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Much, Neunkirchen-Seelscheid und Ruppichteroth: Mehrwöchige Reparaturen nach Stromausfall

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Von: Benjamin Stroka

Mitarbeiter der Westnetz GmbH gehen über das Gelände der Umspannanlage Hasenbach.
Mitarbeiter der Westnetz GmbH gehen über das Gelände der Umspannanlage Hasenbach, wo es am Freitagabend gebrannt hat. © picture alliance/dpa/Westnetz GmbH

Rhein-Sieg-Kreis: In Much, Ruppichteroth und Neunkirchen-Seelscheid war nach einem Brand in einer Umspannstation der Strom ausgefallen. Die Reparaturen werden wochenlang dauern.

Update, 13. Dezember, 16:33 Uhr: Nach dem Stromausfall in Teilen des Rhein-Sieg-Kreises am Wochenende rechnet der Netzbetreiber Westnetz mit mehrwöchigen Reparaturarbeiten. „Zur Zeit wird eine mobile Schaltanlage errichtet“, sagte ein Sprecher am Montag. Der Betreiber geht nicht davon aus, dass während der Reparatur-Arbeiten der Strom abgestellt werden muss, „wenn die Arbeiten konzeptgemäß und ohne weitere technische Störungen verlaufen“. Der Stromausfall am Wochenende in Much, Ruppichteroth und Neunkirchen-Seelscheid dauerte rund 24 Stunden.

Normalerweise sind in Deutschland Stromausfälle viel kürzer, weil andere Netze schnell einspringen können. Auch in der betroffenen Region gibt es zwei Netze. „Kommt es zu einem Ereignis in einem der Netze, kann dies im Normalfall durch das jeweils andere Netz mittels Netzumschaltungen ausgeglichen werden“, erklärte der Sprecher. Aufgrund einer „unglücklichen Verkettung von technischen Ereignissen“ seien diesmal „Betriebsmittel“ der Netze beider Spannungsebenen in Mitleidenschaft gezogen worden. Dies habe zu den bekannten Auswirkungen geführt.

Landrat Sebastian Schuster (CDU) forderte Verbesserungen. „Wir brauchen alternative Systeme, die im Falle eines Ausfalls greifen, auch wenn der Versorger am Wochenende alles getan hat, um die Menschen so schnell wie möglich wieder mit Strom zu versorgen“, sagte er laut einer Mitteilung.

Stromausfall im Rhein-Sieg-Kreis: Suche nach Ursache geht weiter

Update 13. Dezember, 07:39 Uhr: Teils über 24 Stunden waren am Wochenende bis zu 41.000 Haushalte im Rhein-Sieg-Kreis ohne Strom. Ab Samstagabend gingen dann nach und nach auch bei den letzten Menschen in Much, Ruppichteroth und Neunkirchen-Seelscheid wieder die Lichter an, sodass mittlerweile wieder alle am Netz sind.

Doch damit ist der Vorfall noch nicht gegessen, denn für den Strom-Betreiber Westnetz geht es jetzt um die weitere Aufarbeitung. Immer noch ist unklar, wie es genau zu dem kritischen Kurzschluss gekommen war. Am Montag (13. Dezember) soll weiter nach der Ursache gesucht werden, erklärte eine Westnetz-Sprecherin gegenüber der Kölnischen Rundschau. Einige Leitungen konnten bisher nur provisorisch wieder genutzt werden. Die Reparaturen aller Schäden soll noch einige Tage dauern. (os)

Much, Neunkirchen-Seelscheid und Ruppichteroth: Die meisten Haushalte haben wieder Strom

Update, 23:40 Uhr: Die meisten Haushalte in den betroffenen Gebieten haben wieder Strom. Die Aufschaltung erfolgte sukzessive, sodass manche noch „im Dunkeln“ saßen, während andere Bürgerinnen und Bürger sich schon über die wiedererlangte Energie freuten. Eines lässt sich schon jetzt feststellen: Trotz des Ärgers wird Westnetz und den unzähligen anderen Helferinnen und Helfern von vielen Betroffenen eine unglaubliche Dankbarkeit für ihren unermüdlichen Einsatz entgegengebracht.

