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Evonik eröffnet riesige Anlage in Marl – Armin Laschet lobt Rekord-Ivestition

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Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet (CDU), hält eine Rede vor Pressevertretern beim Besuch bei Evonik.
Armin Laschet hat bei der Einweihung der neuen Evonik-Anlage eine Rede gehalten. © Fabian Strauch/dpa

Hunderte Arbeitsplätze gesichert, 120 neue geschaffen. Mit seiner neuen Anlage in Marl tätigt Chemiekonzern Evonik eine Rekord-Ivestition. Armin Laschet verteilt Lob.

Marl – Der Chemiekonzern Evonik aus Essen hat in seinem Werk in Marl fast 500 Millionen Euro in den Ausbau seiner Produktionskapazitäten für einen weltweit gefragten Spezialkunststoff investiert. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte am Donnerstag bei der Eröffnung der Anlage, die bislang größte Investition von Evonik in Deutschland sei „ein wichtiger Beitrag zur Zukunft des Ruhrgebiets und Nordrhein-Westfalens“. Mit der neuen Anlage würden hochwertige Arbeitsplätze geschaffen und gesichert, von „denen wir in Deutschland leider viel zu viele verlieren“. Laschet sprach von einem „neuen Kapitel Industriegeschichte“.

Evonik mit Rekord-Investiton: Spezialkunstoff wichtig für Automobilbau und Medizintechnik

Evonik produziert in Marl den Spezialkunststoff Polyamid (PA) 12. Das Material war in den 1960er Jahren von den damaligen Chemischen Werken Hüls entwickelt worden. Heute kann er nach Angaben von Evonik unter anderem beim Automobilbau und in der Medizintechnik verwendet werden.

Rohre aus PA 12 könnten einfach verlegt werden und etwa bei Gasleitungen die deutlich schwereren Rohre aus Stahl ersetzen. Einen Nachfrageschub gebe es auch durch die Entwicklung des 3D-Drucks, bei dem Polyamid 12 eingesetzt werde. Evonik sieht sich als Weltmarktführer bei diesem Kunststoff.

Evonik mit Rekord-Investiton: Anlage soll im Laufe des Jahres starten – 120 neue Arbeitsplätze geschaffen

Die Produktion in der aus sieben Einheiten bestehende Anlage soll im Laufe des Jahres voll anlaufen. Im Wettbewerb, wer „die weltweit benötigten Kapazitäten für Hochleistungspolymere schneller aufbauen kann, hat das Ruhrgebiet gewonnen“, sagte Evonik-Vorstandschef Christian Kullmann. Es hätten auch Evonik-Standorte in Asien mit sehr attraktiven Konditionen bereit gestanden. In Marl habe es aber „erstklassige Rahmenbedingungen für Investitionen dieser Größenordnung“ gegeben.

Evonik steigert mit dem neuen Anlagenkomplex seine Produktionskapazität für PA 12 um mehr als 50 Prozent. Durch die in knapp zwei Jahren errichtete Anlage entstünden 120 neue Arbeitsplätze und Hunderte würden gesichert, sagte Kullmann. Evonik beschäftigt an seinem größten deutschen Standort in Marl etwa 7000 Mitarbeiter.

Wie viele andere Unternehmen auch, hat Evonik vor kurzem mit den Corona-Impfungen durch Betriebsärzte begonnen. (dpa/lnw)

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