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Nach Räumung in Lützerath: Aktivisten planen Aktionen am Dienstag

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Von: Johanna Werning

Für Dienstag planen Aktivisten einen Aktionstag aufgrund der Lützerath-Räumung. Auch die Polizei Aachen stellt sich auf verschiedene Aktionen ein.

Erkelenz – Auch nach der Räumung des rheinischen Braunkohledorfs Lützerath gehen die Proteste gegen die Kohleverstromung weiter. Das Aktionsbündnis „Lützerath Unräumbar“, zu dem Gruppen von Fridays For Future und Letzte Generation gehören, hat für Dienstag (16. Januar) zu einem gemeinsamen Aktionstag aufgrund der Lützerath-Räumung aufgerufen. Darauf stellt sich auch die Polizei Aachen ein. „Wir gehen davon aus: Es wird Aktionen geben“, hieß es.

„Lützi bleibt“ ist auf den Schildern zu lesen, die von Demonstranten getragen werden.
Aktivisten haben für Dienstag (16. Januar) zu einem gemeinsamen Aktionstag aufgrund der Lütherath-Räumung aufgerufen (Symbolbild) © Oliver Berg/dpa

Nach Räumung in Lützerath: Aktivisten planen Aktionen am Dienstag

„Jede Minute, die der Bagger läuft und Kohle verbrannt wird, heizt die Klimakatastrophe weiter an. Als Bündnis ‚Lützerath unräumbar‘ stellen wir uns der Zerstörung in den Weg!“, hieß es im Internet. Details zu den geplanten Aktionen nannten sie dabei aber nicht.

Die Initiative „Kirche im Dorf lassen“ rief kurzfristig zu einem Gottesdienst und einer Prozession am Dienstagmorgen (ab 10 Uhr) in Keyenberg nahe Lützerath auf.

Fünf Tage nach Räumungsbeginn verlassen Aktivisten Lütherath

Das Braunkohledorf Lützerath, das zum Symbol für den Kampf wurde, ist inzwischen geräumt. Am Montag verließen nach Angaben des RWE die letzten Aktivisten, die sich tagelang in einem Tunnel unter dem Dorf verschanzt hatten, das mittlerweile umzäunte Gelände.

Zwei vermummte Aktivisten in einem Tunnel unter Lützerath
Pinky und Brain (vr.n.l.) im Tunnel unter Lützerath: Ob und wo genau der Tunnel existiert, ist unklar. © Screenshot/Lützi bleibt

Damit war das Ende von Lützerath fünf Tage nach Beginn der Räumung der einstigen Ortschaft in greifbare Nähe gerückt. Nach Angaben des Energiekonzerns RWE, der dort Kohle ausbaggern will, handelte es sich bei „Pinky“ und „Brain“ – wie sie sich nennen, um die letzten Aktivisten vor Ort. Die Räumung durch die Polizei sei damit beendet. (jw mit dpa) Tipp: Fair und verlässlich informiert, was in Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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