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Monheim: Mann (29) schwer verletzt aufgefunden – Kollegen unter Verdacht

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Von: Nina Büchs

Zwei Polizisten in Uniform stehen sich gegenüber (Symbolbild).
In der Vorgebirgsstraße in Köln wurde ein Mann mit lebensgefährlichen Schnittverletzungen entdeckt. Die Mordkommission ermittelt. © Friso Gentsch/dpa

In Monheim am Rhein wurde am Sonntag ein 29-Jähriger mit lebensgefährlichen Verletzungen aufgefunden. Die Polizei verdächtigt nun mehrere Arbeitskollegen.

Update vom 9. Juli, 14:55 Uhr: Nachdem ein 29-Jähriger mit lebensgefährlichen Verletzungen in einer Wohnung in Monheim bei Düsseldorf gefunden wurde, ermittelt die Polizei gegen drei Arbeitskollegen. Die Männer im Alter von 25, 40 und 41 Jahren sollen am Samstagabend mit dem Opfer in Streit geraten sein, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilten. Bei der Auseinandersetzung sei der 29-Jährige schwer verletzt worden. Er befinde sich mittlerweile nicht mehr in Lebensgefahr.

Der Verletzte war am Sonntag von zwei Mitbewohnern in seinem Zimmer gefunden und im Krankenhaus notoperiert worden. Die Staatsanwaltschaft hatte die Tat zunächst als versuchtes Tötungsdelikt eingestuft – mittlerweile werde wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Festnahmen gebe es bisher keine. (os mit dpa)

Gewaltverbrechen in Monheim: Mann (29) schwer verletzt aufgefunden

Erstmeldung vom 6. Juli:

Monheim am Rhein –Tragischer Vorfall in Monheim am Rhein: Am Sonntagabend, 4. Juli, wurde ein 29-Jähriger mit lebensgefährlichen Verletzungen in einer Arbeiterwohnung im Berliner Viertel aufgefunden. Er schwebt noch immer in Lebensgefahr, heißt es in einer Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Düsseldorf und der Kreispolizeibehörde Mettmann.

Während der Verletzte weiterhin um sein Leben kämpft, hat die Mordkommission die Ermittlungen aufgenommen. Zwar ist vieles an dem Fall noch nicht geklärt – die Ermittler gehen jedoch von einem versuchten Tötungsdelikt aus.

29-Jähriger in Monheim am Rhein schwer verletzt aufgefunden – Mordkommission ermittelt

„Nach ersten Ermittlungen der Kreispolizeibehörde Mettmann hat die Staatsanwaltschaft Düsseldorf den immer noch unklaren Sachverhalt inzwischen als versuchtes Tötungsdelikt eingestuft. Eine Mordkommission der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Düsseldorf hat daher zuständigkeitshalber am Dienstag die Ermittlungen übernommen“, hieß es noch am Dienstag

Versuchtes Tötungsdelikt in Monheim am Rhein? Fall gibt Rätsel auf

Zwar ist der Mann mit großer Wahrscheinlichkeit also von einer anderen Person attackiert und schwer verletzt worden. Doch aktuell sind viele Fragen an dem Fall noch nicht geklärt. So wird aktuell zum Beispiel noch untersucht, ob die Verletzungen des 29-Jährigen durch eine Fremdeinwirkung entstanden sind. Unklar ist außerdem, was sich an dem Abend konkret abgespielt hat.

Monheim am Rhein: Polizei findet Hinweise auf körperliche Auseinandersetzung

Ein paar Anhaltspunkte haben die Ermittler jedoch bereits: „Demnach soll sich der 29-Jährige am Sonntagabend gemeinsam mit zwei Mitbewohnern sowie einer noch unbekannten Anzahl von Bekannten in der Arbeiterwohnung in einem Mehrfamilienhaus im Berliner Viertel aufgehalten haben. Im Laufe des Abends wurde der 29-Jährige in seinem Zimmer schwerstverletzt auf dem Boden liegend aufgefunden. Anschließend wurde der Notruf gewählt und Rettungskräfte alarmiert“, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Rettungskräfte brachten den Schwerverletzten anschließend in ein Krankenhaus, wo lebensgefährliche Verletzungen festgestellt wurden und eine Notoperation durchgeführt wurde. Die hinzugerufene Polizei untersuchte daraufhin die Wohnung, in der es zu dem mutmaßlichen Tötungsdelikt kam. „Hierbei ergaben sich Hinweise auf eine körperliche Auseinandersetzung im Zimmer des 29-Jährigen“, so die Polizei. Die Ermittlungen dauern derzeit noch an.

Verbrechen in NRW: Leiche von Düsseldorferin im Keller gefunden – war ihr Sohn der Täter?

Ein anderer Fall sorgte unterdessen in Düsseldorf für Aufsehen. Dort wurde Ende Juni die als vermisst gemeldete Elisabeth B. tot im Keller ihres Wohnhauses in Düsseldorf-Gerresheim aufgefunden. Zuvor hatte die Polizei in ganz Gerresheim und wohl auch darüber hinaus nach Elisabeth B. gesucht. Wie die Polizei mitteilt, wurde aufgrund der Auffindesituation nun der Verdacht bestärkt, dass es sich bei dem Tod der Frau um ein Gewaltverbrechen handelt. Die Ermittler gehen davon aus, dass der 40-jährige Sohn der Vermissten für die Tötung seiner Mutter verantwortlich ist. Er sitzt seit seiner Festnahme in Untersuchungshaft und schweigt. Zuvor waren sowohl in der Wohnung der Düsseldorferin, als auch an den Kleidungsstücken des Mannes Blutspuren von Elisabeth B. entdeckt worden.

Eine weitere Leiche wurde am Wochenende zudem in Lindlar entdeckt. Dabei handele es sich laut der Polizei vermutlich um einen vermisst gemeldeten 74-Jährigen. Ein Fremdverschulden kann nach dem derzeitigen Ermittlungsstand jedoch ausgeschlossen werden. (nb)

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