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Marl: Hundewelpen leiden fast 24 Stunden in Transporter – Zeugen hörten Winseln

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Drei Hundewelpen in einer Transportbox
Drei der fünf Hundewelpen in einer Transportbox. © Polizei Recklinghausen

Ohne Wasser und in den eigenen Fäkalien wurden mehrere Hundewelpen fast einen ganzen Tag in einem Transporter befördert. Dann kam die Polizei zur Hilfe.

Marl – Fünf wenige Wochen alte Hundewelpen hat die Polizei in Marl (Kreis Recklinghausen) aus dem Kleintransporter eines 32 Jahre alten Mannes befreit. Die Tiere waren in zwei Transportboxen aus Plastik untergebracht, über denen eine Decke lag, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Ende Februar hatte die Polizei in Düsseldorf sogar noch deutlich mehr Hunde aus einem illegalen Tiertransport befreit.

Marl: Hundewelpen in verdreckten Boxen wie Gegenstände „verstaut“ – ohne Wasser oder genügend Essen

Die Boxen standen demnach zwischen nicht richtig gesicherten Möbeln, Werkzeugkisten, Autoreifen und Benzinkanistern. Die Welpen hatten laut Polizei in den Boxen kein Wasser, diese seien zudem mit Essensresten und Fäkalienrückständen verdreckt gewesen. Der Fahrer behauptete demnach, dass er die Tiere für einen Bekannten nach Niedersachsen habe bringen wollen. Nach eigener Aussage war er schon fast 24 Stunden unterwegs. Woher er mit seinem Kleintransporter kam, war laut Polizei zunächst nicht bekannt. Eine Einfuhrerlaubnis habe er nicht vorweisen können. Ihn erwartet den Angaben zufolge eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.

Zeugen hatten zuvor ein Winseln aus dem Wagen gehört und die Polizei alarmiert. In Absprache mit einer hinzugerufenen Tierärztin wurden die Welpen von der Marler Feuerwehr in ein Tierheim gebracht und befinden sich dort jetzt in Quarantäne. Vergangene Woche hatte die Polizei in Hamm noch zwei Hunde und mehrere Welpen aus ähnlich schlimmen Verhältnissen gerettet. (os mit dpa und ots)

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