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Mönchengladbach: Lange Haftstrafe für Lkw-Fahrer – er schmuggelte Drogen im Millionenwert

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Neben dem Eingang zum Gerichtsgebäude hängt ein Schild mit der Aufschrift „Landgericht“.
Ein Lkw-Fahrer stand am Freitag wegen Drogenschmuggels vor dem Landgericht Mönchengladbach (Symbolbild). © Marius Becker/dpa

Ein Lkw-Fahrer schmuggelte 21 Kilo harter Drogen über die holländische Grenze nach Deutschland. Sein Motiv war sehr persönlich. Jetzt wurde er vor Gericht in Mönchengladbach verurteilt. 

Mönchengladbach – Ein Lastwagenfahrer ist in Mönchengladbach wegen des Schmuggels von 21 Kilogramm Kokain und Heroin zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. „Ich habe das Geld für die künstliche Befruchtung meiner Frau gebraucht“, hatte der 40-Jährige am Freitag am Landgericht ausgesagt. 10.000 Euro habe er für den Transport bekommen sollen.

Prozess in Mönchengladbach: Drogen hatten einen Schwarzmarktwert von rund zwei Millionen Euro

Eine deutsch-niederländische Streife hatte den Fernfahrer Ende September auf der Autobahn 52 aus den Niederlanden kommend kontrolliert. Anlass sei ein Hinweis des Bundeskriminalamts auf den Sattelzug aus Slowenien gewesen, sagte ein Bundespolizist als Zeuge. Die Drogen lagen im Führerhaus bunt verpackt und mit Chanel-Aufklebern getarnt. Ihr Schwarzmarktwert wurde auf rund zwei Millionen Euro geschätzt.

Die Hintermänner hätten ihm ein Handy gegeben, um ihm während der Fahrt den Ort für die Drogenübergabe nennen zu können, so der Lastwagenfahrer. Die Taschen mit den Drogen habe er auf einem Parkplatz bei Rotterdam übernommen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Polizei in NRW: Im Februar gab es schon mehrere Verhaftungen wegen Drogenkriminalität

Auch Anfang Februar gelang der Polizei ein Schlag gegen den illegalen Drogenhandel. Bei ein Großrazzia in ganz NRW kam es zu insgesamt vier Festnahmen. In Mettmann wurde zudem eine versteckte eine Cannabis-Plantage entdeckt und ausgehoben. (dpa/lnw)

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