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Mann vergisst Gepäck in der Bahn – und stoppt anderen Zug, um hinterherzufahren

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Von: Mick Oberbusch

Bahn fährt schnell
In Hennef hat ein 35-Jähriger versucht, eine S-Bahn aufzuhalten (Symbolbild). © Federico Gambarini/dpa

In Hennef hat ein 35-Jähriger versucht, eine S-Bahn anzuhalten – um einer anderen, in der er sein Gepäck vergessen hatte, hinterherzufahren.

Hennef – Das war keine gute Idee: Am Samstag (12. November) begab sich ein 35-jähriger Mann am Bahnhof Hennef in NRW in den lebensgefährlichen Gleisbereich und stoppte eine fahrende S-Bahn. Als Grund für sein Handeln nannte er sein Gepäck, welches er in einer Bahn vorher stehen gelassen hatte. Bundespolizisten leiteten Ermittlungen wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein. Das verlorene Gepäck konnte später gefunden werden.

Hennef: Mann hält S-Bahn an, weil er sein Gepäck vergessen hat – Schnellbremsung bei 60 km/h

Gegen 17 Uhr vergaß der 35-jährige Bahnreisende am Bahnhof Hennef sein Gepäck in einem Zug. Daraufhin stoppte er die anfahrende S-Bahn Linie 12 (Fahrtrichtung Siegburg), um in diese einzusteigen und hinterherzufahren. Für sein unbedachtes Vorhaben stieg der Mann in den lebensgefährlichen Gleisbereich, sodass der Lokführer bei einer Geschwindigkeit von circa 60 km/h erst ein Warnsignal abgab und sofort eine Schnellbremsung einleitete.

Hennef: Nach Ausflug ins Gleisbett – Lokführer findet Koffer und Rucksack des 35-Jährigen

Der Zug kam glücklicherweise rechtzeitig zum Stehen, verletzt wurde niemand. Einsatzkräfte der Bundespolizei leiteten Ermittlungen wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein. Zeitgleich fand der Triebfahrzeugführer einer S19 nach Halt in der Abstellanlage in Horrem (Rhein-Erft-Kreis) einen Koffer und einen Rucksack auf. Nach Überprüfung durch den Entschärferdienst der Bundespolizei, konnte das Gepäck an das Fundbüro der Deutschen Bahn AG übergeben werden.

Hennef: Polizisten überprüfen Dokumente im Koffer – sie gehören dem 35-Jährigen

Nach Überprüfung der Dokumente aus den Koffern stellten Einsatzkräfte der Bundespolizei den 35-Jährigen als Eigentümer fest. Erst im August hatte ein Rollifahrer in Köln/Deutz für Aufsehen gesorgt, als er seinen Rollstuhl ins Gleisbett schmiss. (mo) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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