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Mordversuch in der Bahn: Prozess startet – doch der Fall bleibt rätselhaft

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Landgericht Mönchengladbach.
Scheinbar grundlos hat ein Fahrgast einen Schüler im Regionalexpress mit einem Messer angegriffen. Der Prozess beginnt nun am Landgericht in Mönchengladbach. (Symbolbild) © Marius Becker/dpa

Im März hatte ein Mann einen Schüler (16) in der Bahn mit einem Messer schwer verletzt. Nun steht er in Mönchengladbach vor Gericht. Doch eine Frage bleibt offen.

Mönchengladbach – Ein halbes Jahr nach einer blutigen Messerattacke im Regionalexpress RE 8 muss sich ein 25-Jähriger wegen versuchten Mordes in Mönchengladbach vor Gericht verantworten. Er soll grundlos und unvermittelt mit einem Küchenmesser auf einen 16-jährigen Mitreisenden aus Rommerskirchen eingestochen und ihn lebensgefährlich verletzt haben. Der Prozess beginnt an diesem Freitag (11:00 Uhr) am Landgericht.

Messerattacke im Regionalexpress: Reisender sticht auf Fahrgast aus Rommerskirchen ein – Lebensgefahr

Der Angeklagte soll am 12. März, kurz nachdem ein Schaffner seinen Fahrschein kontrolliert hatte, aufgestanden sein und mit einem Küchenmesser auf den im selben Waggon sitzenden Schüler eingestochen haben. Der Jugendliche erlitt zahlreiche Stichwunden an Armen, Bauch und Brust und schwebte in Lebensgefahr.

Mordversuch in der Bahn: Fahrgast zieht Messer hervor und sticht auf Schüler ein – Motiv ist rätselhaft

Der mutmaßliche Messerstecher hatte sich am nächsten Bahnhof in Rommerskirchen (Kreis Neuss) widerstandlos festnehmen lassen. Das Motiv für die Bluttat ist nach wie vor rätselhaft. Verdächtiger und Opfer kannten sich vorher nicht und hatten den Ermittlungen zufolge keinerlei Beziehung zueinander.

Blutige Tat im Regionalexpress RE 8: Psychiatrisches Gutachten soll Schuldfähigkeit des Angreifers klären

Eine psychiatrische Gutachterin soll die Schuldfähigkeit des Angeklagten klären. Bisher habe sich der wohnsitzlose Pole, der vor vier Jahren nach Deutschland kam, nicht zu den Vorwürfen geäußert, heißt es. Überwachungskameras in der Regionalbahn hatten die Bluttat aufgezeichnet.

Messerattacke in der Bahn: Opfer drohte zwischenzeitlich die Amputation mehrerer Finger und eines Armes

Als einziger Zeuge ist zum Auftakt das Opfer geladen. Dem Schüler drohte zwischenzeitlich die Amputation mehrerer Finger und eines Armes. Inzwischen soll es ihm wieder besser gehen. Für den Prozess sind bis Ende Oktober sieben Verhandlungstage angesetzt. (dpa/lnw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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