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Trotz Ausgangssperre: Dinosaurier spaziert durch Mülheim – Polizei reagiert sofort

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Von: Stefanie Knupp

Schüzt auch irgendwie: Dinokostüm.
Solch ein Kostüm trug ein Mülheimer in der Nacht zu Sonntag, als er auf die Polizei traf (Symbolbild). © Frank Rumpenhorst/dpa

In Mülheim hat ein Mann in einem Dino-Kostüm gegen die nächtliche Ausgangssperre verstoßen. Die Polizei zeigte aber Humor und ließ den Saurier entkommen.

Mülheim a. d. Ruhr – Mit diesem Anblick zu nächtlicher Stunde hat die Polizei in Mülheim eher nicht gerechnet. Während Beamte Samstagnacht die Einhaltung der Ausgangssperre kontrollierten, steuerte plötzliche eine Urzeit-Echse auf sie zu. „Mussten die Polizisten mit einem Angriff des größten landlebenden Fleischfressers aller Zeiten rechnen?“, scherzt die Polizei in einem Facebook-Post. „Immerhin werden die knapp 12 Meter langen und 9 Tonnen schweren Spitzenpredatoren mit dem Hang zum Aas nicht umsonst die Schrecken der Kreidezeit genannt.“

Kuriose Polizei-Kontrolle: Dinosaurier spaziert trotz Ausgangssperre durch Mülheim an der Ruhr

Seit dem Wochenende kursiert im Netz ein Video der kuriosen Kontrolle. „Die Ausgangssperre gilt ja nur für Menschen“, kommentierte ein Polizeibeamter die Szene auf der Aufnahme. Das Video wurde augenscheinlich von Polizisten aufgenommen. „Deswegen haben wir gegen den Tyrannosaurus rex auch keine Chance.“ Der furchteinflößende Saurier sollte sich aber als freundliches und einsichtiges Tier herausstellen. In Mülheim an der Ruhr gilt seit Freitag eine nächtliche Ausgangsbeschränkung. Einige Städte in NRW haben mittlerweile auf die Maßnahme zurückgegriffen. So auch die Stadt Köln, für die die Ausgangssperre ebenfalls gilt.

Mülheim: T-Rex gerät in Ordnungsamt-Kontrolle – dann trifft er auf die Polizei

Zudem war der Dino gesprächig – oder besser gesagt: Der Mann im Dinosaurier-Kostüm. Er erklärte den belustigten Beamten, dass er bereits am Rathaus vom Ordnungsamt kontrolliert und belehrt wurde. „Der als flink beschriebene Saurier konnte zuvor jedoch selbst den städtischen Mitarbeitern am Rathaus nicht entwischen und schien daher wenig überrascht, auch auf uniformierte Leckerbissen zu stoßen“, schreibt die Polizei. Ihm sei bereits erläutert worden, dass „die Ausgangssperre in der Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr auch für nachtaktive Reptilien gilt.“

Sogar an den Namen der Mitarbeiterin konnte sich der Dino erinnern und sei ohnehin auf dem Weg nach Hause. „Alles klar, die kenne ich sogar“, sagte der Polizist und ersparte dem Mann im T-Rex-Kostüm weitere Fragen. Zum Beweis seiner guten Absichten nannte der Dino sogar seine Zieladresse und wünschte den Beamten alles Gute. Die ließen den Mann von dannen ziehen und blieben „irritiert aber belustigt“ zurück.

T-Rex spaziert durch Mülheim: Netz feiert Dino und Polizei

In ihrem Facebook-Post stellt die Polizei Essen, die auch für Mülheim zuständig ist, aber klar: „Keine Ausnahme für T-Rex! Ausgangssperre auch für Dinosaurier!“ Die User in der Kommentarspalte feiern den Bericht der Polizei und loben die Reaktionen von beiden Seiten. „Endlich mal wieder herzhaft gelacht“, befinden viele Kommentatoren. Besonders der Humor der Beamten während der Kontrolle wird lobend erwähnt. Wie RUHR24* berichtet, bestätigte die Polizei Essen/Mülheim, dass die Beamten die Begegnung mit dem Dinosaurier gefilmt hatten*.

Ende Februar hatte die Polizei in Krefeld ihre User auf Facebook mit einem Einsatzbericht zum Lachen gebracht: Ein Mann hatte die Motorhaube eines Streifenwagens für ein Fotoshooting genutzt. Die Polizei Krefeld fand das gar nicht lustig. Umso lustiger erzählte sie die Geschichte am nächsten Tag auf Facebook. (sk) *RUHR24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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