1. 24RHEIN
  2. Rheinland & NRW

Tierischer Einsatz in Neuss: Feuerwehr rettet Entenküken aus dem Regenwasser-Kanal

Erstellt:

Von: Nina Büchs

Zwei Feuerwehrleute halten zwei Entenküken in den Händen.
Die zwei Feuerwehrleute sind den hilflosen Küken zu Hilfe geeilt. © Feuerwehr Neuss

Die Feuerwehr Neuss ist sieben Entenküken zur Hilfe geeilt, die in einen Gully gefallen waren. Die aufgeregten Eltern warteten schon an der Öffnung auf ihre Schützlinge.

Neuss – Für die Rettung von sieben Entenküken ist die Feuerwehr Neuss am Dienstag,27. April, bis tief in einen Regenwasserkanal hinabgestiegen. Ein Passant hatte beobachtet, wie mehrere der flauschigen Entenbabys in einen Gully gefallen und nicht mehr aufgetaucht waren.

Neuss: Feuerwehr rettet Entenbabys aus dem Gully – „Entkommen ohne fremde Hilfe wäre unmöglich gewesen“

Zwei Feuerwehrleute rückten aus und stellten fest, dass die Küken über ein Rohr aus dem Gully vermutlich bis in den Hauptkanal gelangt waren, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Einsatzkräfte öffneten mehrere Gully-Deckel und Abwasserschächte bevor sie schließlich den richtigen Kanaldeckel fanden: Schon bei dessen Öffnen habe leises aber stetiges Piepen aus den Tiefen des Kanals gedrungen. Mit Kescher und Lampe sei ein Kollege in den zurzeit trockenen Kanal hinabgestiegen, um die sieben desorientiert umherlaufenden Küken zu retten. Ohne fremde Hilfe wäre ein Entkommen unmöglich gewesen, so ein Feuerwehr-Sprecher.

Feuerwehreinsatz in Neuss: Feuerwehr rettet Entenküken – aufgeregte Eltern warten an der Gully-Öffnung

An der Gully-Öffnung hätten die aufgeregten Eltern bereits auf ihre Schützlinge gewartet. Die wiedervereinte Entenfamilie habe sich danach direkt zum nahegelegenen Hafenbecken aufgemacht und sei auf dem Wasser verschwunden.

Immer wieder gibt es Einsätze, bei denen die Feuerwehr in Not geratene Tiere rettet. Im März etwa stieß eine Hausbewohnerin aus Düsseldorf in ihrem Garten auf ein mutterloses Fuchsbaby. Die Feuerwehr brachte das unterkühlte Tier in eine Tierklinik. Einen Schwan hat dagegen die Feuerwehr in Olfen vor dem Ertrinken gerettet. Eine Angelschnur hatte sich mehrfach um die Beine des Vogels gewickelt, wie die Feuerwehr mitteilte. Der Angelhaken steckte im Schnabel des Schwans und er drohte in einem Fluss zu ertrinken. Ebenfalls in Düsseldorf wurde ein Bernhardiner unter einer Straßenbahn eingeklemmt. Die Feuerwehr konnte den Hund schließlich befreien. Er wurde anschließend in eine Tierklinik in Düsseldorf-Rath gebracht. (nb mit dpa)

Auch interessant