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NATO Airbase Geilenkirchen: Das müssen Sie über den Militärstützpunkt wissen

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Von: Anna Maria Pejsek

Eines von 15 AWACS-Flugzeugen startet seinen Kontrollflug von der NATO-Airbase in Geilenkirchen. Die Piloten können durch das Kontrollsystem mehrere 100 km weite Flugzeuge erkennen.
Ein AWACS-Flugzeug startet von der NATO Airbase in Geilenkirchen. (Archivbild) © Roland Weihrauch/dpa

Die NATO Airbase Geilenkirchen ist ein Militärstützpunkt westlich von Geilenkirchen in Nordrhein-Westfalen. Von dort fliegt die Frühwarnflotte der NATO.

Geilenkirchen – Faszination und Neugierde löst der Militärstützpunkt der NATO Airbase an der niederländischen Grenze bei Aachen aus. Neben Übungsflügen spielen vor allem die Analysen im Alltag der stationierten Soldaten eine wichtige Rolle. Sie sind dafür verantwortlich, früh genug zu erkennen, ob sich etwas Außergewöhnliches im Luftraum zur russischen Grenze aufhält, wie zum Beispiel ein Kampfflugzeug.

NATO Airbase Geilenkirchen
Eröffnung1953
Lage6 km westlich von Geilenkirchen in Nordrhein-Westfalen
stationierte Soldatenetwa 1400 Soldaten, 900 Zivilisten
AWACS-Flugzeuge14

NATO Airbase Geilenkirchen: Was steckt hinter der Abkürzung „AWACS“?

Die ersten Maschinen vom Typ E-3A, auch als NE-3A bezeichnet (N für NATO), kamen ab 24. Februar 1982 auf der NATO Air Base in Geilenkirchen (Nordrhein-Westfalen) zum Einsatz. Hinter AWACS verbirgt sich „Airborne Early Warning and Control System“, was so viel bedeutet wie ein fliegendes Radarsystem. Damit können die Soldaten frühzeitig Auffälligkeiten im Luftraum erkennen. In Geilenkirchen sind es modifizierte Boeing 707, diese sind sehr leicht an der markanten Radarkuppel zu erkennen, die am Rumpf angebracht ist.

Laut NATO Airbase operiert die E-3A in einer Höhe von etwa 10 km. Aus dieser Höhe kann eine E-3A den Luftraum in einem Umkreis von mehr als 400 km überwachen und über digitale Datenverbindungen Informationen mit boden-, see- und luftgestützten Soldaten austauschen.

Mehrere AWACS-Flugzeuge auf der NATO Airbase in Geilenkirchen. Insgesamt sind 14 Flugzeuge auf dem Militärstützpunkt stationiert.
Leicht zu erkennen: die Radarkuppel am Rumpf der AWACS-Flugzeuge auf der NATO Airbase in Geilenkirchen. © Roland Weihrauch/dpa

Bislang gibt es auch neue Pläne, die bis 2035 vorhaben, die alten Boeing 707 auszutauschen. Die Flugzeuge sind alle schon mehrere Jahrzehnte alt und sorgen durch ihren Lärm auch immer wieder für Proteste der im Umkreis lebenden Anwohner. Ein Grund, warum die Maschinen nicht schon früher ausgetauscht wurden, ist der finanzielle Aufwand. Schon Ende der 70er-Jahre wurde ein Anschaffungspreis für eine Maschine bis zu 70 Millionen US-Dollar betitelt.

Wann dürfen die AWACS-Flugzeuge fliegen?

Um es für die Anwohner erträglicher zu machen, gilt die Regel, dass die AWACS-Flugzeuge nur unter der Woche von 8 bis 22 Uhr fliegen dürfen. Somit sind Ruhezeiten von 22 bis 8 Uhr einzuhalten und am Wochenende darf ebenfalls nicht geflogen werden.

Das versteckt sich hinter der E-3A-Komponente

Die E-3A-Komponente ist eine der beiden operativen Einheiten der NATO Airborne Early Warning & Control Force (NAEW & C Force). Dies ist einzigartig in der Militärgeschichte, da es die erste multinationale Flugeinheit ist, die von der Allianz gegründet wurde. Dazu gehören Komponenten aus Deutschland, der USA oder der Niederlande. Da es beim Militär sehr viele Dienstgrade gibt, die in die Kategorien Mannschaft, Unteroffiziere mit und ohne Portepee, Leutnants, Hauptleute, Stabsoffiziere und Generale aufgeteilt werden, haben wir alle Dienstgrade von niedrig bis hoch aufgelistet:

Kann ich die NATO Airbase besuchen?

Die Airbase in Geilenkirchen veranstaltete in der Vergangenheit regelmäßig einen Tag der offenen Tür. Bisher ist noch kein Datum für 2023 bekannt gegeben. Aber erst dieses Jahr feierte die NATO Airbase ihr 40-jähriges Bestehen. Das heißt vor 40 Jahren, am 24. Februar 1982, landete das erste NATO-E-3A-AWACS-Flugzeug auf dem Flugplatz in Geilenkirchen. 

Wer auf dem Laufenden bleiben möchte über mögliche Besuchszeiten oder einen Tag der offenen Tür, sollte regelmäßig die Website der NATO Airbase checken oder auch auf Social Media nachschauen.

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