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Mönchengladbach: Riesenschlange entdeckt – aber jetzt können Anwohner aufatmen

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Von: Nina Büchs

Eine Madagaskarboa im Artenschutzzentrum NRW.
Die Feuerwehr Mönchengladbach konnte eine ausgebüxte Madagaskarboa einfangen. (Symbolbild) © Biky/Imago

Gut zwei Wochen lang trieb sich eine 1,50 Meter lange Madagaskarboa in Mönchengladbach herum. Nun konnte die Riesenschlange endlich eingefangen werden.

Mönchengladbach – Was war das wohl für ein Schreck, als Anwohner vor etwa zwei Wochen die 1,50 Meter lange Würgeschlange in der Nähe einer Grünfläche zwischen Werner-Gilles-Straße und Brucknerallee in Mönchengladbach entdeckten. Um die Feuerwehr von ihrem Fund zu überzeugen, knipsten sie ein Foto von dem Reptil, wie ein Feuerwehrsprecher gegenüber 24RHEIN berichtete.

Als die Einsatzkräfte daraufhin an der Fundstelle eintrafen, hatte sich die Schlange jedoch schon verkrochen, so der Sprecher weiter. Stundenlang suchten die Feuerwehrkräfte auch bei Dunkelheit und am Tag darauf nach dem Tier – doch es blieb verschwunden. Bis jetzt, denn wurde die Schlange am Montag erneut von einem Anwohner gesichtet, erzählte der Feuerwehrsprecher. Schnell informierte der Anwohner daraufhin die Feuerwehr und die Riesenschlange, bei der es sich um eine Madagaskarboa handelt, konnte endlich eingefangen werden.

Mönchengladbach: Riesenschlange hält Anwohner zwei Wochen lang in Atem

Am Montag, 28. Juni, gelang es der Feuerwehr nun endlich die unter strengem Artenschutz stehende Riesenschlange auf der Grünfläche an der Oskar-Graemer-Straße einzufangen. Wie es in einer Mitteilung heißt, blieb das Reptil unverletzt. „Es wurde Kolleginnen und Kollegen der Reptilienfachgruppe übergeben, die es in die Obhut eines Reptilienexperten gaben“, so die Feuerwehr.

Wie die Schlange ausbüxen konnte und wer der Halter ist, ist nicht bekannt, teilte die Feuerwehr auf Nachfrage mit.

Hier wurde die Riesenschlange eingefangen:

Riesenschlange in Mönchengladbach eingefangen – ist das Tier giftig?

Zwar jagte das Tier dem ein oder anderem beim ersten Anblick sicherlich einen Schrecken ein – giftig ist die Madagaskarboa nach Angaben der Feuerwehr jedoch nicht. Denn wie alle Boas sind auch die Madagaskarboas keine Gift-, sondern Würgeschlangen. Sie ernähren sich meist von kleinen Wirbeltieren oder Kleintieren bis Rattengröße.

Das ist die Madagaskarboa

Schlangen-Alarm in Mönchengladbach: Auch in Köln ist ein exotisches Reptil ausgebüxt

In Nordrhein-Westfalen ist die Madagaskarboa nicht heimisch, sie steht unter Artenschutz und muss beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz gemeldet sein. Das Tier ist daher vermutlich aus einem Terrarium ausgebrochen. Auch in Köln ist in diesem Jahr übrigens schon eine Schlange aus einem Terrarium ausgebrochen. Dabei handelte es sich um eine „Südafrikanische Korallenschlange“, deren Biss giftig ist. Auch hier musste die Feuerwehr anrücken und konnte das Tier schließlich in der Wohnung des Besitzers schnappen.

In Bochum sorgte dagegen eine Schlangenhaut im Keller eines Kindergartens für Entsetzen. Reptilienexperten hatten geschätzt, dass die Haut zu einer vermutlich bis zu 1,50 Meter großen Teppichpython gehöre. Nach einer umfangreichen Suche gab die Feuerwehr jedoch Entwarnung – denn das Tier wurde auch nach mehreren Tagen nicht gefunden. (nb)

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Dieser Artikel wurde am 29. Juni um weitere Angaben der Feuerwehr ergänzt.

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