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Entwarnung in Münster: Kein Bombenfund am Haferlandweg

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Von: Benjamin Stroka

In Münster sollte wieder nach einem möglichen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gesucht werden. Doch schon vor der Überprüfung konnte Entwarnung gegeben werden.

Update vom 29. November, 13:46 Uhr: Noch vor der eigentlichen Überprüfung im Hinblick auf einen möglichen Blindgänger am Haferlandweg in Münster, konnte die Stadt Entwarnung geben. Eigentlich sollte der Bereich am Mittwoch überprüft werden. Doch schon während der Vorarbeiten für Aufgrabungen wurde klar: Es gibt doch keinen Verdachtspunkt, wie die Stadt Münster am Dienstagmittag berichtet. „Offensichtlich gab es an dieser Stelle wegen der komplexen Leitungslage Störsignale“, heißt es. Somit kommt es auch zu keiner Evakuierung und keiner Bombenentschärfung.

Erstmeldung:

Suche nach Bombe in Münster – möglicher Blindgängerfund am Haferlandweg

Münster – In Münster gibt es erneut Hinweise auf eine mögliche Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Wie die Stadt am Freitag mitteilt, haben Kampfmittelüberprüfungen einen Verdachtspunkt am Haferlandweg ergeben. Dieser Verdachtspunkt soll am Mittwoch (30. November) von den Experten des Kampfmittelräumdienstes überprüft werden. „Ob eine Entschärfung und damit auch eine Evakuierung im Umfeld erforderlich ist, wird sich erst nach der Öffnung des Verdachtspunktes klären“, teilt die Stadt mit. Dann dürften auch die Warn-Apps NINA und KATWARN auslösen, um die Bevölkerung zu informieren.

Möglicher Bombenfund in Münster: Überprüfung am Haferlandweg

Sollte es wirklich zu einer Bombenentschärfung kommen müssen, wäre ein Bereich in einem Radius von 250 Metern um den Fundort von einer Evakuierung betroffen. Auch ein Teil des Albersloher Wegs befindet sich im von der Stadt veröffentlichten potenziellen Evakuierungsbereich.

Im Gebiet liegen sowohl Wohnhäuser als auch mehrere Firmen. Zudem wäre auch die Oberfinanzdirektion Nordrhein-Westfalen betroffen, die sich ebenfalls im möglichen Gefahrenbereich befindet. Zu möglichen Straßensperrungen oder weiteren Maßnahmen wollen Stadt und Feuerwehr nach Öffnung des Verdachtspunktes informieren.

Der potenzielle Evakuierungsradius zur Bombensuche in Münster.
Der potenzielle Evakuierungsradius wurde in einem 250-Meter-Radius um den Verdachtspunkt angelegt. © Stadt Münster

Münster: Verdacht auf Fliegerbombe am Haferlandweg

Ganz einfach dürfte die Freilegung des Verdachtspunktes zudem nicht werden. „Es kann wegen vorhandener Leitungen möglicherweise zu Verzögerungen kommen“, teilt die Stadt schon im Vorfeld mit. Das erinnert an die Bombensuche in der Friedrich-Ebert-Straße Mitte November. Dort sorgte ein nicht mehr betriebenes Kanalrohr dafür, dass die Überprüfung an einem Verdachtspunkt abgebrochen werden musste, bis das Kanalrohr entfernt wird.

Bei solchen Kampfmittelüberprüfungen wird aber auch häufig Metallschrott im Boden gefunden. Sollte das auch am Haferlandweg der Fall sein, würden Stadt und Feuerwehr schnell Entwarnung geben. Käme es doch zu einer Evakuierung, wurde bereits vorsorglich eine Betreuungsstelle eingerichtet.

Diese befindet sich in der Halle Münsterland. Auch Bus-Shuttles würden dann betroffene Anwohner dorthin fahren. „Die Shuttle-Busse sind mit ‚Evakuierung‘ gekennzeichnet und halten an den Haltestellen ‚Heumannsweg‘ und ‚Loddenheide/Beresa‘. In der Betreuungsstelle besteht die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske“; teilt die Stadt mit. (bs) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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