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Scheune brennt in Mettmann aus: Mehrere Oldtimer zerstört – Polizei vermutet technischen Defekt

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Von: Benjamin Stroka

In der Scheune waren mehrere Fahrzeuge untergestellt. Sie wurden vollständig zerstört.
In der Scheune waren mehrere Fahrzeuge untergestellt. Sie wurden vollständig zerstört. © Polizei Mettmann

Die Feuerwehr Mettmann rückte am frühen Sonntagmorgen zum Großbrand einer Scheune aus. Dabei wurden die Löscharbeiten von den eisigen Temperaturen erschwert.

Update vom 15. Februar, 16:15 Uhr: Nach Polizeiangaben ist die Brandursache noch nicht abschließend geklärt. Erste Ermittlungsergebnisse deuteten aber auf einen technischen Defekt in der Elektrik hin. Am Montag hatte ein Brandsachexperte den Einsatzort begutachtet.

Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf etwa 500.000 Euro. In der Scheune waren mehrere Oldtimer und ein Boot untergestellt. Die Fahrzeuge wurden völlig zerstört. (sk/ots)

Mettmann: Großbrand in einer Scheune – doch draußen war es so kalt, dass sogar das Löschwasser fror

Erstmeldung vom 14. Februar, 16:20 Uhr: Mettmann – Meterhohe Flammen und die eisigen Witterungsbedingungen sorgten für einen komplizierten Einsatz der Feuerwehr im Kreis Mettmann. Am frühen Sonntagmorgen (14. Februar) brannte eine große Scheune lichterloh.

Feuerwehr Mettmann: Beim Großbrand der Scheune waren keine Menschen und Tiere in Gefahr

Wie die Feuerwehr Mettmann mitteilt, sei der Notruf um 4:16 Uhr am Sonntagmorgen eingegangen. Anrufer hätten einen Scheunenbrand auf der Straße Bülthausen im Mettmanner Stadtteil Metzkausen gemeldet. Als die Einsatzkräfte eintrafen, habe die rund 2500 Quadratmeter große Scheune bereits lichterloh gebrannt. Der Feuerschein sei schon bei der Anfahrt im Nachthimmel sichtbar gewesen.

„Unverzüglich wurde durch die Einsatzleitung stiller Vollalarm für die Feuerwehr Mettmann ausgelöst“, so ein Sprecher. Die Scheune habe demnach vor allem zur Unterstellung verschiedener Fahrzeuge und als Werkzeug gedient. Menschen und Tiere seien nicht zu Schaden gekommen.

Eisige Temperaturen sorgen für erschwerte Bedingungen bei der Feuerwehr Mettmann

Dafür gestalteten sich die Löscharbeiten sehr kompliziert. Verantwortlich dafür war vor allem die Lage des Gehöfts und die derzeit vorherrschenden eisigen Temperaturen in NRW. Der nahegelegene Löschteich war zugefroren und musste durch die Feuerwehr erst von der Eisdecke befreit werden.

Parallel legten die Einsatzkräfte eine zusätzliche Schlauchleitung von der rund 800 Meter entfernten Hasseler Straße. Doch damit waren die Komplikationen noch nicht beendet. „Für schwierige Einsatzbedingungen sorgte das Löschwasser, welches an der Einsatzstelle auf den Wegen, den Fahrzeugen und den Einsatzkräften als feiner Nebel niederging und dort umgehend gefror“, teilt die Feuerwehr mit.

Das Löschwasser gefror in den Schläuchen der Feuerwehr.
Die eisigen Temperaturen ließen das Löschwasser gefrieren. © Feuerwehr Mettmann

Nach Großbrand in Mettmann: Kriminalpolizei ermittelt wegen der Brandursache

Dennoch hatten die Einsatzkräfte den Großbrand gegen 9:30 Uhr unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten dauern jedoch noch an. Inzwischen hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

Schon im Dezember gab es einen Großbrand im Kreis Mettmann. Damals brannte eine Lagerhalle in Erkrath komplett ab. Ende Januar löste ein Feuer in einer Asylunterkunft in Schleiden im Kreis Euskirchen einen Großeinsatz der Feuerwehr aus. (bs)

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