Update, 20:50 Uhr: Wie der Energieversorger Westnetz mitteilt, soll die Stromversorgung bei vielen Betroffenen in Much, Ruppichteroth und Neunkirchen-Seelscheid wieder hergestellt sein. „Bereits über die Hälfte der betroffenen Einwohner*innen sind wieder am Stromnetz“, teilt das Unternehmen mit. Die weiteren Zuschaltungen sollen im Laufe des Abends folgen. „Wenn weiterhin die notwendigen Sicherheits- und Funktionsprüfungen planmäßig verlaufen, können im Laufe des Abends alle betroffenen Bereiche wieder mit Strom versorgt werden“, kündigt die Westnetz GmbH an.

Stromausfall in Much, Neunkirchen-Seelscheid und Ruppichteroth – Westnetz macht Hoffnung

Update, 17:50 Uhr: Die Menschen in Much, Ruppichteroth und Neunkirchen-Seelscheid könnten nach Angaben des Energieversorgers Westnetz möglicherweise am Samstagabend wieder Stück für Stück an das Stromnetz angeschlossen werden. „Die Arbeiten an den beiden Lösungen zur Wiederversorgung schreiten voran“, teilte Westnetz vor wenigen Minuten mit.

So sei die Reinigung der stark beschädigten Schaltanlagen an der Umspannstation Hasenbach fast abgeschlossen. Derzeit kontrollieren Kabelmesswagen die erforderlichen Kabelstrecken für die Stromversorgung. Weiterhin laufe die Prüfung der 10.000-Volt-Schaltanlage und die Arbeiten an der provisorischen Stromversorgung über die 30.000-Volt-Spannungsebene.

„Wenn alle Arbeiten und die notwendigen Sicherheits- und Funktionsprüfungen planmäßig verlaufen, können unsere Kolleg*innen die Stromversorgung voraussichtlich am Abend in den betroffenen Gebieten sukzessive zuschalten“, erklärt die Westnetz GmbH.

Stromausfall: Much stellt Anlaufstelle zur Verfügung

Update, 17:36 Uhr: Die Gemeinde Much hat aufgrund des weiterhin anhaltenden Stromausfalls inzwischen eine Anlaufstelle für betroffene Bürgerinnen und Bürger bereitgestellt. Diese befindet sich in der Turnhalle der Grundschule Klosterstraße 4a und ist dank eines Notstromaggregats auch beheizt. „Eine Mahlzeit wird ebenfalls im Laufe des Abends angeboten. Scheuen Sie sich nicht, vorbeizukommen. Wir sind für Sie da“, erklärt Muchs Bürgermeister Norbert Büscher. Es ist weiterhin unklar, wann Much, Ruppichteroth und Neunkirchen-Seelscheid wieder an die Stromversorgung angeschlossen sein werden.

Stromausfall im Rhein-Sieg-Kreis: Arbeiten dauern „noch mehrere Stunden“

Update, 14:46 Uhr: Der Stromausfall in Much, Ruppichteroth und Neunkirchen-Seelscheid hält weiter an. Der zuständige Energieversorger, die Westnetz GmbH, erklärt nun, dass man an parallel an zwei Lösungen arbeite, „um eine möglichst zeitnahe und sichere Versorgung herstellen zu können“. Demnach laufen derzeit Tiefbauarbeiten, um eine provisorische Stromversorgung über eine Anbindung an die 30.000-Volt-Spannungsebene vorzunehmen. Parallel werde die 10.000-Volt-Schaltanlage geprüft, um möglicherweise die Stromversorgung sicherstellen zu können.

