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Mord an 21-Jähriger in Warendorf: Tatverdächtiger wird zeitnah ausgeliefert

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Von: Simon Stock

Der Tatverdächtige der eine 21-Jährige in Warendorf vergewaltigt und getötet haben soll, wird nun nach Deutschland ausgeliefert. Dafür gibt es eine enge Frist.

Update vom 25. November, 14.25 Uhr: Die spanischen Behörden haben die Auslieferung des mutmaßlichen Mörders und Vergewaltigers einer 21-jährigen Frau aus Warendorf im Münsterland bewilligt. Es gebe eine relativ enge Frist: Der 30-Jährige müsse bis spätestens kommenden Freitag, 2. Dezember, nach Deutschland überstellt werden, sagte der Münsteraner Oberstaatsanwalt Martin Botzenhard.

StadtWarendorf
LandkreisWarendorf
Einwohner37.146

Demnach ist für die Überstellung das Polizeipräsidium Münster zuständig. Wie sie konkret umgesetzt wird, werde gerade geplant, sagte Martin Botzenhard. Die spanischen Behörden seien gebeten worden, die sichergestellten Beweismittel den deutschen Beamten mitzugeben.

Der Deutsche war europaweit per Haftbefehl wegen Mordverdachts, Vergewaltigung und Raubes mit Todesfolge gesucht worden. Die spanische Polizei nahm ihn Mitte November kurz vor Madrid auf einer Autobahn fest. In Deutschland soll ihm nun der Haftbefehl verkündet werden.

Mord an 21-Jähriger in Warendorf: Tatverdächtiger wird zeitnah ausgeliefert

Update von 15. November, 15.11 Uhr: Im Fall der getöteten 21-Jährigen in Warendorf ist der Tatverdächtige festgenommen worden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilten, wurde der gesuchte 30-Jährige von spanischen Zielfahndern auf der Autobahn kurz vor Madrid festgenommen. Am Sonntagabend hatte ein Richter Haftbefehl wegen des Verdachts des Mordes, der Vergewaltigung und des Raubes mit Todesfolge gegen den Mann erlassen. Er war europaweit zur Fahndung ausgeschrieben.

„Der Beschuldigte hat sich von den spanischen Behörden widerstandslos festnehmen lassen“, so Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt. „Wir werden nun die Auslieferung des 30-jährigen Mannes beantragen.“

Frau in Warendorf ermordet und vergewaltigt: Polizei jagt Mann europaweit

[Erstmeldung] Warendorf/Münster - Der gewaltsame Tod einer 21-jährigen Frau in Warendorf hat die Menschen in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus schockiert. Nach intensiven Ermittlungen hat die Polizei nun einen 30-jährigen Mann aus Ennigerloh im Visier. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster erließ ein Richter am Sonntagabend (13. November) Haftbefehl wegen des Verdachts des Mordes, der Vergewaltigung und des Raubes mit Todesfolge.

Seit Sonntagabend ist der Verdächtige europaweit zur Fahndung ausgeschrieben, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag mitteilten. Sein aktueller Aufenthaltsort ist nicht bekannt, berichtet wa.de. Laut Bild soll es sich bei dem Gesuchten um einen ehemaligen Arbeitskollegen des Opfers handeln. In den Tagen nach der Tat hatten die Ermittler mit Unterstützung von schwer bewaffneten Kräften der Hundertschaft eine Flüchtlingsunterkunft in Ennigerloh sowie einen nahegelegenen Steinbruch durchsucht und dabei Handy, Portemonnaie und ein Sweatshirt der Frau entdeckt.

Der Leiter der Mordkommission, Frank Schneemann, fasste die polizeilichen Maßnahmen so zusammen: „Wir haben mit Hochdruck alle Hinweise zusammengetragen, die notwendig sind, um möglichst schnell einen Tatverdächtigen zu ermitteln. Es sind umfangreiche Spuren- und Datenauswertungen erfolgt und Zeugen befragt worden. Beim Abgleich sämtlicher bislang vorliegender Spuren ist der 30-Jährige in unser Visier gerückt.“

Mord in Warendorf: Täter auf der Flucht?

Nach den bisherigen Ermittlungen steht der 30-jährige Beschuldigte aus Ennigerloh im Verdacht, das 21-jährige Opfer am frühen Morgen des vergangenen Mittwochs (9. November) gegen 5.30 Uhr an der Haustür ihrer Wohnung am Grabbehof abgefangen und die Frau unter dem Einsatz eines Messers zurück in ihre Wohnung gedrängt zu haben.

Dort soll der 30-Jährige die Frau sexuell missbraucht und sie dann „durch körperliche Gewalt gegen den Hals“ getötet zu haben, wie Staatsanwaltschaft und Polizei es formulieren. Mit dem Portemonnaie und dem Mobiltelefon der 21-Jährigen soll der Tatverdächtige geflüchtet sein und kurz darauf mit der entwendeten EC-Karte Bargeld von dem Konto der Getöteten abgehoben haben.

„Bei dem Beschuldigten handelte es sich um einen Bekannten der Getöteten. Die Hintergründe für die Tat sind bislang unklar. Den Ermittlern liegen Hinweise dafür vor, dass sich der Tatverdächtige im europäischen Ausland befindet“, sagt Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt.

Die Polizei Münster bestätigte am Sonntag den Fund einer verkohlten Leiche. Plastikgeruch hatte Zeugen stutzig gemacht. Die Bahn leitete Züge nach Hamm zwischenzeitlich um.

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