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Entwarnung in Münster – kein Blindgänger am Maikottenweg

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Von: Mick Oberbusch

Der Verdacht auf einen möglichen Blindgänger am Maikottenweg in Münster hat sich nicht bestätigt. Eine Evakuierung ist damit nicht nötig.

Update vom 13. Dezember, 12:57 Uhr: Es gibt Entwarnung am Maikottenweg in Münster. Dort wurde bei einer heutigen Überprüfung kein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. „Es wurde zwar ein Kampfmittel gefunden, dabei handelte es sich aber um einen sogenannten Bodendetonierer, es sind keine Entschärfungsmaßnahmen erforderlich“, teilt die Stadt mit. Somit sind auch keine Sperrungen und keine Evakuierungen nötig.

Was ist ein Bodendetonierer?

Bei einem sogenannten Bodendetonierer handelt es sich um eine Weltkriegsbombe, die während des Kriegs zwar detonierte, aber erst, nachdem sie zum Teil mehrere Meter tief in den Boden eingedrungen war. Solche Sprengköpfe haben meist keinen Krater gebildet und auch keine Erde ausgeworfen. Dafür sind die Einzelteile der Bombe im Untergrund häufig eng beieinander liegen geblieben, wodurch Metalldetektoren bei Bodenmessungen auch heute noch Alarm schlagen können.

Erstmeldung:

Möglicher Bombenfund in Münster – Überprüfung heute

Münster – Funde von Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg sind in NRW vielleicht nicht an der Tagesordnung, kommen aber sehr häufig vor – und möglicherweise wird eine solche Weltkriegsbombe nun auch in Münster entdeckt.

„Kampfmittelüberprüfungen am Maikottenweg haben Hinweise auf einen möglichen Blindgänger ergeben. Der Verdachtspunkt wird am kommenden Dienstag, 13. Dezember, freigelegt“, teilte die Stadt in der vergangenen Woche mit. Die Überprüfung findet demnach heute statt. Ob eine Evakuierung im Umfeld sowie eine Bombenentschärfung durch den Kampfmittelräumdienst notwendig sein werden, ist noch unklar. Das wird sich erst durch die geplante Untersuchung der möglichen Fundstelle zeigen.

Möglicher Bombenfund in Münster – Verdachtspunkt wird am 13. Dezember geöffnet

Falls nach Öffnung des Verdachtspunktes eventuell Straßensperrungen und etwaige weitere Maßnahmen notwendig werden, wollen Stadt und Feuerwehr Münster über die Homepage der Stadt, via Social Media und die Warnapp „NINA“ sowie das Warnsystem KATWARN warnen. Einige Vorbereitungen wurden jedoch schon getroffen, erklärt die Stadt weiter. „Vorsorglich wird zu diesem Termin eine Notbetreuungsstelle für die Bevölkerung in der Dreifachsporthalle Ost an der Manfred-von-Richthofen-Straße eingerichtet. In der Notbetreuungsstelle besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske.“

Fundradius Münster, Bombe
Am Dienstag, 13. Dezember, wird der Blindgänger-Verdachtspunkt am Maikottenweg in Münster freigelegt (Bombe Symbolbild, IDZRW-Montage) © Fabian Sommer/dpa & Stadt Münster

Münster: Möglicher Bombenfund – sind Evakuierung und Bombenentschärfung nötig?

Falls an dem Verdachtspunkt am Maikottenweg etwas gefunden wird, wird der mögliche Evakuierungsbereich im 250-Meter-Radius um die Fundstelle eingerichtet. Erst kürzlich hatte es in Köln ebenfalls einen Bombenfund gegeben, bei dem in Porz rund 3500 Menschen evakuiert werden mussten. Wieviele Menschen in Münster bei einem Fund betroffen wären, ist derzeit noch nicht bekannt. (mo) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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