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Rauchender Metallschrott in Neuss entpuppt sich als Weltkriegs-Bombe

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Umweltschäden
Zwischen allerlei Schrott befand sich eine qualmende Phosphorbombe. (Symbolbild) © Uwe Anspach/dpa

In Neuss war die Feuerwehr zu einem rauchendem Altmetallcontainer gerufen worden. Doch statt Schrott fanden sie dabei eine Phosphorbombe, weshalb sie Hilfe riefen.

Neuss – Bei einem Feuerwehreinsatz in Neuss hat sich rauchender Metallschrott als Phosphorbombe aus dem Zweiten Weltkrieg erwiesen. Wie die Feuerwehr mitteilte, waren die Einsatzkräfte am Montag zu einem Entsorgungsbetrieb in Grimlinghausen gerufen worden, weil es dort in einem Altmetallcontainer rauchte.

Was ist eine Phosphorbombe?

Eine Phosphorbombe besteht aus einem Mix aus weißem Phosphor und Kautschuk und wird als Brandbombe und als Nebelkampfstoff eingesetzt. Neben der starken Brandwirkung ist weißer Phosphor (inklusive Dämpfe) hochgiftig. Lediglich 50 mg reichen um einen erwachsenen Menschen bei direktem Kontakt zu töten. Der Tod tritt jedoch erst nach 5 bis 10 Tagen ein, da die Wirkung durch eine Störung der Protein- und Kohlenhydrataufnahme ausgelöst wird. Bei indirekter Aufnahme wie der Haut ist die Gefahr aber geringern.

Bombenfund in Neuss: Kampfmittelräumdienst sorgt für Klarheit – Herkunft unklar

Die Feuerwehr war gegen 13:43 Uhr wegen des Qualms alarmiert worden. Schließlich habe sich herausgestellt, dass es eine Phosphorbombe war, aus der Rauch austrat. Um eine mögliche Ausbreitung zu verhindern, habe man die Bombe mit Sand abgedeckt.

Letztlich rückte der Kampfmittelräumdienst an. Dieser habe die Bombe als eine noch volle britische 15-Kilogramm-Phosphorbombe aus dem Zweiten Weltkrieg identifiziert und sie zur fachgerechten Entsorgung mitgenommen. Nähere Angaben – etwa zur Frage, wie die Bombe in den Altmetallcontainer gelangte – machte die Feuerwehr in ihrer Mitteilung nicht. (os mit ots und dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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