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NRW: Bundeswehr verlegt 25 Tornados nach Nörvenich

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Von: Oliver Schmitz

IDZRW-Montage: Links ein Tornado-Kampfjet in der Luft und rechts das Eingangsschild des Taktischen Luftwaffengeschwader 31 Boelke am Fliegerhorst Nörvenich.
In Nörvenich gibt es bald neben Eurofighter- auch Tornado-Kampfjets. (IDZRW-Montage) © Christophe Gateau/dpa & CHROMORANGE/Imago

Die Bundeswehr verlegt Tornado-Kampfjets sowie Soldaten an den Fliegerhorst Nörvenich bei Köln. Dort sind bereits 30 Eurofighter stationiert.

Nörvenich – Die Militärpräsenz in Nordrhein-Westfalen steigt. Bis zum Sommer 2022 werden Tornado-Kampfjets vom Luftwaffenstützpunkt Büchel in Rheinland-Pfalz auf den Militärflugplatz des Fliegerhorst Nörvenich bei Düren verlegt. Hinzu kommen noch bis zu 450 Soldaten und zivile Mitarbeiter, die zeitweise am Standort des „Taktischen Luftwaffengeschwaders 31“ westlich von Köln arbeiten und leben werden. Lärm-Belästigungen sollen sich aber in Grenzen halten. Im Vorfeld hatte viele Menschen in der Region gegen die Verlegung der Tornado-Kampfjets nach Nörvenich protestiert.

Fliegerhorst Nörvenich
Adresse/StandortFliegerhorst, 52388 Nörvenich
Eröffnung1954
BetreiberLuftwaffe (Bundeswehr)
Beschäftigte450 Zivil, 1850 Soldaten (+450 ab Sommer 2022)

Bundeswehr in NRW: Tornado-Jets bis 2026 in Nörvenich

Als einer der wenigen Luftwaffen-Standorte überhaupt ist Nörvenich im Kreis Düren bereits seit langem einer der wichtigsten Bundeswehr-Standorte in NRW, doch sehr bald wird er noch relevanter. Bis Mitte Juni soll die Verlagerung der Mitarbeiter und 25 Tornado-Kampfflugzeuge aus dem rund 130 Kilometer entfernten Standort in Rheinland-Pfalz abgeschlossen sein, teilte die Bundeswehr in Nörvenich am Mittwoch (18. Mai) mit.

Die Versetzung der Kampfflugzeuge und des Personals ist bis Februar 2026 befristet. Grund für die Aufnahme sind Bauarbeiten auf dem Fliegerhorst in der Nähe von Cochem an der Mosel. Die Kommandeure der beiden Luftwaffengeschwader unterzeichneten am Mittwoch eine Vereinbarung über die künftige gemeinsame Nutzung der Infrastruktur. In Nörvenich arbeiten bislang rund 1400 Beschäftigte, davon sind 970 Soldaten. Der Bundeswehr-Standort im Südwesten NRWs ist direkt dem Luftwaffentruppenkommando in Köln-Wahn unterstellt, welches sich am militärischen Teil des Flughafens Köln/Bonn befindet.

Bundeswehr: Wie viele Eurofighter und Tornados gibt es in Nörvenich?

Um den Lärm durch den zusätzlichen Flugbetrieb in Nörvenich gering zu halten, sollen ab Sommer dann andere Flüge verringert werden. So sollen Übungsflüge mit Hubschraubern der Bundespolizei aus Hangelar bei Bonn stark reduziert werden. Nörvenich ist einer von vier Eurofighter-Standorten der Bundeswehr. Etwa 30 dieser Kampfflugzeuge befinden sich hier. Im Frühjahr 2022 waren vermehrt Flüge der Kampfjets über NRW gesichtet worden.

Das ist der Tornado-Jet

Der „Panavia 200 (PA-200) Tornado“ ist ein zweisitziges, allwetterfähiges Kampfflugzeug. Es ist mit zwei Strahltriebwerken sowie Schwenkflügeln ausgerüstet und ist für mehrere Zwecke einsetzbar. Der Kampfjet wurde gemeinsam von Deutschland, dem Vereinigten Königreich (UK) und Italien entworfen und gebaut. Deutschland, Italien und Saudi-Arabien nutzen den Kampfjet in unterschiedlichen Rollen. 

Erstflug: 14. August 1974

Indienststellung: 1980

Produktionszeit: 1979 bis 1998

Stückzahl: 992

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