Wie lange das dauert und wann es wieder Strom gibt, ist weiterhin offen. „Die Arbeiten werden noch mehrere Stunden in Anspruch nehmen“, so die Westnetz GmbH.

Update, 14:34 Uhr: Die Westnetz GmbH hat erklärt, dass aufgrund des großflächigen Stromausfalls im Rhein-Sieg-Kreis mehrere Notstromaggregate in Betrieb sind. „Zahlreiche Notstromaggregate sind an den unterschiedlichsten Stellen der betroffenen Gemeinden im Einsatz, um die Wiederversorgung in Teilen zu ermöglichen. Das alles erfolgt in enger Abstimmung mit den örtlichen Behörden und Hilfsorganisationen“, teilte der Energieversorger am frühen Samstagnachmittag mit.

Derzeit werde die Stromversorgung über die 10.000-Volt-Ebene aufgebaut, „um so nach und nach die Einwohner*innen der betroffenen Gemeinden wieder mit Strom versorgen zu können“. Während Spezialfirmen weiterhin die stark beschädigten Anlagen an der Umspannstation Hasenbach reinigen, würden Techniker parallel an einer „provisorischen Versorgungsmöglichkeit“ arbeiten. Eine konkrete Prognose, wann die Stromversorgung in Much, Ruppichteroth und Neunkirchen-Seelscheid wieder hergestellt ist, gibt es weiterhin nicht. „Wir können weiterhin nur um Verständnis bitten, dass wir für all diese Maßnahmen keine zeitliche Prognose abgeben können“, heißt es von Westnetz.

Stromausfall im Rhein-Sieg-Kreis: Landrat appelliert an Nachbarschaftshilfe

Update, 13:48 Uhr: Der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises, Sebastian Schuster, appelliert aufgrund des großflächigen Stromausfalls an ein Miteinander in den betroffenen Gemeinden. „Wichtig ist jetzt, dass die Bürgerinnen und Bürger sich in ihrer Nachbarschaft um ältere oder alleinstehende Menschen kümmern und bei den örtlichen Feuerwehrgerätehäusern mitteilen, wenn Hilfe benötigt wird“, sagte Schuster nach einer Sitzung des Krisenstabs im Siegburger Kreishaus. Von dem Stromausfall sind weiterhin Much, Ruppichteroth und Neunkirchen-Seelscheid betroffen.

„Alle Beteiligten – Kommunen, Rettungsdienste, Feuerwehren, Polizei, Stromversorger und Rhein-Sieg-Kreis – arbeiten mit Hochdruck daran, die Versorgung der Bevölkerung sicherzustellen“, so der Landrat weiter. Das gehe „Hand in Hand und über die Gemeindegrenzen hinaus“. Wann genau die Stromversorgung wieder hergestellt ist, sei noch nicht absehbar.

Stromausfall im Rhein-Sieg-Kreis: „Westnetz arbeitet mit Hochdruck“

Update, 13:14 Uhr: Der Stromausfall in Much, Ruppichteroth und Neunkirchen-Seelscheid hält weiterhin an. Wann die rund 40.000 betroffenen Menschen wieder Strom haben werden, ist immer noch unklar. Wie Norbert Büscher, Bürgermeister von Much, auf 24RHEIN-Nachfrage mitteilt, ist die Westnetz GmbH aber „verhalten optimistisch“, dass bis zum späten Nachmittag zumindest Teile der betroffenen Regionen wieder ans Stromnetz angeschlossen werden können.

„Ich habe mir heute Mittag selbst ein Bild vor Ort an der betroffenen Umspannstation machen können“, berichtet Büscher. „Die Westnetz GmbH arbeitet dort mit Hochdruck und mit vielen Fachkräften an einer Lösung.“ Zunächst mussten die verrußten Bereiche an der Umspannstation gesäubert werden, ehe die Techniker sich an die Arbeit machen konnten. Das größte Problem aktuell: Eigentlich versorgen eine 30-Kilovolt-Leitung und eine 10-Kilovolt-Leitung das betroffene Gebiet. Die 30-Kilovolt-Leitung wurde durch das Feuer aber komplett zerstört.

