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Münster: Suche nach Fliegerbombe in Rumphorst erfolgreich – doch keine Gefahr

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Von: Benjamin Stroka

Am Donnerstag wurde in Münster nach einer Fliegerbombe gesucht. Tatsächlich wurde ein Blindgänger entdeckt – von ihm geht jedoch keine Gefahr aus.

Update vom 7. Juli 12:52 Uhr: Erfolgreiche Bombensuche mal anders: An der Kösliner Straße wurde eine britische 250-Kilogramm-Fliegerbombe freigelegt, wie die Stadt Münster mitteilt. Allerdings stellte sich erst im Anschluss heraus, dass die Bombe nicht bezündet war und somit keine akute Gefahr für die Bevölkerung ausgehen. Damit seien keine weiteren Maßnahmen erforderlich, so die Stadt weiter. Der Bombenblindgänger wurde unterhalb der Kellersohle eines Mehrfamilienhauses an der Kösliner Straße freigelegt.

„Die freigelegte britische 250-kg-Sprengbombe war mit erheblichen Mengen Sprengstoff befüllt, aber aus ungeklärten Gründen nicht bezündet. Aus diesem Grund konnte der Sicherheitsbereich schnell deut­lich reduziert werden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Westfalen Lippe legte den Blindgänger schließlich unter gebotener Vorsicht frei und transportierte diesen ab“, heißt es in der Mitteilung.

Münster: Suche nach Bombe in Rumphorst heute – Evakuierung droht

Erstmeldung vom 5. Juli, 16:39 Uhr: Münster – In Münster wird am Donnerstag nach einer möglichen Fliegerbombe gesucht. Überprüfungen ergaben einen möglichen Verdachtspunkt an der Kösliner Straße im Stadtteil Rumphorst. „Der Verdachtspunkt wird daher am kommenden Donnerstag, 7. Juli, freigelegt“, teilt die Stadt mit.

Münster: Suche nach Fliegerbombe in Rumphorst – mögliche Bombenentschärfung am Donnerstag

Sollte an der Stelle wirklich ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg liegen, könnte es am Donnerstag zur Evakuierung und Bombenentschärfung kommen. Voraussetzung ist allerdings, dass nicht nur ein Blindgänger gefunden wird, sondern dieser auch noch einen aktiven Zünder hat. Auch groß angelegte Straßensperren wären dann die Folge. Das wird sich aber erst durch die Kampfmittelsondierung am Donnerstag klären.

Eine Fliegerbombe im Boden und ein Ortsschild mit Straße von Münster (Montage).
Ein Verdachtspunkt zu einem möglichen Blindgänger wird am Donnerstag in Münster durchsucht (IDZRW-Montage). © Feuerwehr Kassel/Kasten Hose/dpa & Rüdiger Wölk /Imago

Die Stadt bereitet sich bereits auf eine mögliche Evakuierung vor. Man werde „vorsorglich“ eine Notunterkunft für die Bevölkerung im Begegnungszentrum an der Meerwiese einrichten. Auch ein Shuttle-Busverkehr werde bereits vorbereitet. „Dieser fährt nach Bedarf die Betreuungsstelle ab Haltestelle Rumphorstweg an“, erklärt die Stadt.

Suche nach Fliegerbombe in Münster: möglicher Evakuierungsradius von 250 Metern

Aktuell kalkuliert die Stadt für den Fall eines Bombenfundes mit einem Evakuierungsbereich im 250-Meter-Radius um den Verdachtspunkt an der Kösliner Straße. Noch ist unklar, wie viele Personen davon betroffen sein könnten. Der Bereich um die Kösliner Straße ist ein Wohngebiet.

Ein Kartenausschnitt zeigt in grüner Farbe, welcher Bereich in Münster im Falle einer Bombenentschärfung von einer Evakuierung betroffen wäre.
Die Karte zeigt, welcher Bereich in Münster im Falle einer Bombenentschärfung von einer Evakuierung betroffen wäre. © Stadt Münster

Es ist allerdings auch gut möglich, dass durch die Überprüfung am Donnerstag Entwarnung gegeben werden kann. In der vergangenen Woche gab es eine ähnliche Aktion in Köln. Auch dort wurde nach einer möglichen Fliegerbombe gesucht. Rund 10.000 Menschen wären betroffen gewesen. Doch der vermeintliche Blindgänger am Verdachtspunkt in Köln-Zollstock stellte sich als ungefährlicher Schutt heraus. (bs) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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