1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

Mann überfällt Tankstelle und kracht in Polizeiwache – dann folgt eine kuriose Entschuldigung

Erstellt: Aktualisiert:

Der Renault Clio krachte rückwärts in die Polizeiwache.
Der Renault Clio krachte rückwärts in die Polizeiwache. © Kreispolizeibehörde Mettmann

Mit einer Chaos-Fahrt hielt ein Mann am Wochenende die Polizei in Mettmann auf Trab. Am Ende „entschuldigte“ er sich – mit einem Kasten Bier und einem Blumenstrauß.

Mettmann – An einem einzigen Wochenende hat es ein 21-jähriger Mann aus Velbert (Kreis Mettmann) geschafft, mit seinem Auto in eine Tankstelle zu fahren, eine andere Tankstelle zu überfallen und danach noch mit seinem Auto in eine Polizeiwache zu krachen. Zur Entschuldigung hat er den Polizisten einen Kasten Bier und einen Blumenstrauß angeboten.

Mettmann: Mann rast mit Auto in Tankstelle

Für eine echte Spur der Verwüstung sorgte am vergangenen Wochenende im Kreis Mettmann ein 21 Jahre alter Mann aus Velbert. Los ging die wilde Chaos-Fahrt laut Polizeiangaben am Samstagabend (20. November) gegen 19 Uhr in Hattingen. Dort soll der junge Mann mit seinem Renault Clio rückwärts in den Eingangsbereich eines Tankstellenshops gekracht sein. „Dann wendete der Mann sein Fahrzeug, um nun erneut – diesmal frontal – in den Eingangsbereich zu fahren“, berichtet ein Polizeisprecher aus Mettmann am Montag.

Der Velberter fuhr danach in Richtung Essen davon. Die alarmierte Polizei konnte ihn trotz sofortiger Fahndung nicht mehr antreffen. Dafür machte sich der 21-Jährige aber kurze Zeit später selbst wieder bemerkbar. Gegen 21:10 Uhr war er nämlich in Essen unterwegs und überfiel eine Tankstelle an der Straße „Deipenbecktal“ im Stadtteil Burgaltendorf. Erst hatte er dort getankt, forderte dann aber die Kassiererin auf, ihm das Bargeld aus der Kasse zu geben. Die Frau weigerte sich, also klaute der Mann einen Kasten Bier und rannte zurück zu seinem Renault Clio. Erneut konnte er entkommen.

Mettmann: Renault kracht in Polizeiwache – kuriose Entschuldigung

Die irre Tour endete dann gegen 1 Uhr nachts in der Eingangsschleuse der Polizeiwache am Adalbert-Bach-Platz in Mettmann. Wie schon bei der ersten Tankstelle krachte der Mann mit seinem Clio rückwärts in das Gebäude. „Hierbei wurden die Schleusentür sowie das Interieur des Eingangsbereiches der Wache beschädigt“, berichtet der Polizeisprecher. Glücklicherweise befand sich zu dem Zeitpunkt niemand im Eingangsbereich.

Die Polizisten vor Ort forderten den Mann unter Vorhalt der Dienstwaffe zum Aussteigen auf. „Der Mann kam der Aufforderung widerstandslos nach und gab nun an, sich in Bezug auf die von ihm zuvor in Essen und Hattingen begangenen Straftaten stellen zu wollen“, so der Sprecher. Doch nicht nur das: „Dazu habe er den Beamtinnen und Beamten auch noch einen Kasten Bier und einen Blumenstrauß als ‚Entschuldigung‘ mitgebracht.“ Da er umgehend festgenommen wurde und jetzt mehrere Anzeigen auf den Mann warten, hat diese „Entschuldigung“ ihre Wirkung wohl eher verfehlt.

Ein Bierkasten und ein Blumenstrauß.
Einen Bierkasten und einen Blumenstrauß brachte der Mann der Polizei als „Entschuldigung“ mit. © Kreispolizeibehörde Mettmann

Bei einer genaueren Untersuchung seiner Person kam zudem noch ein ellenlanges Vorstrafenregister zum Vorschein. Er war unter anderem bereits wegen räuberischer Erpressung, Drogendelikten, gefährlicher Körperverletzung, Geldfälschung, Unterschlagung und Bedrohung polizeibekannt. Er wurde in eine Psychiatrie gebracht. (bs/ots) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Rheinland & NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant