1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

Mettmann: Hund frisst Giftköder – „wäre höchstwahrscheinlich gestorben“

Erstellt: Aktualisiert:

Ein Border Collie schnüffelt sich bei einem Spaziergang durch sein Revier.
In Mettmann wurden vergiftete Hundeköder gefunden (Symbolbild). © Maurizio Gambarini/dpa

In Mettmann hat ein Hund am Donnerstag eine Frikadelle gefressen, die sich als Giftköder herausstellte. Eine Tierärztin konnte ihn noch retten. Jetzt ermittelt die Polizei.

Mettmann – Vergiftete Hundeköder in Mettmann: Am Donnerstag hat ein Hund beim Gassi gehen eine Frikadelle gefressen, die mit Rattengift versetzt war. Eine Tierärztin konnte ihn noch rechtzeitig retten. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Giftköder in Mettmann: Hund frisst vergiftete Frikadelle

Offenbar treibt in Mettmann ein Hundehasser sein Unwesen, der auch vor vergifteten Hundeködern nicht zurückschreckt. Am Donnerstag (2. September) war eine 52-jährige Frau gegen 10:30 Uhr mit ihrem Parson Russell Terrier beim Gassigehen auf der Herrenhauser Straße. Auf Höhe eines Spielplatzes an einer Grundschule entdeckte der Hund eine Frikadelle am Wegesrand. „Nachdem die 52-Jährige festgestellt hatte, dass ihr Hund von der Frikadelle gefressen hatte, bemerkte sie eine körnige grünliche Substanz in dem Fleischbällchen“, berichtet ein Polizeisprecher am Freitagmorgen.

Die Frau reagierte umgehend und brachte ihren Hund vorsorglich zu einer Tierärztin. Dort bekam der Vierbeiner ein Brechmittel verabreicht. Zum Glück, denn bei der folgenden Untersuchung stellt die Ärztin fest, dass es sich bei der grünen Substanz um Rattengift handelte. „Laut Auskunft der Tierärztin wäre der Hund höchstwahrscheinlich gestorben, wenn das Rattengift den Darm des Tieres passiert hätte“, so der Sprecher der Polizei weiter.

Mettmann: Hund frisst Giftköder – Polizei sucht Zeugen

Die Polizei wurde informiert und suchte den Fundort der Frikadelle nach weiteren möglichen Giftködern ab – bislang ohne Erfolg. Die Ermittler bitten nun um Hinweise von möglichen Zeugen. „Wer hat möglicherweise gesehen, wann und von wem der Giftköder ausgelegt wurde oder kennt unter Umständen sogar den Täter oder die Täterin?“, fragt die Polizei.

Zeugen können sich unter der Rufnummer 02104 982-6250 bei der Kreispolizeibehörde Mettmann melden. Ein Strafverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz wurde bereits eingeleitet. (bs mit ots) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant