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Neuss: Krankenschwester unter Mordverdacht – Polizei prüft jetzt Zusammenhang mit älterem Fall

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Blick in ein Zimmer der Intensivstation.

Der verstorbene Patient lag auf einer Intensivstation (Symbolbild). © IMAGO / Leonhard Simon

Einer medizinischen Angestellten aus einem Neusser Krankenhaus wird vorgeworfen, einen schwerstkranken Intensivpatienten getötet zu haben.

Update vom 15. Februar, 17:45 Uhr: In einer gemeinsamen Presseerklärung haben Polizei und Staatsanwaltschaft am Montag weitere Einzelheiten zum Fall einer medizinischen Angestellten aus Neuss bekanntgegeben. Die 39-Jährige steht im Tatverdacht, den Tod eines 52-jährigen Intensivpatienten verursacht zu haben.

Demnach könnte sie nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei „eine weisungswidrige Reduzierung der ärztlich angeordneten Dosierung eines lebensnotwendigen Medikamentes“ vorgenommen und so den Tod verursacht haben. Gegenüber Angestellten soll die den Tatvorwurf eingeräumt haben. Gegenüber über den Behörden schweigt die Krankenschwester.

Noch unklar ist nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft, ob der 52-jährige Intensivpatient bei einer Medikamentenverabreichung gemäß der ärztlichen Anweisung überlebt oder einen messbaren Zeitraum länger gelebt hätte.

Neusser Krankenschwester tatverdächtig: Polizei prüft Zusammenhang mit älterem Fall

Die Behörden prüfen jetzt außerdem erneut einen Fall aus dem Jahr 2019, bei dem die 39-jährige Krankenschwester ebenfalls zu den Tatverdächtigen zählte. Damals war ein schwer vorerkrankter Patient auf der Intensivstation desselben Krankenhauses in einen lebensbedrohlichen Zustand geraten. Ihm wurde mutmaßlich ein nicht benötigtes Medikament verabreicht. Das Verfahren wurde seinerzeit eingestellt, nachdem der Verdacht nicht erhärten ließ.

Aufgrund der neusten Entwicklungen wird nun geprüft, ob die Ermittlungen gegen die 39-Jährige auch in dem älteren Fall wieder aufgenommen werden. Gegen die Frau wurde am 5. Februar Haftbefehl wegen versuchten Totschlags durch Unterlassen erlassen. (sk/ots)

Neuss: Sie soll einen Intensivpatienten getötet haben – medizinische Angestellte unter Mordverdacht

Erstmeldung vom 8. Februar, 18:55 Uhr: Neuss – Die Polizei und die Staatsanwaltschaft in Düsseldorf ermitteln aktuell gegen eine medizinische Angestellte eines Neusser Krankenhauses. Die Frau wird verdächtigt, einen schwerkranken Intensivpatienten getötet zu haben.

Mordverdacht in Neusser Krankenhaus: Nutzte die Angestellte Medikamente für die Tötung?

Bisherigen Erkenntnissen zufolge könnte die Frau bei der Medikamentengabe absichtlich den Tod des Patienten verursacht haben. Das gaben Polizei und Staatsanwaltschaft am Montagabend in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekannt. Eine Mordkommission unter Leitung des Polizeipräsidiums Düsseldorf hat die Ermittlungen aufgenommen.

Polizei Düsseldorf: Die Verdächtige wurde am vergangenen Freitag festgenommen

Die Verdächtige wurde bereits am vergangenen Freitag (5. Februar) festgenommen und im gleichen Zuge vom betroffenen Krankenhaus freigestellt. Ein Richter erließ daraufhin einen Haftbefehl, der allerdings unter Auflagen außer Vollzug gesetzt wurde, wie die Polizei bekannt gab.

Wegen eines Mordprozesses steht momentan auch ein 47-jähriger Mann in Köln vor Gericht. Er soll seine Ex-Geliebte mit einem Dolch getötet haben. In Bonn wird zwei Männern vorgeworfen, einen anderen Mann in einem Flüchtlingsheim gefoltert und getötet zu haben. (bs/dpa)

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