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Mönchengladbach: Patient starb nach Überdosis mit Beruhigungsmitteln – Pfleger drohen 15 Jahre Haft

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Das Landgericht Mönchengladbach von Außen.

Der Prozess beginnt am 26. April vor dem Landgericht in Mönchengladbach (Symbolbild). © Rolf Vennenbernd/dpa

Ein Pfleger einer psychiatrischen Klinik aus Viersen soll 2018 einen Patienten mit einer Überdosis Beruhigungsmittel getötet haben. Jetzt droht ihm eine lange Haftstrafe.

Mönchengladbach – Vor dem Landgericht in Mönchengladbach muss sich demnächst ein Pfleger einer psychiatrischen Klinik in Viersen wegen Totschlags verantworten.

Mit Überdosis Beruhigungsmittel – Pfleger soll psychisch kranken Patienten getötet haben

Das bestätigte das Landgericht am Donnerstag. Der Angeklagte soll im April 2018 einen psychisch kranken älteren Patienten mit einer Überdosis Beruhigungsmittel getötet haben. Laut Anklage war der Pfleger in der Tatnacht allein für den Patienten zuständig.

Der 64-Jährige soll dem Kranken ohne Rücksprache mit dem behandelnden Arzt mehrfach starke Beruhigungsmittel gegeben haben. Der Patient hatte sich ein Gelenk ausgekugelt und lag deshalb auf der Orthopädiestation.

Landgericht Mönchengladbach: Bei Verurteilung drohen dem Pfleger bis zu 15 Jahren Haft

Der Pfleger hat ausgesagt, er habe den unruhigen Mann mit dem Medikament nur ruhig stellen wollen. Der Prozess gegen den 64-Jährigen beginnt am 26. April – genau drei Jahre nach der Tat. Der Angeklagte ist auf freiem Fuß. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft.

In Köln steht bereits seit dem 15. März ein Pfleger vor Gericht. Er soll eine 81-jährige Patientin bei der häuslichen Pflege mehrfach vergewaltigt haben. (bs/dpa/lnw)

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