Brand in Umspannstation im Rhein-Sieg-Kreis: Ursache noch unklar

In Much ist auch das Technische Hilfswerk (THW) im Einsatz und sorgt mit Notstromaggregaten dafür, dass zumindest die Pflegeeinrichtungen im Ort weiterhin mit Strom versorgt werden. Aktuell werde zudem eine Turnhalle in Much mit einem Notstromaggregat als mögliche Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger vorbereitet, die sich aufwärmen möchten. Ob sie benutzt wird, entscheidet sich nach der nächsten Sitzung des Krisenstabs im Rhein-Sieg-Kreis, die um 13:30 Uhr stattfinden soll.

„Falls Sie kein Telefon haben, die Feuerwehr Much, Sülzbergstr. 12, sowie das Rathaus sind persönlich erreichbar. An den Kirchen in Hetzenholz, Kreuzkapelle, Marienfeld und Wellerscheid steht ein Wagen der Feuerwehr und kann Notrufe für Sie weiterleiten“, erklärt Bürgermeister Norbert Büscher.

Die Brandursache ist indes noch unklar. Es soll einen Kurzschluss in der Umspannstation Hasenbach gegeben haben. Wodurch dieser ausgelöst wurde, muss aber noch untersucht werden. Die Anlage sei laut Büscher eigentlich in gutem Zustand und wurde auch regelmäßig gewartet.

Update, 11:12 Uhr: Ein Ende des Stromausfalls im Rhein-Sieg-Kreis ist laut dem Energieversorger Westnetz aktuell noch nicht abzusehen. Zuvor hatte der Rhein-Sieg-Kreis mitgeteilt, dass voraussichtlich ab dem Mittag der Strom wieder laufen könnte. Das scheint nun nicht mehr realistisch.

„Wir bitten um Verständnis, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehen können, wann der Strom zugeschaltet werden kann. Unsere Kolleg*innen arbeiten weiterhin mit Hochdruck daran, die Stromversorgung schnellstmöglich wiederherzustellen“, teilte die Westnetz GmbH am Samstagvormittag mit. Mitarbeiter und Spezialfirmen befänden sich seit den frühen Nachtstunden im Einsatz, „um die stark beschädigten Schaltanlagen in der Umspannanlage Hasenbach zu reinigen und instand zu setzen“, heißt es weiter.

Großer Stromausfall: Much, Neunkirchen-Seelscheid und Ruppichteroth betroffen

Erstmeldung vom 11. Dezember, 10:12 Uhr

Neunkirchen-Seelscheid – Im Rhein-Sieg-Kreis sind immer noch zehntausende Menschen ohne Strom. Nach einem Brand in einer Umspannstation am Freitagabend sind Einwohner in Neunkirchen-Seelscheid, Much und Ruppichteroth von dem großflächigen Stromausfall betroffen.

Stromausfall im Rhein-Sieg-Kreis nach Feuer in Umspannstation

Der Energieversorger Westnetz arbeitet auf Hochtouren daran, die Störung wieder zu beseitigen. Nach aktuellen Informationen des Rhein-Sieg-Kreises soll der Stromausfall voraussichtlich noch bis zum Samstagmittag andauern. Auch die Warn-App NINA hat ausgelöst. Die Feuerwehr rät in der Warnmeldung, den Stromverbrauch über Akkus und Batterien auf das Nötigste zu reduzieren und Radio über ein batteriebetriebenes Gerät zu hören. Insgesamt sollen rund 41.000 Menschen betroffen sein.

Das Feuer in der Umspannstation konnte noch am Freitagabend (10. Dezember) gelöscht werden. Laut Polizeiangaben liefen danach die Reinigungs- und Reparaturarbeiten. (bs) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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