handy vergessen habe. Deshalb wendete er angeblich auf der Buckefeld-Kreuzung und fuhr zurück in Richtung Kreishaus“, berichtet die Polizei. Dann habe er sich es aber doch anders überlegt und wollte erneut umkehren. Beim wiederholten Wenden habe er zu viel Gas gegeben und die Kontrolle über den 163 PS starken Mercedes verloren. Er sei dann wieder zum Kreishaus gefahren, um den Schaden an seinem Auto zu überprüfen. Die Polizei habe er „später“ anrufen wollen, so der Fahranfänger.

Jetzt geht der Teenager erstmal zu Fuß. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt und er muss mit einer Anzeige wegen Straßenverkehrsgefährdung durch grobes und rücksichtsloses Schnellfahren mit Unfallfolge rechnen. Der 17 Jahre alte Mercedes CLK erlitt einen wirtschaftlichen Totalschaden.

Auch in Köln muss aktuell ein 18-Jähriger mit ernsten Konsequenzen für seine Fahrweise rechnen. Am vergangenen Sonntagabend driftete der Fahranfänger mit seinem BMW X1 teilweise über den Gehweg in Köln-Marienburg. Dabei überfuhr er eine 28 Jahre alte Frau, die schwer verletzt wurde. (bs/ots) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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