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Mönchengladbach: Polizei stoppt Schrottauto – Bremsen seit Monaten kaputt

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Durchgerostete Stoßdämpfer.
Die Stoßdämpfer waren bereits komplett durchgerostet. © Polizei Mönchengladbach

Die Polizei in Mönchengladbach hat einen schrottreifen Fiat gestoppt. Ein Rad stand schief und die Bremsen funktionierten seit Monaten nicht mehr.

Mönchengladbach – Kaum zu glauben, dass dieses Auto noch vorwärtskam. In Mönchengladbach stoppte die Polizei einen Fiat Brava mit so vielen und gravierenden Mängeln, dass den Beamten bei der Kontrolle fast schwindelig geworden sein dürfte. „Ab und zu sieht man auf der Straße das ein oder andere Auto, bei dem man sich denken kann, dass es für den Besitzer schwer werden könnte, durch den nächsten TÜV zu kommen“, erklärte ein Polizeisprecher am Dienstagnachmittag. Das sei aber nichts im Vergleich zu dem Fahrzeug, das die Polizei Mönchengladbach am vergangenen Freitag (9. Juli) kontrollierte.

Schrottauto in Mönchengladbach: Bremsen funktionierten seit Monaten nicht mehr

Gegen 16:30 Uhr am Freitag bemerkten Beamte der Polizei einen Fiat Brava mit polnischem Kennzeichen und einem schräg stehenden Hinterrad. Am Steuer saß ein 26-jähriger Fahrer. Das Auto wurde gestoppt und kontrolliert. Und die Mängelliste wurde länger und länger.

Laut Polizeiangaben waren die oberen Befestigungen der Stoßdämpfer komplett durchgerostet und hätten schon bei einfachen Bewegungen komplett wegbrechen können. „Wenn das geschieht, rutschen die daran befestigten Räder in den Radkasten und können blockieren“, erklärt ein Polizeisprecher.

Außerdem stellten die Beamten fest, dass die Bremsen nicht funktionierten. Die Bremsscheiben hätten nur noch die Dicke eines Tafelmessers gehabt. Ein Sachverständiger geht sogar davon aus, dass „die Bremsen schon seit mindestens ein paar Monaten nicht mehr funktioniert haben“. Erst im Juni zog die Polizei in Ratingen im Kreis Mettmann ein schrottreifes Auto aus dem Verkehr. Die Besonderheit dort: Der Wagen hatte kurz zuvor noch eine neue TÜV-Plakette bekommen.

Polizei Mönchengladbach: Schrottauto fuhr mit defekter Kupplung

Das Rätsel um das schräg stehende Hinterrad konnten die Polizisten bei der Kontrolle ebenfalls lösen. So habe das Rad hinten rechts nur noch an einer einzigen Schraube des Radlagers gehangen. Die komplette Radaufhängung sei auch hier komplett durchgerostet und abgebrochen gewesen. Doch damit war es immer noch nicht genug. „Die Kupplung funktionierte ebenfalls nicht mehr“, so ein Polizeisprecher. Einen Gang habe man nur noch mit Gewalt einlegen können und der Fiat habe sich danach selbstständig in Bewegung gesetzt. „Bremsen war dann nur noch mit der leidlich funktionierenden Handbremse möglich“, berichtet die Polizei.

Der 26 Jahre alte Fahrer musste danach erstmal wieder zu Fuß gehen. Zudem erwarten ihn mehrere Anzeigen. „Er muss mit einer empfindlichen Geldbuße rechnen“, so der Sprecher Polizei. (bs/ots)

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